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übig

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
11
Verweise raus
6

Eintrag · Pfälzisches Wb.

übig Präp.

Bd. 6, Sp. 863
übig Präp.: 1. eine Lage oberhalb, über bezeich- nend, iwwich (iwiχ) [vereinzelt, Christmann Kaulb 49 Mang 152 Müller Dietschw 43 Schandein Ged. 239 Krämer Gal 221]; im Verhältnis zu über in dieser und in den folgenden Bed. meist veraltend (um 1930). Die Hänn i. 'm Kopp sammeschlaa, vor Erstaunen [KU-Bedb]. Er wohnt i. uns [PS-Th'eischw]. Die Lamp hängt i. 'm Disch [Krämer Gal 221]. RA.: Abschlägige Antwort auf die Frage, was man tut: Schnitz i. Wetterhaife setze [BZ-Nd'ottb]. a. 1770: Garthen übig dem Dorff [BrPr. Nr. 189 536 (KL-Schwedb)]. — 2. eine äußere Lage, eine Bewegung über eine Oberfläche bezeichnend [vereinzelt]; i. de Bann gehⁿ 'die Felder abgehen' [KU-Bedb]. De Has is i. die Wiß gesprung [Kleeberger 127]. Noot guckt se iwwich alles her / un meent, - 's dut noch was fehle [Ranssweiler 85]. De Pälzer Bitzler hot die Kränk, / Der schmeißt ehm i. Disch un Bänk [Räder 32]. RA.: ääm i. 's Maul fahre 'die Rede abschneiden, zurechtweisen' [KU-A'glan]; i. 's ganz Gesicht lache [KU-A'glan]. Den guck ich i. die Schiller (Schulter) oⁿ 'Den schätze ich gering, den verachte ich' [KU-Schmittw/O]. Einen VR. s. Pfeife 1 a. — 3. eine Lage, Richtung über etwas hinaus, hinüber, jenseits, auf der anderen Seite bezeichnend' [vereinzelt]. I. em Bach leit unser Wies [KL-Gimsb u. Umg.]. Un war schun i. d' Hunnert naus 'hatte die Hundert schon überschritten' [JKurpf. 1926 58]. RA.: ebbes i. 's Herz bringe 'sich überwinden gegen inneren Widerstand' [Spey]. Einem Mißliebigen wünscht man, daß er uf e Wildsau geschnallt un i. de Rheiⁿ gejaht (gejagd) werd [NPfGV 1926 18]. Scherzfrage: Wie weit geht de Newwel? Antwort: Bis i. de Rheiⁿ, do haaßt er Nawwel [FR-Bockh]. a. 1426: Acker vbig der lantwer [Kurpf. A. 1149I Bl. 13v]. a. 1604: Ein Wieß ... gelegen Vbig dem Dorffgraben [Lgb. 120 Bl. 229 (NW-Dackh)]. a. 1731: Hauß undt Hoff übig der Brücken gelegen [GGA 437a (LA-Böching)]. — Zum Suffix -ig vgl. hintig, obig. — Hess.-Nass. IV 210.
1973 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    übigadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    übig , adj. , coercibilis Diefenbach-Wülcker 879 ; menschen ..., die doch nit hein ein so biges leben H. Seuse dtsche s…

  2. modern
    Dialekt
    übigPräp.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    übig Präp. : 1. eine Lage oberhalb, über bezeich- nend, iwwich (iwiχ) [vereinzelt, Christmann Kaulb 49 Mang 152 Müller D…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit uebig

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von uebig

ueb + -ig

uebig leitet sich vom Lemma ueb ab mit Suffix -ig.

uebig‑ als Erstglied (1 von 1)

Übigau

Meyers

ubi·gau

Übigau , 1) Stadt im preuß. Regbez. Merseburg, Kreis Liebenwerda, an der Schwarzen Elster und der Staatsbahnlinie Halle-Kottbus, hat eine ev…

uebig als Zweitglied (1 von 1)

u(n)ruebig

Idiotikon

u(n)ruebig Band 6, Spalte 1907 u(n)ruebig 6,1907

Ableitungen von uebig (1 von 1)

verübig

DWB

verübig , adj. , boshaft, nur vereinzelt: Fischer schw. wb. 2, 1395 ( veraltet ): je hailiger die zeit, je verüebiger der teufel Bürster bes…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „uebig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/uebig/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „uebig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/uebig/pfwb. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „uebig". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/uebig/pfwb.
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