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Thauen

nhd. bis sprichw. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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5 in 4 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Thauen v., ntr, trs

Bd. 4, Sp. 802b
Thauen, v. I) ntr. mit haben, gewöhnlich drittpersönlich. 1) Von zarten Dünsten, sich an Pflanzen und andere Körper anlegen. Es hat diese Nacht gethauet. »Es muß weder thauen noch regnen.« 2 Sam. 1, 21. Uneigentlich und dichterisch, von andern Flüssigkeiten, sanft hervordringen und herabrinnen. Wo thauen keine Thränen Auf Mirten der Liebe? Matthisson. 2) Von gefrorenen Feuchtigkeiten, von der Wärme der Sonne und der durch sie erwärmten Luft, oder von anderer Wärme, anfangen zu zergehen und aufgelöset zu werden. Es thauet. Es wird thauen. Der Schnee, das Eis thauet von den Dächern  II) △ trs. Thau hervordringen lassen, wie auch, nach der gemeinen Meinung, Thau fallen lassen. »So touuon himila.« Notker. Da stat nu gruener kle Er touwet an dem morgen. Heinrich von Veldig. »Mich entzückt der thauende Morgen.« Geßner. Überall, wo Wolken thauen. G. Jacobi. Dann, gleich einem Thaue fallen lassen. »Thaue einige meiner Tropfen auf den Odemlosen.« Benzel=Sternau. Uneigentlich, ◬ wie einen Thau sanft hervordringen, herabrinnen, herabfallen und überhaupt entstehen lassen. Die mir süße Wehmuth thauten, Früh= und Spatroth, lebet wohl! Kosegarten. (R.) — — wenn der Mond Auf uns Gedanken thauet. Ders. (R.) O thaue, Mädchen, thaue doch Ein Tröpfchen Gunst darauf. Blumauer. D. Thauen.
1301 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Thauen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Thauen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und unpersönlich am üblichsten ist. Es kommt in einer …

  2. Sprichwörter
    Thauen

    Wander (Sprichwörter)

    Thauen Wenn es thaut, so kommt an Tag, was unterm Schnee verborgen lag. – Simrock, 10246.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit thauen

8 Bildungen · 0 Erstglied · 4 Zweitglied · 4 Ableitungen

thauen als Zweitglied (4 von 4)

aufthauen

DWB

auf·thauen

aufthauen , in doppeltem sinn, 1 1) intransitiv regelari, liquefieri, nnl. opdooijen, ( vgl. aufleunen): das eis, der schnee thaut auf; es t…

bethauen

DWB

bet·hauen

bethauen , irrorari, irrorare, humectare, mhd. betouwen. 1 1) intransitiv, mhd. wie mac in den ouwen iemer bluot betouwen. MSH. 2, 317 b ; h…

durchthauen

DWB

durch·thauen

durchthauen , 1 1. das gefrorene völlig durch wärme auflösen, flüssig machen, wie das transitive aufthauen. unpersönlich, es hat noch nicht …

tothauen

DRW

tot·hauen

tothauen, v. erschlagen, totschlagen (I) [Totenschauprotokoll:] heiduk, 26 jahre, todtgehaut 1666 JbWien 14 (1958) 143 ein frembder jud von …

Ableitungen von thauen (4 von 4)

bethauen

DWB

bethauen , irrorari, irrorare, humectare, mhd. betouwen. 1 1) intransitiv, mhd. wie mac in den ouwen iemer bluot betouwen. MSH. 2, 317 b ; h…

entthauen

DWB

entthauen , regelari, solvi, thauend entflieszen: die thränen, die den wimpern mir entthauen. Wh. Humboldt 7, 441 , nachlässig oder geziert …

verthauen

DWB

verthauen , verb. 1 1) intrans. zu 2 thauen ( th. 11 1 , 327). vgl. mnl. verdooyen Verdam 618 b . verstärktes thauen, ' schmelzen, sich aufl…

zerthauen

DWB

zerthauen , verb. , zu thauen ( th. 11, 1, 326), gleich auf- (1, 756), 1) intrans.: ( ein ) schneeberg ..., der ... zu z. ... angefangen Loh…