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totsch

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 6 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

totsch m.

Bd. 21, Sp. 914
totsch, m. , seltener f.; onomatopoetischen ursprungs: nebenform zu datsch-tatsch, tasche; vgl. klatsch-klitsch, klan(t)sch-klun(t)sch oder patsch(e). ursprüngliche, aber nicht mehr belegte bedeutung: klatschender schall oder schlag, vgl. dötschkappe = schallender schlag th. 2, 1313; totschrose = klatschrose (sie erzeugt beim aufklatschen auf die hand einen schnalzenden ton) Fischer schwäb. wb. 2, 298 und u. 1 sowie th. 2, 825 (datsch) und 11, 1, 160 (tatsch). totsch ist ein wort der umgangssprache und der maa., das nur selten in die schriftsprache eindringt und schon im ma. in abgeleiteter bedeutung begegnet, s. u. heute bes. im obd., aber auch md. bis ins nd. hinein verbreitet mit mannigfacher vocal- und consonantengebung; vgl. Schmeller-Fr. 1, 557 f.; Schöpf tirol. 81; Unger-Khull steir. 163a; Schachterl seltene ausdr. der Böhmerwald-ma. 39; Seiler Basel. 82a; Hunziker Aarg. 57; Martin-Lienhart 2, 732 f.; Schmidt Straszbg. 27a; Follmann lothr. 97; Fischer schwäb. 2, 296 f.; Autenrieth pfälz. 35 und 141; Schön Saarbrück. 48b u. 210b; Luxbg. ma. 440a; Kehrein Nassau (1862) 406; Vilmar Kurhessen 414; Hönig Köln. 36a; rhein. wb. 1, 1426; Schambach Göttingen 43b. 11) activisch, nur f.: die hand (d. i. die schlagende) in der Pfalz (dōtsch); im Saarbr. land und Nassau (tôtsch) und hier bes. linkstotsch; die dotsche = grosze, plumpe hand s. rhein. wb. 1, 1426. 22) passivisch: das geschlagene, dabei nieder- oder eingedrückte, d. i. 2@aa) die durch schlag oder stosz entstandene höhlung in einem weichen gegenstand, beule: lothr. (die totsch) vgl.totschnase i. schwäb. (platte nase). 2@bb) schaum der geschmolzenen butter s. th. 2, 1313 und Fischer schwäb. (der tötsch). 2@cc) flacher kuchen u. ä., bes. in den westlichen maa., so als die totsch lothr., die teitsch und tötsch schwäb. (für torte), dort auch für eingeschlagene eier; brei von äpfeln, kartoffeln u. s. w. im pfälz.; nasser mehl- und kartoffelsterz im Böhmerwald; auch wie klitsch und klantsch, das miszratene, nicht aufgegangene, 'niedergeschlagene' (rhein.) backwerk. schon frühnhd. Götze gloss. 53a; rhein., els. und schwäb.; vgl. dutsch rhein. wb. 'breitgedrückter kuchen'; im schwäb. totschbeck, totscher spottnamen für den bäcker. 2@dd) übertragen: platt aufliegende kappe schwäb.; schlafhaube lothr. (die totz); kopfring, um lasten darauf zu tragen lothr. (die totsch); haarwulst, aufgebundene haare der frauen lothr.; sogar dickes huhn rhein.; vgl. ebda dotschebirne sehr dicke birne, die sehr rasch weich wird. 33) verächtlich, vom plumpen, ungeschickten, beschränkten menschen. bereits spätmhd. bezeugt: lacht, greint und singt ein wenig leis, ir kelber, tortschen (l. totschen) und maulaffen! fastnachtsp. 478, 16 Keller; vgl. der totzer Mich. Beheim 10 ged. 3, 39 Karajan; belege aus Balde und H. Sachs s. th. 2, 1313; der dötsch = tölpel, dötschenkarren s. th. 2, 1313; jetzt in Tirol (detsch), Steiermark (der tosch als schimpfwort), Els., Basel, Schwaben (auch tōtsch, detsch), Rheinld. und Kurhess. (tötz m.); bes. vom ungeschickten, plauderhaften, einfältigen weib (südwestd., die dotsch und däutsch els., die totz lothr.) — auch als adj. verwandt: detsch sein = erdrückt, todt sein Schöpf; detsch, dötsch = albern, einfältig Schambach — sogar abstract für 'fehler' im schwäb. (tötsch, m.). —
3357 Zeichen · 115 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    totschm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    totsch m. dicke, plumpe u. ungeschickte person Fasn. 478,16. vgl. tortsche, totzer u. Dwb. 2,1213. 15. Schm. Fr. 1,557.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    totschm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    totsch , m. , seltener f.; onomatopoetischen ursprungs: nebenform zu datsch-tatsch, tasche; vgl. klatsch-klitsch, klan(t…

  3. modern
    Dialekt
    Totsch

    Schweizerisches Idiotikon · +4 Parallelbelege

    Totsch Band 13, Spalte 1680 Totsch (I) 13,1680

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit totsch

73 Bildungen · 52 Erstglied · 20 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von totsch 2 Komponenten

tot+sch

totsch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

totsch‑ als Erstglied (30 von 52)

