untergeben,
v.; im ahd. und an. ist nur das part. praet. bezeugt (
ahd. untargeban;
aus untarkebanen
subiciendis ahd. gl. 1, 291, 51
dürfte trotz des vulgatatextes '
quibus subjiciendus est ignis'
nicht auf den gebrauch anderer formen geschlossen werden; an. undirgefinn,
dazu undirgefni, undirgjöf;
mlat. subditus;
zeitschr. f. d. wortf. 4, 131),
das auch heute noch im d. am häufigsten ist. die zu unsern nhd. bedeutungen führende entwicklung hat im mhd. kaum begonnen (
abgesehen von einer conjectur W. Grimms
bietet Lexer 2, 1785
eine stelle der österr. weisth., die dem 17.
jahrh. angehört; subdere undergeben Diefenbach
gl. 559
b aus dem anfang des 15.
jahrhs.),
sie erfolgt gleichzeitig mit den mnd. und mnl. undergeven, ondergeven
erst im frühnhd.; dän. undergive,
schwed. undergifva.
im schwäbischen ist u.
nicht populär Fischer 6, 231
f. AA.
mit 1unter III A 1 (
sub). A@II.
in trennbarer verbindung. A@I@11)
eigentlich, sinnlich: jemandem eine decke u., dem kinde eine windel u. Sachs-Villatte, Heyne;
veraltet: so wollt ich dir ain hübsch pferd undergeben
Fortunatus (1509) 43
ndr.; Xylander
Plutarch. (1580) 256
b; Grimmelshausen 2, 38
Keller; ähnlich ehr wolte mihr balde eine galleren u. R. Lubenau
beschreibung der reisen 2, 137 (
vgl. 1unter II A 1
e α). A@I@22)
übertragen (
wie schon bei Lubenau). A@I@2@aa)
in obhut, pflege geben: jem. irgendwo u.
mettre en pension Sachs-Villatte; mache keinen versuch Ottilien sonst irgendwo unterzugeben, in neue verhältnisse zu bringen Göthe 20, 170
W. A@I@2@bb)
unterordnen: in diesen kreis gehört ... die thätigkeit der niederen magistrate, wie der quästoren und der kriegstribune, gegenüber denen, welchen sie unter- oder beigegeben sind Mommsen
röm. staatsrecht 1, 181.
vgl. II
b. A@I@2@cc)
im kartenspiel eine niedrigere karte zugeben Sanders 1, 552
b; Sachs-Villatte.
vgl. mnl. enen tol ondergeven
weniger geben, als man verpflichtet ist mnl. wb. 5, 351, A@I@2@dd)
veraltet als besitz oder eigenthum hingeben: darumb dan unser grosze printz sein hertz euch gern undergegeben G. R. Weckherlin 1, 5, 37
Fischer (
später geändert).
zur verwaltung übertragen: der könig gab ihm zwei provinzen unter Sanders;
nicht üblich. vgl. II
b. A@I@2@ee)
sich u.,
sich besiegt geben, unterwerfen, ergeben: und so wir einandern erkennent, so lat sy iren segel fallen und gab sich under (1497)
quelle bei Staub-Tobler 2, 83, 2.
veraltet. vgl. II
b. A@IIII.
