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Umschweif

nhd. bis GWB · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Umschweif

Umschweif

Schweif m. ‘langer buschiger Schwanz, geschwungene Linie, Schleppe’, ahd. sweif ‘umgeschlagenes Gewand, Fußbekleidung’ (9. Jh.), mhd. sweif ‘schwingende Bewegung, (Um)gang, Umschwung, Umkreis, umschlingendes Band, Kleidungsbesatz, Schwanz’ und anord. sveipr ‘Schwingung, Krümmung, Band, gekräuseltes Haar’ gehören als Abstraktbildungen zu der unter schweifen (s. d.) genannten Wortgruppe. Ausgehend von ‘schwingende Bewegung’ bezeichnet mhd. sweif auch ‘den sich windenden, ringelnden, geschwungenen Schwanz’ (z. B. von Schlange und Pferd), wird aber im Nhd. von Schwanz (s. d.) in seiner Gebrauchshäufigkeit eingeschränkt und gehört dann vor allem der gehobenen Sprache an. Im 17. Jh. wird Schweif der geläufige Ausdruck für die einem Kometen (vgl. Schweifstern m., 17. Jh.) nachfolgenden leuchtenden Materieteilchen. – Umschweif m. ‘Umständlichkeit, Umschreibung’ (16. Jh.), früher auch ‘hin- und hergehende Bewegung, Umdrehung, Umweg, Umfang, Umgebung, umgelegtes Kleidungsstück’, ahd. umbisweif ‘Lendenschurz’ (11. Jh.; vgl. auch das ti-Abstraktum umbisweift ‘Lendenschurz’, 9. Jh., ‘Biegung, Windung’, um 1000), mhd. umbesweif ‘hin- und hergehende Bewegung, Kreisbewegung, Umhüllung, Abirrung, Ausdehnung’. Heute besonders ohne Umschweife ‘ohne umständliche Erklärungen, geradeheraus’, vgl. on lang umbschweiff (16. Jh.).
1326 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Úmschweif

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Úmschweif , des -es, plur. die -e, von dem folgenden Zeitworte, ein Ding, welches im Kreise um etwas herum gehet. In…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Umschweif

    Goethe-Wörterbuch

    Umschweif [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit umschweif

11 Bildungen · 11 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

umschweif‑ als Erstglied (11 von 11)

umschweifen

DWB

umschweifen , vb. 1 1) trennbar. 1@a a) umher-, herumschweifen, -streichen, sich herumtreiben. 1@a@a α) vagari umbschweiffen Diefenbach 605 …

umschweifer

DWB

umschweifer , m. , girovagus umbswayffer Diefenbach 263 c ; profugus ein landstreycher, landfarer, umbschweyffer, der nienen kein gewüsz ort…

umschweiffen

Idiotikon

umschweiffen Band 9, Spalte 1762 umschweiffen 9,1762

umschweifig

DWB

umschweifig , adj. 1) unstät umherschweifend, sich herumtreibend; vagus umschwaiffig Diefenbach 605 b ; circumforaneus umbschweiffig, der au…

umschweifigkeit

DWB

umschweifig·keit

umschweifigkeit , f. : dissoluta vagatio zerstörlich umbschweiffigkeit vocabular. predicantium (1486) h 7 a ; anders, ' umständlichkeit ': d…

umschweifler

DWB

umschweif·ler

umschweifler , m. , herumtreiber, landstreicher: anno 1559 gehet solcher umbschweiffler einer vor Cassel Kirchhof wendunmuth 1, 355 Öst. —

umschweiflich

DWB

umschweif·lich

umschweiflich , auch umschweifenlich, adj.: vage umschweyflichen gemma gemmarum (1508) c 8 b ; vage umbschweiffenlichen (1512) Diefenbach 60…

umschweifung

DWB

umschweif·ung

umschweifung , f. 1) das umherschweifen, -ziehen; vagatio umbschweyfung gemma gemmarum (1508) c 8 b : der Cimbrorum oder Cimeriorum umbschwa…

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APA
Cotta, M. (2026). „umschweif". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/umschweif/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „umschweif". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/umschweif/pfeifer_etym. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „umschweif". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/umschweif/pfeifer_etym.
BibTeX
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