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taub

nhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

taub adj.

Bd. 21, Sp. 162
taub, adj. goth. daubs, ahd. toub doub, mhd. toup toub; altn. douf, mnd. dôf, altn. daufr, ags. deáf aus derselben wurzel wie tob (toben) und dumm. vgl. gramm. 2, 19. Schade2 947b. Kluge4 351b. Feist nr. 118. taub drückt im allgemeinen ein stumpfsein oder abgestorbensein der sinne oder eines sinnes aus, worauf die verschiedenen, nicht immer genau auseinanderzuhaltenden bedeutungen zurückzuführen sind. 11) nicht hören könnend, gehörlos; im engeren sinne nicht hörend oder nicht hören und verstehen wollend (verstockt), surdus, surdaster Dief. 568c; in den oberd. mundarten ist das wort in dieser bedeutung nicht üblich, sie gebrauchen dafür thör, thöricht, thörisch (vgl. 3), s. Schm.2 1, 579. Lexer kärnt. wb. 65. vgl.dumm 5. Zunächst nachweisbar ist im goth. Marc. 8, 17 (und nur an dieser stelle kommt das wort vor, während sonst für die begriffe taub und stumm das adj. bauþs gebraucht wird) die engere bedeutung von verstockt, verblendet (griech. πεπωρωμένος, lat. caecatus): unte daubata habaiþ hairtô iʒvar (plint cod. Tepl., verblendet bibel von 1487, verstarret Luther); ahd. thû toubo inti stummo geist (surde et mute spiritus). Tatian 92, 6; thô brâhtun zi imo touban inti stumman (surdum et mutum). 86, 1; blinte joh ouh doube ... ouh thara zi imo quâmun. Otfrid 3, 9, 7; mhd. wær wir alle blint oder toup. Parz. 290, 20; nhd. so doch taub und stum sein seint natürlich bei einander. Keisersb. pred. 58b; er hat die tauben gemacht hören. post. 3, 73b; der dem touben sein oren uffthet. 74b; du solt dem touben nicht fluchen. 3 Mos. 19, 14; du sprachloser und tauber (ungehörender cod. Tepl.) geist. Marc. 9, 25; die tauben macht er hörend. 7, 37; las erfur treten die tauben (die gottes wort nicht hören wollen), die doch ohren haben. Jes. 43, 8; aber er sagt hiemit dem dauben ain merlin, wie man spricht. Zimm. chron.2 3, 141, 16; taub gebohren sein. Butschky Patm. 698 (481); so lud vor einen tauben richter ein tauber einen tauben vor. Hagedorn 2, 144; der ton (einer säge), welcher auch den taubsten erwecken kann. Immermann Münchh. 2, 80; (er wird) alle hart verstockten tauben seines lieben worts berauben. Ringwald l. w. 335; taube ohren (taub an den ohren), die nicht hören, oder die nicht hören und verstehen wollen: mhd. diu touben ôren er entslôʒ. Diemer ged. des 11. u. 12. jh. 325, 6; den stummen unde den tôren mit den touben ôren ... pin ich pildende. Milstätter exod. 129, 29; si darbent alle der gesiht und sint ouch an den ôren toub. Konrad Silv. 2196; nhd. die oren taub von sausen. Gryphius trauersp. 292 P.; die zeisige haben das ohr mir taub gezwitschert. Klopstock od., krit. ausg. 2, 4; leute, die, taub an dem zweiten ohre, alles nur mit halbem hörten. J. Paul flegelj. 1, 32; der höchste, wenn er schlägt, hat oft ein taubes ohr, doch iederzeit ein herz, das unsre streiche fühlet. Günther 814; das ohr der majestät ist selten taub: nur unsere stimme meist zu schwach bis dahinauf zu reichen. Göthe 10, 60; vergebens such ich ihn zurück zu halten, sein ohr ist taub, er hört nur seinen schmerz. Schiller 13, 452 (Turandot 4, 3); tauben ohren predigen, singen, s.ohr III, 1, d; einem tauben ein lied singen, eine vergebliche arbeit thun Eyering 2, 48. 