untrennbar. A@II@11)
transitiv. A@II@1@aa)
noch halbsinnlich: in ire halseisen süsz so untergib auch deinen hals H. Sachs 19, 25, 9
G.; vgl.den hals
oder sich ergeben unter
th. 3, 816; sich unter die roten kreuze ergeben Staub-Tobler 2, 84, 9
b; 2, 83, 1; je mehr den menschen gott im hohen himmel liebet, je mehr er ihn dem joch des creutzes untergiebet J. Micrälius
Agathander (1633) C 3
a; Zinzendorf
bedenken u. sendschreiben (1734) 37; ey, ey, dasz ich erleben söll, dasz die keiserin ist so verrucht, und ihren schön leib in unzucht andern männern darff untergeben J. Ayrer 1318, 9
Keller; in gegenden, wo ein leichter boden ohne holzungen dem heuerling untergeben wird J. Möser 3, 288. A@II@1@bb)
in vollzogener übertragung. A@II@1@b@aα)
von herrschaft, regierung: als die frösch hetten ein frey leben waren keim könig untergeben H. Sachs 9, 226, 5
K.; so hat gott seine creaturen dem menschen ... untergeben Mathesius
Sarepta (1571) 10
a;
sie vermelden ... dasz ... hertzog B. Suantipolco ... Nackel untergeben habe J. Micrälius
Pommerland (1640) 2, 227; sich ein volck, ein land u. Kramer (1700) 1, 466
c,
veraltet; neuer herrschaft bist du durch des königs gunst nun untergeben Göthe 12, 300, 17
W.; ... der verwaltungsbehörde, welcher die ... dörfer untergeben sind Ritter
erdkunde 2, 682;
von Adelung
und Heynatz
ohne erfolg beanstandet. veraltet mit inf. des zweckes: zu regieren u. Kirchhof
wendunmuth 2, 102
Ö.; Moscherosch
insomnis cura 89
ndr. A@II@1@b@bβ)
militärischem befehle unterstellen: under desz überzohe hertzog H. v. B., so den mehrern theil desz manszfeldischen kriegsvolcks an sich bracht und seinem sohn Philipsen undergeben, seine nachbaurn Achatius
chron. Sleidani 397
a; Menelaus ist es, dem ja die schiff seind undergeben da
griech. dramen 2, 119
Dähnhardt; C. hatte einem groszen römischen edelmann ... die sämmtlichen artilleristen untergeben Göthe 43, 102
W.; Schiller 12, 124; Tieck 19, 482. A@II@1@b@gγ)
einer gerichtsbarkeit, strafe, züchtigung unterwerfen: wie die einwoner des dorffs P. ... an frembd herrschafft geschlagen und derselben gerichten undergeben
urk. z. gesch. Max. I. 50
lit. verein; seine straffe, der wir uns mit gedult untergeben sollen Luther 23, 354
W.; der grausamen züchtigung u. Rist
friedejauchzendes Teutschland (1653) 31; jemand dem scharfrichter u. (
unter seine gewalt geben, veraltet) Chr. Thomasius
gedancken u. erinnerungen (1720) 2, 51.
etwas einem zur verfügung unterstellen als pfand, verpfänden Götze
glossar 217
a. A@II@1@b@dδ)
von urtheil und entscheidung (
mnl. wb. 5, 350, 1): denn ich bin nochmals erbeutig, mein lehre und bücher jedermann williglich zu untergeben Luther
briefe 1, 600
De Wette; 4, 391;
ein werk inspectoren zur prob und censur u.
M. Rinckhart
christliche ritter 8
ndr.; unsre strittigkeit dem rechtsprung u. Harsdörfer
secret. 1, 605; ... angesuocht, das sy ir meinung dem concilio undergeben S. Franck
chron. zeytb. (1531) 407
a; H. Sachs 16, 37
G.; ... dasz alle streitigkeiten ... dem feldherrn ... wären untergeben worden Lohenstein
Arm. 2, 382
a;
im reichskanzleistil hiesz der untergebene fall
so viel als der gegenwärtige Heynatz
antibarb. 2, 583; untergebens
im vorliegenden falle rhein. archiv 68, 131.
