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stuf

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
9 in 6 Wb.
Sprachstufen
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16

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

stuf

Bd. 6, Sp. 1020
Wossidia stuf flekt. stuw, stuben, -w- stumpf: stuhf abgestumpft N. Monschr. 4, 151b; stuw stumpf Mi 89a; sḍu·f glatt abgeschnitten, stumpf Jac. 1, 119 1. eig. ohne Spitze, gerade a. von Sachen: dei Wust is so stuf afsnäden WiWismar@PoelPoel; denn würd' stuf afbäten von 't Fleisch Steinh; Abfertigung, wenn sich Kinder beklagen, daß eine Scheibe Brot nicht gerade (nich stuf) ist: stuf snitt de Buer Hackels af SchwSchwerin@PinnowPinn; de Kittelslippen stuf afriten WaWaren@LudorfLud; de Dierns ehr Armels wiren stuf af RoRostock@Hohenfelde bei DoberanHohenfD; im Tanzreim: Ick will di den Rock stuf vör 'n Noors afsniden öft.; dat Hus wir (nach einem Hochwasser) stuf wegräten HaHagenow@RedefinRed; de Kopp (der Tabakpflanze) ward stuf afbraken WaWaren@JabelJab; hei hadd sei (eine Kette) ... stuw dörchhauen künnt Reut. 3, 418; ne stuw Nadel stumpfe, abgebrochene Nadel RoRostock@RibnitzRibn; obsz. penis in der Rda.: ick will di eens mit de stuw Nadel piken coire Ro; zum Winter warden de Stollen (an den Hufeisen) anscharpt, dat se nich so stuf sünd abgenutzt Ma; 'n stuben Bessen abgenutzter Besen, s. Bessen 2 (Bd. 1, 794); de Hahn an den stuwen (gedrungenem) Tuurn von de Hogen Hagensch Kirch Bri. 4, 199; uns' Kirchturm is so stuf bug't RoRostock@RibnitzRibn; stuben Gräwer breiter Spaten Jac. 1, 119; stuben Haut Hut der Binderin, so benannt wegen der abgeflachten (?) Kopfform WiWismar@Hohen ViechelnHViech; LuLudwigslust@WarlowWarl; Wo. Ernt. 8; Syn. Pierd'kopp 2; vgl. Stufhaut; dat stuf Enn' das Stoppelende der Garbe SchöSchönberg@GrevesmühlenGrev; WaWaren@SolzowSolz; beim Laden des Erntewagens werden die Garben hinner un vörn stuf leggt mit dem Stoppelende nach außen WiWismar@BäbelinBäb; dat Stroh ward stuf vör de Wand henleggt eng heran Wi; denn laden sei ierst den Meß an de Bräd' stuf hoch WaWaren@RogeezRog; Wetterregel: wenn de Rosenuurt (Landspitze zwischen RoRostock@WarnemündeWarn und Graal) so stuf steiht (infolge guter Sicht eckig umrissen erscheint), gifft 't hogen Wind RoRostock@WarnemündeWarn. b. von Körperteilen: 'So dat see (nach einem Hochzeitsmahl) negenmahl de stuven Finger lickten' (rundlich; 1711) Kohf. Hg. 9, 2; stuwe Näs' Stupsnase WiWismar@PoelPoel; Reut. 6, 352; ebenso: Kasper-Ohm ... höll den Kierl sin Ballastschüffel von Fuust unner sin oll stuw Bogspriet Bri. 2, 180; zur Kennzeichnung von Gösseln diente 'n stuben Hacken RoRostock@DrüsewitzDrüs; Ribn; Toit; 'n stuben Tehn ebda; ick heff mi de Wratt stuf wegsnäden glatt WaWaren@WredenhagenWred; 'die Haare waren hinten stauf abgeschnitten' Monschr. 3, 153; im Spottreim: Henning sin Schimmel is stuf vör 'n Noors StaStargard@CamminCamm; im Schäfergruß: Dreißig von de kortstümmeligen Stuf-vör-'n-Noors Schafe HaHagenow@VorderhagenVord; 'n stuben Hund ein Hund ohne Schwanz und Ohren in der Rda.: up eenen stuven Hund tho ryden kamen seiner unrichtigen Handlungen halber des Orts verwiesen werden Mantz. Ruh. 14, 74. 2. übertr. jäh: as he up 'n Barg kümmt, wo dat stuf dal geiht Schw; Jac. 1, 119; im Bastlösereim: Wenn 't man nich stuf von achter afglitt Wo. V. 4, 619; kurz: dat wir stuf dorvör Jac. 1, 119. — FN.: 'to einer stede geheten Stuve ecken' (LuLudwigslust@NeustadtNeust 1344) UB. 9, 605; Stubenhop, -horst. — Mnd. stûf. — Br. Wb. 4, 1075; Dä. 471b; Da. 215a; Kü. 3, 321; Me. 4, 917.
2985 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stûf

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    stûf- s. stief-.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stufN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    stuf , N. Vw.: s. stūf* (2)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    stufadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    stuf , adj. , in der gleichen bedeutung und anwendung wie stumpf, adj.; gleichen stammes wie 4 stufe, m., und dessen ent…

  4. modern
    Dialekt
    stuf

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    stuf flekt. stuw, stuben, -w- stumpf: stuhf abgestumpft N. Monschr. 4, 151 b ; stuw stumpf Mi 89 a ; sḍu·f glatt abgesch…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stuf

215 Bildungen · 210 Erstglied · 0 Zweitglied · 5 Ableitungen

stuf‑ als Erstglied (30 von 210)

stufada

LDWB1

stuf·ada

stufada [stu·fạ·da] f. (-des) Langeweile f. ▬ se dé na bela stufada sich schön langweilen.

stufamënt

LDWB1

stufa·ment

stufamënt [stu·fa·mënt] m.sg. 1 Überdruss m. 2 lästiges Zeug, langweiliges Einerlei.

stufan

LDWB1

stufan [stu·fạŋ] m. (-s) 1 Langweiler m. 2 be-schwerlicher/lästiger Mensch.

stufaria

LDWB1

stuf·aria

stufaria [stu·fa·rī·a] f.sg. Nüchternheit f., Überdruss m., Eintönigkeit f., Verdruss m., lästiges Zeug → monotonia, uniformité .