193. Übertragen auf dinge und abstractionen: soll ich mein liebes-klagen nur tauben lüften sagen? Stoppe ged. 2, 48; ach! wem vertrau ich diesen jammer? der freien luft, der tauben kammer? Günther 1177; schon hab ichs (meinen jammer) tauben felsenwänden zugewinselt, aber ein holer wiederhall äffte meine klagen nur nach. Schiller 2, 167 (räuber, schausp. 2, 5); zum tauben himmel fleht ihr glühend ange sicht. 6, 366; murren wider ein taubes ohngefähr, wider einen blinden zufall. Lessing 1, 400; so legt die taube noth ein doppelt laster mit ehrner hand mir auf. Göthe 9, 71 (Iphig. 1707 Weim.); sinnlich und verstockt, ins gegenwärtige verschlossen, fühlt der mensch das nächste wohl, das nächste weh, und liebe selbst ist in der ferne taub. 9, 317 (nat. tochter 1469 Weim.); oft sind mir selbst die züge der liebsten freundschaft todte buchstaben, wenn mein herz blind und taub ist. br. 343 (2, 274) Weim.; die mit taubem herzen ihn fragen. Schiller 11, 189; mit dem dativ der person: Agrippina. lasz mein flehn, die thränen dich bewegen, sei nicht taub der hülfsbedürft'gen. Tieck 3, 341. Das, worauf man nicht hört und achtet, steht im dativ oder ist präpositional gefügt: mhd. er was maneger rede toup, die man rette wider in, sô sêre betruobet was sîn sin. Eraclius 3028 Graef; nhd. er wird dem beifall taub, den das gewissen giebt. Hagedorn 1, 45; taub dem sanften falle des baches. Klopstock Mess. 17, 379; (er war) taub seinem strafgericht. Wieland der neue Amadis 3, 19; sei ihrer bitte taub! Gotter 2, 180; ob sie, jeder bitte taub, freveln soll an ihrem volke. Platen 1, 142; dem frieden taub, berennt mit scharfem stahl er die entschloszne brust Mercutios. Schlegel Romeo u. Julia 3, 1; unerbittlich, wie sie (die kerkerwände) stehen taub und stumm bei allem flehen. Göthe 10, 567 H.; dann wirft der für alles flehen taube tod auf uns die faust. Brockes 9, 570; nur in Plutons grausen landen hätten mit der brust von erz, taub für lust und taub für schmerz, unholdinnen widerstanden. Bürger 73b; er ist ein mensch, er kann nicht taub für menschheit sein. Gotter 2, 432; wäre dein ohr nicht für die wahrheit taub. Göthe 39, 343; ein jeder schlägt und wird geschlagen, und für's commando bleibt man taub. 41, 12 (Faust 4814 Weim.); (er ist) für unser bitten taub. Platen 1, 144; der gegen alles flehentliche bitten taub gewesen ist. Mendelssohn an Lessing 13, 16; wenn auch euer herz gegen alle edle empfindungen taub wäre. Klinger 4, 27; (du zwingst mich,) dasz ich taub gegen alles schicksal werde. Göthe 8, 289; taub gegen die wiederholten befehle des kaisers, blieb Wallenstein müszig in Böhmen stehen. Schiller 8, 264; taub zu schon mhd.: ist, daʒ biʒ her ûwer ôrn toub wârn zû gotis stimme. Schönbach altd. pred. 1, 296, 11; zû allen disen dingen weset toub. 32, 15; nhd. mein sinn, zur freude taub, von unglück dumm getroffen. Haller 180 Hirzel; er war zu unsrer bitte taub. Lessing 2, 196 (Nathan 1, 1); doch unser schalk vor freude war taub zu ihrem leide. Bürger (1778) 142. 