Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Trottel m.
Trottel m.
Trottel m. ‘schwachsinniger Mensch’. In der 1. Hälfte des 19. Jhs. wird die in den Alpen geläufige bair.-öst. Bezeichnung für ‘mißgestalteter Schwachsinniger, an Kretinismus Leidender’ in die Literatursprache übernommen; ihre Verwendung wird bald erweitert zu ‘einfältiger, willensschwacher, ungeschickter Mensch’ (2. Hälfte 19. Jh.). Die Etymologie ist unklar. Nach dem unbeholfenen, schwerfälligen Gang solcher Personen zu trotteln, trotten (s. d., wie Trampel zu trampeln, s. d.)? Vgl. schweiz. (Basel) Drotli ‘langsamer Mensch’.