veraltet. A@II@1@b@eε)
als diener beigeben: wurde ihm seines vatern bester und schnellester läuffer ... untergeben Grimmelshausen 4, 726, 15
Keller. A@II@1@b@zζ)
anvertrauen (
mnl. wb. 5, 350, 1): magister
Sp., den wir zu anrichtung unser cronica verordnet und dieselben euer übersandte pcher haben undergeben lassen Friedrich der Weise
bei Aventin 1, 634, 31; im gleichnus von den knechten, welchen ihr herr seine gter, auff den wucher auszuthun, untergeben hatte A. Musculus
vom himmel u. der hölle B 4
b; J. Pomarius
gr. postilla (1590) 1, 439
b; (
er) untergab mir nicht allein das hauswesen, sondern lies mich auch seine übrigen geschäfte einsehen J. Fr. v. Petrasch
lustspiele (1765) 2, 198;
veraltet vom schlemmer: er musz bereits sein hochansehnlich leben dem koch nicht anvertraun, nur ärzten untergeben Hagedorn (1757) 1, 31. A@II@1@b@hη)
von druckwerken, unter die presse geben: der presse u. Harsdörfer
secret. 1, 2
b; König
lebensbeschreibung Bessers in dessen schriften (1732) 1, 86; dem druck u. Harsdörfer
gesprechspiele 5, 294; Schottel
haubtspr. 2; mich endlich resolviret, vorerwehntes frühlingsgedichte .. des druckers hand zu untergeben Damian v. Rudelstat
frühlingsgedichte (1638) A 2
b;
veraltet. A@II@1@b@thθ)
in urkundlicher bestätigung zur verfügung stellen: ich ward bezwungen zu bekennen, was ich ynwendiges 3 jarn widder die regel und geystliche ordnungen gethan ... und solchs der domina durch meyn hantschrifft untergeben Luther 15, 91
W.; veraltet. A@II@1@b@iι)
ganz abgeschwächt '
zu verstehen geben, auf etwas anspielen' Bacher
Lusern 413; '
unterschieben': wer hat der eltern schuld den kindern untergeben? Lohenstein
Agrippina (1685) 61;
schriftsprachlich veraltet. A@II@1@b@kκ)
zur führung anvertrauen: der wenigsten hennen soll man dreissig junge untergeben zu führen
M. Herr
feldbau (1551) 171
a; und heiszet das ein hirt, so 12 personen ir veech zesammen stoszend und einem sännen undergebend Tschudi
chron. (1734) 1, 15; Musäus
volksmärchen 1, 6
Hempel; die leute waren seiner rückkunft froh, weil sie ihr vieh unterdessen einem schlechten hirten hatten untergeben müssen Grimm
d. sagen (1891) 2, 140. A@II@1@b@lλ)
zu lehre, erziehung, bildung anvertrauen: wie G. andern lehrmeistern ward untergeben
Gargantua 224
ndr.; Alexander aber ist dem Aristoteles, vom selben weiszheit zu lernen, untergeben worden A. Olearius
pers. reisebeschreib. (1696) 325; man wählte hernach eine ... matrone aus der freundschafft und untergab ihrer auffsicht alle kinder E. Francisci
das alleredelste unglück (1670) 191; J. A. Scheibe
crit. musicus (1745) 157; H. sei noch von Öttinger selber in die lehre genommen worden, dann der frau untergeben gewesen, bis er sich mit ihr ehelich verband Chrysander
Händel 1, 4. A@II@1@b@mμ)
von aufsicht, fürsorge, leitung überhaupt: mit den hiesigen anstalten, welche unserer oberaufsicht untergeben sind, steht es gar erfreulich Göthe IV 28, 30
W.; Basedow untergab die lehrer als männer eines eigenen faches des staates unmittelbarer aufsicht Gervinus
gesch. d. d. dicht. 5, 318; ich (
Hütchen) bitte, du wollest sie (
d. gattin) nicht mehr meiner hut untergeben Grimm
d. sagen 1, 53. A@II@1@b@nν)
unterwerfen, anheimgeben, unterordnen, im 17.
jahrh. in einem viel weiteren bedeutungsumfang, als die heutige schriftspr. zuläszt: da dannen kummt, dasz sy der grechtigkeit gottes nit undergeben sind, sunder so sy noch ire eigne köpf hand Zwingli
d. schr. 1, 213; untergieb seiner heilikeit die werck deiner gerechtikeyt
M. Weisze
bei Ph. Wackernagel d. kirchenlied 3, 231; was ein grimmiger himmelsschlusz hat mich dieser untreue untergeben! Harsdörfer
gesprechsp. 5, 374; diese haben nun das kind lieber dem glück untergeben und solches also zu eingang des waldes verleget J. Helwig
Ormund (1666) 74; v. Canitz
nebenstunden (1727) 51; ... eltern, deren willen ich meinen gehorsam untergiebe Harsdörfer
secret. 1, 378; H. Müller
erquickstunden 80; aber nachdem das beste theil ... keiner löblichen arbeit untergeben wird, was dürffen wir uns wundern ... Chr. Weise
polit. redner (1677) 20; der unbegreiffliche umbkreisz des himmels hätte sich noch durch kein ferneglasz einem richtigen meszstabe untergeben Lohenstein
Arm. 1, 266
a; eine ... congregation ..., denen die einrichtung des calenders ... auch beobachtung der sterne mit dem observatorio untergeben Leibniz
d. schr. (1838) 2, 474; dies vornehmen ... machet, dasz ich die groszen gesellschafften für lauter verhindernissen ansiehe, welche mir mich selbst rauben und dem willen andrer leuten untergeben
discourse der mahlern (1721) 1, 7; ich will dir mein leben ganz treu untergeben A. v. Arnim 21, 177; die lehre von den vorzeichen war so eingerichtet, dasz nicht der mensch den zeichen, sondern die zeichen dem menschen untergeben waren Jhering
geist d. röm. rechts 1, 378.