22) ohne gefühl und empfindung, betäubt, dumpf, vgl. dumm 2: mhd. dan hân ich getrunken und geʒʒen, biʒ ich mîn selbes hân vergeʒʒen. waʒ bringest du aber wider? toubeʒ houbet und müede glider. Renner 9637; nhd. es ist mir wieder so taub vorm sinn, so gar dumpf. Klinger theater 2, 270; tauber fusz u. dergl., der eingeschlafen ist; bair. matt, still, niedergeschlagen (zunächst vom vieh) Schm.2 1, 579. 33) nichts empfindend oder denkend, stumpfsinnig, närrisch, dumm, absonus Dief. 5b, vgl.dumm 1: mhd. ir wunne macht mich touben, daʒ mir sinne brist. Hadloub 30, 13 Bartsch; des wâren sîne sinne toup. Konrad tr. krieg 21333; er lieʒ alsam ein toubeʒ huon daʒ waʒʒer vallen von der hant. Engelh. 1978; swer des niht merket, derst toub und unfruot. Lichtenstein 408, 5; tôrscher touber esel. U. v. Langenstein Mart. 150, 74; frühnhd. taube narren. Meisterlin 87, 16; der kaiser lacht des tauben mans. 27, 28; wortspielend: und wer er nicht vil tauber gewesen als alle dauben, die wir essen. Fischart 2, 276, 32 Kurz. taub an: mhd. er ist an allen sinnen toup. buch der rügen 795; sô was ich an den witzen toup. Parz. 475, 6; die wilden junges muotes an der bescheidenheite sint sô toup und alsô rehte blint, daʒ guotiu rede und edel sanc si dunket leider alze kranc. Konrad tr. krieg 144. mundartlich schwer begreifend, dumm, einfältig (vgl. thöricht, thörisch) Schm.2 1, 579. Spiesz henneb. idiot. 252. 44) adj. und adv., unsinnig, närrisch, toll, tobend, wütend, zornig, amens, insanus Maaler 399a. Stalder 1, 291. Schm. a. a. o., vgl. dumm 4: von seinem (des teufels) gewalt so wert ir taub. Kummer Erlauer spiele 5, 403; ir machtend mich sunst toub im houpt. N. Manuel Elsli v. 210; singen und lesen tag und nacht hat mich und ander schier toub gemacht. todtentanz 30; man bindt ein touben nun (nur) darumb, das nit gröszer schad von im kumb. rychstag 859; der ist in einer krankheit taub (wahnsinnig) worden. Paracelsus 1, 650a; in tauber weisz, furiose Maaler 399b; einen taub machen, aliquem in furorem agere Aler 1874b; also das sie den burgenmeister schier taub machten. Wickram rollw. 50, 22 Kurz; da er so daub und tobend rüffet. Fischart Garg. 106b; noch schreien sie so daub und doll. Domin. 3843; ein douber (toller) hundt. S. Brant 95, 51; ein gans, von einem tobenden hund gebissen, wird nit taub. Heuslin Gesners vogelbuch 56b (wird nicht tobend Horst 129); und das jung füllen zuletzt anfängt, wild und taub hinten auszuschlagen. Toggenburg 79; schau an ... des tauben (wilden) meeres wogen. Gryphius trauersp. 714 P.; der natur unbänd'ge taube kräfte (später tobende elemente). Göthe 11, 258, doch kann diesz beispiel auch zu 1 (übertragen) gehören. 55) tobend und dadurch betäubend: hört man so wildes knallen und taubes donnern nicht. Tscherning (1642) 138; tauber lärm erfüllet weit des himmels raum. E. v. Kleist 2, 70; ein tauber schmerz sasz in meinem herzen und dehnte sich immer weiter und weiter aus, als wenn er das herz und die brust zersprengen wollte. Tieck 7, 295. 66) was nicht oder worin nichts empfunden oder wahrgenommen wird: abgestumpft, abgestorben, verdorben, inhaltlos, gehaltlos, unfruchtbar, leer, hohl, öde, wertlos, nichtig. vgl. dumm 8. 6@aa) von sachen: mhd. dane sihe ich ie nimêre niwan ein toup (ödes) gevilde und wüeste unde wilde. Trist. 