Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
sûse swv.
1. sause. ahd. sûsju, susêm, -ôm Graff 6,282. guot zuo den sousunden ôren arzneib. D. 232. er sluoc sie mit der fûste, daʒ ir daʒ ôre sûste kchron. 74. d. daʒ ôr sûste ir lange Heinr. 3708. cod. suseste, ob sûseʒte? Pf. Germ. 5,501. — sô ist mîn wîn gelesen unde sûset wol mîn pfanne Walth. 34,35. sô seudet mein kessel und seusset mein pfannen Hadam. s. 192. recht als der ein glüend îsen borte in einen brunnen kalt, alsô eʒ sûset das. 356. — dâ die winde mugen brûsen, dieʒen unde sûsen Albr. 25,144. der luft seust in dem getwang Megb. 108,29. vor dem ertpidem daʒ ertreich oft seust und wispelt das. 108,23.
2. bewege mich sausend. diu wolken beginnent ûf brehen, grimme sûsen unde schehen warn. 1976. hôrte sûsen einen pfîl Pass. K. 531,60. der slange begunde zu dem orte krefteclîche brûsen, zu dem brunnen sûsen Albr. 8, 32. dur daʒ dar an dâ siuste der wâren lâchenîe geist troj. s. 171. c. er kam sûsend ûf die wal das. s. 162. c. gesûset komen das. 159. c. 198. b. 199. b. 255. b.
3. summe, singe leise. all säusend stimm machent slâfend, dar umb säusent die ammen irn kinden pei der wiegen Megb. 224,7.