Totsch II

Idiotikon

Totsch II Band 13, Spalte 2166 Totsch II 13,2166

Totsch III

Idiotikon

Totsch III Band 13, Spalte 2171 Totsch III 13,2171

totschaffen

PfWB

totsch·affen

tot-schaffen schw. : sich t. 'sich zu Tode arbeiten', sich dotschaffe [verbr.]. Der schafft sich net dot, von einem Bequemen [verbr.]. 's gi…

totschaskenen

PfWB

tot·schaskenen

tot-schaskenen schw. : = PfWB totsaufen ; sich dotschasgene [ KU-Schmittw/O ]; vgl. PfWB beschaskeln . Zu rotw. schaskenen, Wolf Nr. 4821.

totschelig

RhWB

totschelig Bitb-Ernzen , Daun-Tettschd , Sieg-Ägid Adj.: unbeholfen dick u. nicht fest auf den Beinen; en t. Wif; t. gohn.

totscheln

RhWB

totsch·eln

totscheln -- schw.: 1. herumtasten Meis-Merxh , Neuw-Altwied Dernb , auch etwas bet. — 2. tauschen, von Kindern Kobl-Stdt ; s. titscheln, —…

totschen

DWB

tot·schen

totschen , vb. , totsch machen oder sein. 1) activisch. ( nieder-, ein- ) drücken, mit flacher hand schlagen Schmeller-Fr. 1, 555 ; Follmann…

totscheⁿ I

Idiotikon

totscheⁿ I Band 13, Spalte 2170 totscheⁿ I 13,2170

totscheⁿ II

Idiotikon

totscheⁿ II Band 13, Spalte 2172 totscheⁿ II 13,2172

Totscheⁿtrager

Idiotikon

Totscheⁿtrager Band 14, Spalte 592 Totscheⁿtrager 14,592

totschgeⁿ I

Idiotikon

totschgeⁿ I Band 13, Spalte 2170 totschgeⁿ I 13,2170

totschgeⁿ II

Idiotikon

totschgeⁿ II Band 13, Spalte 2172 totschgeⁿ II 13,2172

Totschi I

Idiotikon

Totschi I Band 13, Spalte 2171 Totschi I 13,2171

Totschi II

Idiotikon

Totschi II Band 13, Spalte 2171 Totschi II 13,2171

totschieben

PfWB

tot·schieben

tot-schieben st. : bes. Ausdruck beim Kegelspiel, dotschiewe [LU-Opp u. Umg.]; vgl. PfWB totkegeln . BadWB Bad. I 514 Z. 34. —

totschießen

DRW

tot·schießen

totschießen, v. mit einer Schusswaffe töten; ua. als Straftat, als Form der Todesstrafe he hefft etlike van syneme volke naket laten in de e…

totschig

DWB

totschig , adj. 1) teigig, speckig Fischer schwäb. wb. 2, 297 ; unansehnlich, miszraten vom gebäck Martin-Lienhart 2, 733 a ; vgl. datschet,…

Totsch II

RhWB

Totsch II -o- = Stoss s. Tutsch bei tutschen;

totsch als Zweitglied (20 von 20)

Aroneⁿtotsch

Idiotikon

Aroneⁿtotsch Band 13, Spalte 2169 Aroneⁿtotsch 13,2169

Chirsitotsch

Idiotikon

Chirsitotsch Band 13, Spalte 2170 Chirsitotsch 13,2170

Cholbeⁿtotsch

Idiotikon

Cholbeⁿtotsch Band 13, Spalte 2169 Cholbeⁿtotsch 13,2169

Guggitotsch

Idiotikon

Guggitotsch Band 13, Spalte 2172 Guggitotsch 13,2172

Haghūritotsch

Idiotikon

Haghūritotsch Band 13, Spalte 2169 Haghūritotsch 13,2169

Happtotsch

RhWB

happ·totsch

Happ-totsch hapəttš Dür-Langerwehe f.: schwerfälliges, dickes, watscheliges Weib.

Hülpitotsch

Idiotikon

Hülpitotsch Band 14, Spalte 1564 Hülpitotsch -tütsch 14,1564

Hūseltotsch

Idiotikon

Hūseltotsch Band 13, Spalte 2169 Hūseltotsch 13,2169

Lumpeⁿtotsch

Idiotikon

Lumpeⁿtotsch Band 13, Spalte 2170 Lumpeⁿtotsch 13,2170

Mämmitotsch

Idiotikon

Mämmitotsch Band 13, Spalte 2170 Mämmitotsch 13,2170

Mël(w)totsch

Idiotikon

Mël(w)totsch Band 13, Spalte 2170 Mël(w)totsch 13,2170

Pfanneⁿtotsch

Idiotikon

Pfanneⁿtotsch Band 13, Spalte 2170 Pfanneⁿtotsch 13,2170

Pfanntotsch

Idiotikon

Pfanntotsch Band 13, Spalte 2170 Pfanntotsch 13,2170

Stüpfitotsch

Idiotikon

Stüpfitotsch Band 13, Spalte 2172 Stüpfitotsch 13,2172

Ableitungen von totsch (1 von 1)

Totsche

BWB

Totsche Band 3, Spalte 3,1294f.