2505; sô wirt von ir (nachtigall) daʒ toube gevilde lûte erschellet. Konrad troj. krieg 198; die tôten von den orsen risen als ab den boumen gelweʒ loup, daʒ dürre ist worden unde toup. 12526; swâ ê lac vil toup diu heide. minnes. 1, 112b; (es) vert durch manigen touben walt. 3, 49a; dâ wâren toube wînreben. passional 184, 61; miltou grüeneʒ loup machet toup. Frauenlob frauenleich 13, 3; er sach an ainem halm ... süben clainiu und toubiu äher (dürre ehren 1 Mos. 41, 23). Grieshaber pred. 1, 98; toubes holz weisth. 4, 106 (15. jahrh.), vgl.taubholz; nhd. Zacheus stig auf einen touben (unfruchtbaren, wilden) feigbaum. Keisersberg pred. 142a; davon das korn .. taub und leichte ward. V. Rudolph zeitbüchlein (Erfurt 1586) Q 3b; wie die ledigen hülsen oder taube nüsse (s.nusz I, 1). Luther 6, 53a; so achtete ich hochachtung oder geringschätzung ... meiner zeitgenossen nicht eine taube nusz. Wieland Mercks briefs. 1, 161; gleichwol galt es (das spiel) keine taube nusz. Lessing 2, 258 (Nathan 2, 8); ein menschenfeindlicher vater erzeugt sich gewiss eine taube hülse in seinem sohn. Thümmel reise 1 (1791), 75; sie lesen jetzt nur dürftig nach, und sammeln taube früchte. Sturz 1, 97; taube eier, taubes korn, taube ähre, tauber hafer gerste u. s. w. Stieler 2261 f. Rädlein 868b. Frisch 2, 363b, taube blüthen J. Paul 40, 95 (bisweilen verkümmern staubfäden, griffel und samen und dann sind es taube blüthen, flores neutri. Oken 3, 713); sich die tauben haare ausraufen. 5, 12; taube nessel, die nicht brennt, s. nessel 2; bergmännisch taubes gebirge, taubes erz u. s. w., das keine nutzbaren mineralien enthält, unhaltig ist Veith 488 f.: und zeug es (das kupfererz) in einem sichertrog zu schlich, das sich das taube und leichte gebürg (gestein) vom reinen schlich und kupfererz abscheide. Erker 95b; solche taube oder leere arten (kobalt u. a.) Mathesius Sar. 25b; ein gottlose stadt ... die ist ein haufen tauber schlacken. 101b; der quarz des flötzes ist durchaus taub. Göthe 51, 109; taubes gestein 114. 27, 27; wir haben so tief in das wesen der dinge geforscht, dasz wir endlich auf tauben sand gerathen sind. Sturz 1, 199; dieser öde (genetiv) tauber flugsand. Immermann schriften 4, 385; die erze ... sich verstecken in tauben kiesz. Rückert 1, 167. von klang, farbe, glanz: taube stimm, vox rauca Aler 1874a; taubes wetterleuchten (ohne donner) J. Paul Tit. 2, 240; er schaute noch immer mit tauben (glanzlosen, matten) augen nach der höhe. flegelj. 1, 78; nicht diesen finstern tauben blick der muthlosigkeit. Lenz 1, 221; öd, einsam, taub ists droben über den sternen. Schiller 2, 181 (räub., schausp. 5, 1). 6@bb) von abstractionen: mhd. zur werlde nam er urloub, wande ime was ir liebe toub (erloschen, abgestorben). passional 143, 59 Hahn; des wart der cristnen vroude toub. Jeroschin 3944; wand al ir trûren was nû toub. 8151; nhd. bisz der tolle schandenwinkel (die erde), drinnen blinder willen herrscht und ein tauber eigendünkel, fühlt den letzten donnerschlag. Logau 1, 8, 61 v. 22; es seind lauter taube händel und blaue endten. Aler 1874b; die unfruchtbarkeit der tauben gegenwart. J. Paul flegelj. 1, 144; ich halt zwar, das ein solcher glaub ist nur ein laut, gantz öd und taub wie eine nusz, welch der wurm gestochen. Waldis Es. 4, 46, 42.
13001 Zeichen · 330 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Taub