ungewöhnlich mit wiederholter präposition und dativ: unter solcher wandelbaren veränderung sind ... die sprachen ... untergeben Neumark
palmbaum (1668) 2. A@II@22)
wie im mnd. (
wb. 5, 28
b 1),
mnl. (
wb. 5, 350, 2),
schweizerischen (Staub-Tobler 2, 83, 2)
reflexiv, in ähnlicher ausgestaltung wie bei 1. A@II@2@aa)
sinnlicher vorstellung noch nahe: ker umb wider zuo deiner frauwen und undergib dich under ir hand
Züricher bibel (1531)
1. Mos. 16, 9; sich göttlicher zuchtruht gedultiglich u. Dannhawer
catech. milch (1657) 1, 268; J. Prätorius
saturnalia (1663) 383; darnach ist der keiser ... gen Rom gefaren ... und hat sich demütigklich zu pabst Alexanders füszen undergeben Tschudi
chron. (1734) 1, 88; Christi joch sich u. H. Sachs 18, 29, 22
G.; der gestalten wuste der wilde elephant nicht mehr wo hinausz, so ihn lernete sich zu u. J. H. Widerhold
beschreibung der reisen (1681) 2, 73
a; so lang du selbst töpfe und schüsseln hast, untergib dich nicht dem tische eines andern Hippel
lebensläufe (1778) 1, 319;
von der henne: sie untergiebt sich willig einem helden (
dem hahn) J.
N. Götz
verm. ged. (1785) 2, 76; die (
Julia) untergab sich nur den trabanten, wann sie schweres leibs gieng Fischart
Garg. 116
ndr.; Logau 3, 1, 59. A@II@2@bb)
ähnlich wie bei 1
b übertragen. 1
b α entsprechend: ward darnach die macht bei Meinharten grosz, dem sich Prage und die besten und mechtigsten in Behem zu gehorsam willig untergaben P. Eschenloer
gesch. d. stadt Breslau 1, 6; das er sich ein weil lang untergebe in eynis andern regiment Luther 6, 269, 26
W.; der keyser einen solchen mechtigen, herrlichen kriege zuo wasser fuorte, dasz sie zuo seinen fszen kommen und ihme sich u. muosten Heyden
Plinius (1565) 339; ... dasz die ... Thr. sich seiner gewalt u. musten Lohenstein
Arm. 2, 34
a; als ich diese schöne augen angsehen habe, als bald mich ihnen wie ein könig undergab v. Borstel
v. d. lieb Astreä u. Celadonis (1619) 1, 351; ihr weiber, untergebt euch euern leiblichen männern Zinzendorf
Colosser 3, 18 (
subditae estote); diese leute ... untergaben sich ... demjenigen, der sich ... groszes zutrauen zu verschaffen gewuszt Göthe 41, 1, 197
W.; manche (
hörige) der milderen gattung durften ihren aufenthalt wechseln und sich einem andern herrn untergeben J. Grimm
rechtsaltertümer 1
4, 478; o lasz mich denn bis an mein grab die längst erkannte wohlthat preisen, dasz mich dem zepter eines weisen mein gutes schicksal untergab Göckingk
gedichte (1780) 2, 42. sich gott u. (
vgl.ergeben und geben II 6
c): das sie (
die hoffärtige vernunft) yhren dünckel übergebe und untergebe sich gotte Luther 10, 1, 1, 505
W.; sich dem willen gottes u.
F. Rhot
Jesus Sirach (1587) 1, 17
b; S.
