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Übrig

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Übrig

Bd. 4, Sp. 787
Übrig, adj. & adv. was außer der gemeldeten oder bestimmten Quantität eines Dinges eben derselben Art noch da oder vorhanden ist. 1. Eigentlich. Es ist alles aufgegangen, ich habe nichts mehr davon übrig. Das übrige Geld, was von einer bestimmten Summe übrig ist. Die übrigen Tage meines Lebens, außer den bereits gelebten. Drey seiner Söhne sind gut versorgt worden, die übrigen sind gestorben. Ich allein bin noch von der Familie übrig. Ist nicht noch einige Hoffnung für uns übrig? Nun bleibt mir nichts weiter übrig, als zu gehen. Noch wenig Tage sind mir übrig. Übrig haben, mehr als man zur Nothdurft und Bequemlichkeit bedarf. Im übrigen, oder übrigens, was noch zu sagen oder zu thun übrig ist. Er hat den Fehler der Schwatzhaftigkeit, im übrigen, oder übrigens ist er ein rechtschaffener Mann, d. i. außer dem, außer diesem Fehler. 2. In einigen theils engern, theils weitern Bedeutungen. (1) Mit dem Nebenbegriff des Unnöthigen, für überflüssig. Das ist übrig, ist unnöthig, entbehrlich, überflüssig; im gemeinen Leben. Ein übriges thun, etwas zum Überflusse. Ich will gegen ihn ein Übriges thun, Less. (2) * Übermäßig; eine im Hochdeutschen veraltete Bedeutung. Übriger Zorn, unmäßiger, übermäßiger, in dem Buche der Natur von 1483. (3) * Einer Sache übrig seyn oder werden ihrer überhoben seyn oder werden, welche Bedeutung im Hochdeutschen gleichfalls veraltet ist. Er uuirt sin mit reht uuol überig, bleibt dessen überhoben, im Schwabensp. Kap. 60. Sie heischen ferner Rath, durch was sie doch für Sachen Die ungestüme See geneigter können machen, Und Sterbens übrig seyn, Opitz. (4) Im weitesten Verstande wird es selbst im Hochdeutschen oft für das Wort ander gebraucht, das, was außer einem bestimmten Dinge eben derselben Art ist, zu bezeichnen. Sechs starben, die übrigen wurden gesund. Sagen sie der übrigen Gesellschaft nichts von der Sache, Gell.[]Anm. Im Nieders. averig, in den niedrigen Sprecharten überley. Es ist vermittelst der Ableitungsylbe -ig von der Partikel über gebildet, welche als ein Nebenwort auch wohl selbst für übrig gebraucht wird; überlassen oder über lassen, überbleiben oder über bleiben.
2134 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    übrigadj.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz)

    überic adj. Kchr. Lucid. RAlex. RWchr. StrAmis Erz.iii DvAPat. DSp. Secr. HTrist. Vät. Gund. HvBurg. HvNst. Ot. BibVor. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Übrig

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Übrig , adj. & adv. was außer der gemeldeten oder bestimmten Quantität eines Dinges eben derselben Art noch da oder vorh…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    übrig

    Goethe-Wörterbuch

    übrig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    übrig

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    übrig [éwrik Lutterb. ; ìwri Str. ; ewəri K. Z. ; ewəriχ Wörth Ndrbetschd. ] übrig. Ü. lo n übrig lassen ; ü. blibe n ei…

  5. Sprichwörter
    Uebrig

    Wander (Sprichwörter)

    Uebrig 1. Das ist so übrig wie Dreck zu Weihnachten. – Weinhold, 15. 2. Hast du was übrig, um wegzugeben, so lass es reg…

  6. Spezial
    übrig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    üb|rig adj. che resta, romagnënt (-nc, -a), d’avanz, dessurora, avanzé (-zá, -zada). ▬ übrig bleiben resté; romagne; ava…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit uebrig

16 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von uebrig 2 Komponenten

ueb+rig

uebrig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

uebrig‑ als Erstglied (13 von 13)

übrigbleiben

Pfeifer_etym

uebrig·bleiben

bleiben Vb. ‘einen Ort nicht verlassen, einen bestimmten Zustand beibehalten, übrig sein’, ahd. bilīban ‘(weg-, unter)bleiben’ (8. Jh.), mhd…

Übrigbleibsel

PfWB

Übrig-bleibsel n. : = Überbleibsel , Iwwrichbleibsel [ SP-Harths LA-Insh ], Iwwerich- [ KB-Gauh ].

übrig bliben

ElsWB

uebrig·bliben

übrig blibe n 1. überbleiben, von Speisen U. Du mues t s Üwriggebliwe ne s në h me n , s is t suns t nix do! Ndhsn. 2. übrig bleiben: e s bl…

übrigen

DWB

ueb·rigen

übrigen , v. , 1. jemanden eines dinges ü., überheben, davon befreien. 15. bis 18. jahrh., s. Brenner it.-dtsch. sprachbuch (1424) in Bayern…

übrigens

DWB

uebrig·ens

übrigens , adv. im übrigen, sonst, seit dem ende des 17. jahrh. in der neueren prosa und verkehrssprachlich in breiter verwendung. im übrige…

Uebriges

Wander

Uebriges Er kann ein Uebriges thun. – Klix, 114; Parömiakon, 1571. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Das Uebrige kommt nach, sagt Herr Kardorf. I…

Uebrighaben

Wander

uebrig·haben

Uebrighaben Er hat nichts mehr übrig als dreissig Tage im Monat und zum Kauen die Nägel. -Unterhaltungen des lit. Kränzchens in Königsberg, …

übrigkeit

DWB

uebrig·keit

übrigkeit , f. , überflusz, üppigkeit: man solt mäsziglich leben und sich vor aller übriheit hüten, guadarsi da ogni superfluità Arigo decam…

Ableitungen von uebrig (3 von 3)

entübrigen

DWB

entübrigen , gleichviel mit übrigen, neben gen. der sache, 1 1) überheben, entledigen, liberare: die fourierschützen hatten mitleiden mit mi…

erübrigen

DWB

erübrigen , gleich dem vorhergehenden, 1 1) es erübrigt noch die frage u. s. w. 2 2) ich kann keine zeit dazu erübrigen; er hat keinen helle…

verübrigen

DWB

verübrigen , v. , erübrigen: schweiz. id. 1, 61; Fischer 2, 1395 ; das sie so viel nicht solten verübriget haben, das sie einen tag sich beh…