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Taub , -er -este, adj. & adv. ein in einer doppelten Hauptbedeutung übliches Wort. 1. * Tou, unsinnig; eine veraltete Be…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    taub

    Goethe-Wörterbuch

    taub [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Taub

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Taub , von Gesteinen, soviel wie keine nutzbaren Mineralien enthaltend, unhaltig; s. Gang , S. 316.

  4. modern
    Dialekt
    Taub

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Taub Band 3, Spalte 3,1330f.

  5. Sprichwörter
    Taub

    Wander (Sprichwörter)

    Taub 1. Besser taub als blind. Manche werden das Gegentheil behaupten. Dän. : Den døfne hører noget, den blinde seer int…

  6. Spezial
    taubadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    taub , adj глухой , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taub

523 Bildungen · 445 Erstglied · 73 Zweitglied · 5 Ableitungen

taub‑ als Erstglied (30 von 445)

Taubel

SHW

Taub-el Band 1, Spalte 1419-1420

Taubert

SHW

Taub-ert Band 1, Spalte 1423-1424

Taubesel

SHW

Taub-esel Band 1, Spalte 1423-1424

Taubhaus

SHW

Taub-haus Band 1, Spalte 1423-1424

Taubnessel

SHW

Taub-nessel Band 1, Spalte 1423-1424

Taubochse

SHW

Taub-ochse Band 1, Spalte 1423-1424

Taubohr

SHW

Taub-ohr Band 1, Spalte 1423-1424

taubstumm

SHW

taub-stumm Band 1, Spalte 1423-1424

tauböhrig

SHW

taub-öhrig Band 1, Spalte 1423-1424

Taubach

Wander

taub·ach

Taubach Er ist aus Taubach. – Germania, VII, 236. In der Umgegend von Weimar, um zu sagen: er ist taub. Taubach ist ein 1 1 / 4 Stunde von d…

taubacken

MeckWB

taub·acken

taubacken 1. (Kuchen) fertig, reichlich backen: Schultenmudder ... hadd taubackt, dor hadd sei ... drei ... Hochtiden mit utstüern künnt Sti…

taubängen

MeckWB

taubängen refl. sich heftig anstrengen, abmühen: ein kleiner Junge hett sick dorbi (beim Schließen der Tür) taubäng't Schö Schlagsd .

taubäuten

MeckWB

taubäuten toböten 1. a. Spr. (Geld) zuschießen: 'entbrekt en, wi scolen toboten und den scaden genzliken weder legghen' (1362) UB. 15, 234; …

tauballern

MeckWB

tau·ballern

tauballern mit heftigem Knall zuschlagen: man sall kein Dören tauballern, wenn man Brot backt, süs ward dat Brot slipig Ha Gamm .

taubargen

MeckWB

taub·argen

taubargen refl. sich eilig in Sicherheit bringen: Barg to juch all' von unnern, Dat Lot kümmt dal to dunnern (im Gesang der Matrosen beim Au…

Taubaud'

MeckWB

Taubaud' f. Bude, in der Taue aufbewahrt wurden: de Taubaud' wir dor, wo nu dat Lootsenamt is (1927) Ro Warn ; vgl. Tauhus 1 und F. Barn. Wa…

taubbeere

DWB

taub·beere

taubbeere , f. , auch taubenbeere, die blaue heidelbeere ( eine lieblingsspeise der wildtauben ) Schm. 2 1, 580, taubenbeere Nemnich 2, 1176…

taubblind

DWB

taub·blind

taubblind , adj. taub und blind, vergl. taubstumm: vergangenheit und zukunft aber .. wollt ihr gar nicht anhören und heranlassen, um nur tau…

Taubdistel

RhWB

taub·distel

Taub-distel dābdišdəl Kreuzn-Waldalgesh ; dāfdisdəl Kobl-Vallendar f.: Brachdistel.

Taubdung

RhWB

taub·dung

Taub-dung df- Bernk-Neumag m.: in der RA.: Lofd., D. Laubdünger ist nicht viel wert.

Taube, Bernhard

Meyers

taube·bernhard

Taube, Bernhard , Freiherr , schwed. Historiker, geb. 4. März 1834 auf Lidhem (Småland), war 1858–99 im Stockholmer Reichsarchiv tätig, zule…

Taube (der)

Wander

taub·eder

Taube (der) 1. An des Tauben Thor muss man stark klopfen. – Altmann VI, 439. 2. Bei Tauben verlieren Ohrenbläser den Athem umsonst. 3. Dem T…

Taube (die)

Wander

taube·die

Taube (die) 1. A brâset Düüwen kem eg uun a Müüs fle'n ( Amrum. ) – Haupt, VIII, 359, 135. Die gebratenen Tauben kommen nicht in den Mund ge…

taub als Zweitglied (30 von 73)