Stūfbō²m

WWB

stuf·bom

Stūf-bō²m m. [WMünsterl Rek] 1. gestutzter Baum (Eiche, Weide) ( WmWb ). — 2. Kopfweide.

stufe

FWB

1. ›Treppenstufe; Treppe; Stufe zu einem erhöhten Platz‹; mehrfach ütr.: ›Rangstufe‹; ›als Stufe gedachtes Hindernis auf dem Weg nach Höhere…

Stufeisen

Campe

stufe·isen

Das Stufeisen , — s, Mz . gl. im Bergbaue, ein zweispitziges etwas nach einem Bogen gebogenes Eisen mit einem hölzernen Stiele in der Mitte.…

Stufelprobe

Campe

Die Stufelprobe , Mz. — n , im Bergbaue, eine Erzprobe, welche von Stufen gemacht wird.

Stufelstëck(eⁿ)

Idiotikon

Stufelstëck(eⁿ) Band 10, Spalte 1655 Stufelstëck(eⁿ) 10,1655

stufen

DWB

stufen , vb. ( bergm. ), wohl von 2 stufe abgeleitet ( s. d. ) ; vgl. auch 3 stufe. 1 1) das erz in stufen herausschlagen, zerschlagen: gest…

Stufenhacke

SHW

Stufen-hacke Band 5, Spalte 1595-1596

stufen1

PfWB

stufen 1 schw. : 1. 'Setzlöcher für Kartoffeln graben', stufe (šdūfə) [ KU-Godhs ]. — 2. 'Reben setzen, Weinberg neu anlegen' [FR-Saush LA-D…

stufen2

PfWB

stufen 2 'Speisen schmoren' s. stuben .

stufenabsatz

DWB

stufen·absatz

-absatz H. v. Barth Kalkalpen 409 ; die eine derselben ( pyramiden ) erhebt sich in breiten stufenabsätzen Pückler-Muskau aus Mehemed Alis r…

stufenalter

DWB

stufen·alter

stufenalter , n. , altersstufe. analog zu dem älteren stufenjahr gebildet: eine so alte ... anmerkung ist diese, ... dasz jedes stufenalter …

stufenantritt

DWB

stufen·antritt

-antritt : in dem kleinen erker, zu dem ein niederer stufenantritt führte H. Hart liebesmusik 73 ;

stufenarm

DWB

stufen·arm

-arm : die plattige, stufenarme beschaffenheit des felsens H. v. Barth Kalkalpen 442 ;

stufenaufgang

DWB

stufen·aufgang

-aufgang : ( er ) erstieg den thurm, dessen stufenaufgänge noch wahrnehmbar sind Ritter erdk. 10, 263 ;

stufenauflager

DWB

-auflager : eiserne träger ..., zwischen denen dann flache kappen das stufenauflager bilden Schönermark-Stüber hochbaulex. 839 ;

stufenbahn

DWB

stufen·bahn

-bahn stufenweise angeordnete plattformen zum personentransport, die sich mit verschiedener geschwindigkeit in derselben richtung drehen Lue…

stufenbasis

DWB

stufen·basis

-basis : man wird sich ... kaum enthalten, diese stufenbasis den cothurn der griechischen tempel zu nennen Böttiger kl. schr. 1, 284 Sillig;

stufenberg

DWB

stufen·berg

-berg : links blickt Gernrode unterm Vorderharz hervor, und lockt mit seinem vielversprechenden stufenberg jeden lebenslustigen herbei Noval…

Stuf(en)bickel

PfWB

stufen·bickel

Stuf(en)-bickel m. : 'Spitzhacke zum Umgraben beim Roden des Weinbergs', Stufebickel [LA-Hainf ( Scharff 179)]. —

stufenbreite

DWB

stufen·breite

-breite Schwan nouv. dict. (1783) 2, 740 ; in beiden fällen werden die stufenbreiten von innen nach auszen kleiner Karmarsch-Heeren 11, 100 …

Ableitungen von stuf (5 von 5)

bestufen

DWB

bestufen , 1) mit stufen versehen, abstufen. 2) bergmännisch, das gestein bestufen, stufen davon hauen.

stufe

DWB

stufe , f. , selten m., vestigium, gradus. form und verbreitung. 1 1) westgerm. bildung. ahd. stuofa ( oder stuof, m. ?); mhd. stuofe; alts.…

urstufe

DWB

urstufe , f. , stufe C 8 c mit ur- C 4 c: auf der u. der civilisation hwb. d. staatswiss. 7 2 , 137; v . Alten hb. für heer u. flotte 9, 6 .…

verstufen

DWB

verstufen , verb. 1 1) mit stufen versehen Campe. im bergwerk: dieses zeichen oder gemerck ins gestein zu hauen ( eine sog. stufe) wird stuf…

zerstufen

DWB

zerstufen , verb. , bergmännisch gewonnene gröszere gesteinsstücke zerschlagen: als denn zustufft, zusetzt und zugentzt man solche gewunnene…