Dach 136
Österley. sich in abhängigkeit begeben: untergib dich keinem andern menschen
Sirach 33, 21;
cliens ... der ... sich eines schutz untergibt Corvinus
fons lat. (1646) 205. 1
b γ entsprechend: also undergaben sich gmelte kauffleut ... mit gehorsame unserer gesatz S. Franck
weltb. 236
a; will mich der regel u. J. Ayrer 30, 29
Keller; der interposition sich u.
acta publica 2, 7
Palm; im bilde Hoffmannswaldau - Neukirch 6, 270. und sinteinmal die engel gotes sich liber aller pein der hellen undergeben, ee das si abwichen von der czirheit unser frawen
Bonaventura deutsch Maria (1516) H 1
a; so ists doch gleichwol gotts verhengnis und seine straffe, der wir uns mit gedult untergeben sollen Luther 23, 354
W.; sich der zucht u. Schill
ehrenkranz (1644) 173; Kramer (1700) 1, 466
c.
mit gen. statt des dativs Staub-Tobler 2, 83, 2.
veraltet. wie bei 1
b δ: sich der schrifft untergebn Al. Chrosner
sermon der h. christl. kirch 59
Clemen; ich untergiebe mich, o richter, euerm gerechten urtheil Abele
gerichtshändel 110; welchem gemeiner welt urtheil gleichwie ein jedweder scribent sich gedultig untergeben musz Chemnitz
schwed. krieg 1, 1; gnug, dasz du dich hiermit der weisheit untergiebest Weichmann
poesie der Niedersachsen 3, 126; 1
b λ entsprechend: ich undergib mich deiner lehr H. Sachs 7, 199, 21
Keller; denn er hat dem Scipioni und Lelio als tapffern und fürtrefflichen mennern zu Rom sich untergeben und irem getrewen unterricht gefolget St. Riccius
Andria (1586) 27; Ph. Heilbrunner
von d. ausg. confession widerwertige censur (1589) 141.
veraltet. 1
b ν entsprechend (
vgl. sich unterziehen);
veraltet; mit gen. statt des dativs mnl. wb. 5, 351: ihr herr
M. undergab sich dem tribut, den sein vater dem keiser gelobt hatte Dreszer
sächs. chronicon (1596) 164; deszgleichen wann der beklagte auff den ersten rechtstermin sich des klägers eidt ... untergibt A. Wagner
decretum (1599) 165
b; wann er ... sich von ambtswegen dergleichen vertrauten verrichtung (
testamentsvollstreckung) nit untergeben wolte J. A. v. Brandis
landeshauptleute v. Tirol (1850) 41; sich dem sterben u. Rist
Parnasz B 7; untergebe mich ... verständiger belernung Harsdörfer
gesprechsp. 1 P 1
b; wer sich einer cur untergeben will, der musz auch dem zurathenden medico folgen
mediz. maulaffe (1719) 834; er liesz den klaren gottesschein nicht stets in seiner walfarth schauen, so dasz er creutzes last und pein, umb unsre seligkeit zu bauen, sich untergab G. Treuer
d. Dädalus (1675) 1, 276.
für heutiges sich ergeben: welche liebe alles tragende sich undergibet dem gehorsam P. Amnicola
errettung der schwachen ordenspersonen (1524) F 3
b; der tugent H. Sachs 3, 114, 13
K., bösen begirden J. Barth
weiberspiegel (1565) G 3
b, dem unglück Schweinichen
denkwürd. 129
Ö., der trunkenheit Moscherosch
insomnis cura 61
ndr.; veraltet. A@II@33)
intransitiv. untergeben
fraenum accipere Reyher
thesaurus (1686) O v
b.
selten und veraltet: so verr er der römischen kilchen und den recht geordneten päbsten nach christlicher ordnung undergäben welte Tschudi
chron. (1734) 1, 45; die schon ... gutwillig dem orden untergaben und geschworen ... hatten
M. C. Schütz
historia rer. Prussic. (1592) 1, E 1
b. BB.
1unter III A 2
b ε entsprechend bedeutete in ä. spr. sich u.
sich gegenseitig geben; mnd. wb. 5, 28
b, 2;
mnl. wb. 5, 351. —