Bei(n)staub

Idiotikon

Bei(n)staub Band 10, Spalte 1072 Bei(n)staub 10,1072

Blueme(n)staub

Idiotikon

Blueme(n)staub Band 10, Spalte 1071 Blueme(n)staub 10,1071

blumenstaub

DWB

blumen·staub

blumenstaub , m. pollen, über den blumenstaub wolwollender feinheiten. J. Paul Hesp. 3, 227 ; was uns schwefelregen der strafe und hölle sch…

bombeⁿtaub

Idiotikon

bombeⁿtaub Band 12, Spalte 83 bombeⁿtaub 12,83

Bëttelstaub

Idiotikon

Bëttelstaub Band 10, Spalte 1071 Bëttelstaub 10,1071

chatztaub

Idiotikon

chatztaub Band 12, Spalte 82 chatztaub 12,82

chrǖztaub

Idiotikon

chrǖztaub Band 12, Spalte 82 chrǖztaub 12,82

chätzerstaub

Idiotikon

chätzerstaub Band 12, Spalte 82 chätzerstaub 12,82

Chüestaub

Idiotikon

Chüestaub Band 10, Spalte 1070 Chüestaub 10,1070

chürbstaub

Idiotikon

chürbstaub Band 12, Spalte 82 chürbstaub 12,82

Chǟsstaub

Idiotikon

Chǟsstaub Band 10, Spalte 1070 Chǟsstaub 10,1070

darrenstaub

DWB

darren·staub

darrenstaub , m. staub und spreu, die in den brauereien von dem fertigen malz vor dem schroten durch sieben abgesondert werden.

drescherstaub

DWB

drescher·staub

drescherstaub , m. der beim dreschen auffliegt, spreu. denn der könig zu Syrien hatte sie umbgebracht und hatte sie gemacht wie drescherstau…

Eggenstaub

Wander

eggen·staub

Eggenstaub Eggenstaub und Winters Frost machen die Ackersleut getrost. – Oec. rur., 55.

Esel(s)staub

Idiotikon

Esel(s)staub Band 10, Spalte 1070 Esel(s)staub 10,1070

federstaub

DWB

feder·staub

federstaub , m. von stiebenden federn. auch die feinsten pflaumfedern heiszen so.

feilstaub

DWB

feil·staub

feilstaub , m. dasselbe: die eingeführte schreibregel, nicht zu feilen, sondern den ganzen aufwand von feilstaub und zeit zu ersparen. J. P.…

Fielstaub

Idiotikon

Fielstaub Band 10, Spalte 1070 Fielstaub 10,1070

Finke(n)staub

Idiotikon

Finke(n)staub Band 10, Spalte 1070 Finke(n)staub 10,1070

fǖrtaub

Idiotikon

fǖrtaub Band 12, Spalte 82 fǖrtaub 12,82

G(e)staub

Idiotikon

G(e)staub Band 10, Spalte 1072 G(e)staub -äu- 10,1072

Goldstaub

Adelung

gold·staub

Der Goldstaub , des -es, plur. inus. ein in Staub oder unfühlbares Pulver verwandeltes Gold.

hagel(s)taub

Idiotikon

hagel(s)taub Band 12, Spalte 82 hagel(s)taub 12,82

Ableitungen von taub (5 von 5)

betauben

BWB

betauben Band 3, Spalte 3,1344f.

ertauben

DWB

ertauben , obsurdescere, stupore opprimi: mhd. ir rôter munt hât mich verwunt, daʒ ich in rëhter liebe bin ertoubet. MS. 1, 44 b ; nhd. die …

ERTAUBUNG

DWB2

ERTAUBUNG f. abl. von ertauben vb. 4 b. verlust der hörfähigkeit: 1926 eine komplikation .. wird in der schule auch in ihren folgeerscheinun…

taube

DWB

taube , f. columba, sowol männchen als weibchen; goth. dûbô ( in hraivadûbô turteltaube, eigentlich leichentaube; wegen des û s. gramm. 2, 1…

vertauben

DWB

vertauben , vertäuben , verb. , vom adj. taub gebildet. wie taub mit toben verwandt ist ( th. 11 1 , 162; Kluge etym. wb. 455 b ), so ist au…