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trüben

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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18
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

trüben

trüben

trübe Adj. ‘undurchsichtig, nicht klar, nicht hell, freudlos’. Das westgerm. bezeugte Adjektiv ahd. truobi ‘dunkel, undurchsichtig, getrübt, betrübt, verwirrt’ (8. Jh.), mhd. trüebe ‘lichtlos, glanzlos, düster, finster, traurig, bekümmert’, asächs. drōƀi ‘trübe, betrübt’, mnd. drȫve ‘betrübt, traurig’, mnl. droeve, nl. droef ‘betrübt, düster, dunkel, unklar, unverständlich’, aengl. drōf ‘unruhig, in Verwirrung, schmutzig, schlammig’ (germ. *drōbi-) ist verwandt mit den unter Treber angeführten germ. und außergerm. Formen und stellt sich mit diesen zu ie. *dherəbh-, *dhrāb-, *dhrəbh-, einer Erweiterung der Wurzel ie. *dher(ə)- ‘trüber Bodensatz einer Flüssigkeit, Schmutz’, auch von trüben Farbtönen. Ausgehend von ‘aufgewühlt’ (von Gewässern), ‘unklar, schlammig’, entwickeln sich bereits im Ahd. die übertragenen Bedeutungen ‘unklar, nicht oder kaum durchsichtig’ und (seelisch, geistig) ‘verwirrt, unruhig, verstört’. – trüben Vb. ‘trübe, dunkler machen, beeinträchtigen, stören’, ahd. truoben ‘Bodensatz aufwühlen, Wasser verunreinigen, verwirren, beunruhigen, erschüttern’ (8. Jh.), mhd. trüeben, truoben ‘trübe machen, beunruhigen, verwirren’, reflexiv ‘sich betrüben’, aengl. drēfan ‘betrüben, erregen, beunruhigen’, got. drōbjan ‘trüben, irre machen’. Daneben steht intransitives ahd. truobēn ‘betrübt, dunkel werden’ (9. Jh.), mhd. truoben ‘trübe sein oder werden, traurig werden’, asächs. drōƀian ‘betrübt werden, zurückschrecken’, got. drōbnan ‘unruhig werden’. Im Nhd. wird das intransitive Verb aufgegeben und durch reflexives sich trüben ersetzt. Übertragener Gebrauch ist in den frühesten Zeugnissen bereits voll ausgebildet. Trübsinn m. ‘schwermütige, melancholische Gemütsverfassung’ und trübsinnig Adj. ‘schwermütig, hoffnungs- und mutlos, pessimistisch’ (beide Mitte 18. Jh.). Trübsal f. ‘Traurigkeit, Melancholie, Hoffnungslosigkeit’, ahd. truobisal n. m. (11. Jh.), mhd. trüebesal n. m. f. ‘Undurchsichtigkeit, Finsternis, Drangsal, Plage, Traurigkeit, Betrübnis’, bis ins 19. Jh. mit schwankendem Genus; zum Ableitungssuffix s. -sal, -sel. trübselig Adj. ‘mit Ungemach, Bedrängnis behaftet, traurig, mutlos’ (16. Jh.), besonders in neuerer Sprache ‘armselig, kümmerlich’; voraus geht Trübseligkeit f. (15. Jh.). betrüben Vb. ‘traurig machen’, ahd. bitruoben ‘verderben’ (Hs. 13. Jh.), mhd. betrüeben ‘trübe machen, verdunkeln, betrüben, heimsuchen’. betrüblich Adj. ‘traurig machend, Bedauern hervorrufend’ (15. Jh.).
2446 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trüben

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Trüben , verb. reg. act. trübe machen. 1. Eigentlich, von flüssigen Dingen, durch Auftreibung oder Aufrührung fremdartig…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    trüben

    Goethe-Wörterbuch

    trüben [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    trübenschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    trüben schw. : 1. trans. a. gegenst. 'trüb machen', in der RA.: Der kann kä Wässerle trüwe (sic!), von einem verträglich…

  4. Sprichwörter
    Trüben

    Wander (Sprichwörter)

    Trüben 1. Zwei trüben, ehe sie fischen, Fischer und (unredliche) Advocaten. 2. Er trübt kein Wasser. – Braun, I, 4608.

  5. Spezial
    trüben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    trü|ben I vb.tr. 1 (trübe machen) turbé (-bëia) 2 ‹fig› (beeinträchtigen) oscuré (-rëia), dezipé (-pa), roviné (-na) II …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trueben

6 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von trueben 2 Komponenten

true+ben

trueben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

trueben als Zweitglied (2 von 2)

auftrüben

DWB

auf·trueben

auftrüben , turbare, das wasser aufregen und trüben: von der turteltaube: trübet zuvorhin der klaren brunnen flusz mit ihren füszen auf, im …

betrüben

DWB

bet·rueben

betrüben , n. afflictio, maestitia: was den zu loben scheint, das macht ihm nur betrüben. Fleming 100 ; disz aber mache dir so gar ein schar…

Ableitungen von trueben (4 von 4)

betrüben

DWB

betrüben , n. afflictio, maestitia: was den zu loben scheint, das macht ihm nur betrüben. Fleming 100 ; disz aber mache dir so gar ein schar…

enttrüben

DWB

enttrüben , collustrare, erhellen, der trübheit entreiszen, also gegensatz von betrüben : dan wie der höchst die, so er liebet durch seinen …

ertrüben

DWB

ertrüben , turbare, affligere, mhd. daʒ si hât ertrüebet dîn vil schœne wîp. Nib. 804, 2 . nhd. das wasser ertrüben.

vertrüben

DWB

vertrüben , v. , mnl. verdroeven. 1 1) glänzendes, strahlendes trübe machen oder erscheinen lassen, mhd.: ob in ( den stern ) die wolken hab…