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stuf

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 6 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
23
Verweise raus
10

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stuf adj.

Bd. 20, Sp. 291
stuf, adj., in der gleichen bedeutung und anwendung wie stumpf, adj.; gleichen stammes wie 4stufe, m., und dessen entsprechungen; abgeleitet ist 3stufen vb. das wort ist nur im niederd. verbreitet, doch vgl. 2stufig im hessischen u. unten schwäb. stufrigel. zuerst mnd. belegt in der bedeutung 'verstümmelt, kurz, ohne spitze': dosse mynsche myd den bloten stumpen (stümpfen der hände), dede stump weren und stuff H. Korner chron. bei Schiller-Lübben 4, 456; öfter von einem spitzenlosen turm: so sut men ostwart ... eynen scharpen toren unde ok enen stuven toren by de zee seebuch 63 Koppmann, daneben in ders. quelle en stump torne 51. vielleicht zu 4stufen, vb., stufft, doch vgl. stumpfet: dat groteste ambolth, ock eyn stufft ambolth (a. d. j. 1545) Schiller-Lübben 4, 456. heute in den nd. maa. sowohl in dieser bedeutung als auch in der bedeutung 'ohne scharfe schneide': Doornkaat-Koolman 3, 349; brem. wb. 4, 1075; Schütze holst. id. 4, 215; Richey id. hamb. 297; Frischbier 2, 384a; min plogschar is all so stuff, dat ik da ni mehr mit to hüt abend plögen kann H. Voigt-Diederichs schlesw.-holst. landleute (1920) 31. darüber hinaus im westlichen niederd. in der ganzen fülle der übertragungen von der bedeutung 'verstümmelt' ('glatt abgeschlagen', 'abgeschmackt', 'barsch', 'plötzlich' u. a.) wie bei stumpf, s. Doornkaat-Koolman ostfries. 3, 349; Dijkstra 2, 231. entsprechend dem häufigen stuve näse Doornkaat-Koolman a. a. o.; brem. wb. a. a. o.; stuyve neuse Kilian (1605) 540b, stuufnäse brem. wb. a. a. o.; schtuffnase Brendicke Berl. wortsch. 180; Frischbier 2, 384a, vgl.stumpf-, stupf-, stupsnase. hierher noch: stufstert, stumpfschwänzig 16. jh. bei Schiller-Lübben 4, 457; wer einen kurzen oder gestümmelten schwanz hat brem. wb. 4, 1075. wohl auch stufers dasselbe wie stumpfarsch: senecio vulgaris Ostfriesl. Pritzel-Jessen 374, vgl. die benennung derselben pflanze als fettstert an der Unterweser ebda; jedoch stufer in gleicher bedeutung anders erklärt bei Doornkaat-Koolman 3, 349. auffällig schwäb. stufrigel, m., (17. jh.), neben stumpenrigel riegel an einem schlosz Fischer 5, 1906 u. 1916. [] fernzuhalten ist das dem ital. stufo entlehnte obd. stuf, stuff, stüffe 'verdrieszlich, einer sache überdrüssig' Schöpf tir. 724; Zingerle lusern. 53; Schmeller cimbr. 176; Schmeller-Fr. 2, 737 für Wien. vereinzelt schwäb. 'stuff ängstlich, betroffen' Schmid schwäb. wb. 516.
2453 Zeichen · 83 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stûf

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    stûf- s. stief-.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stufN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    stuf , N. Vw.: s. stūf* (2)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    stufadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    stuf , adj. , in der gleichen bedeutung und anwendung wie stumpf, adj.; gleichen stammes wie 4 stufe, m., und dessen ent…

  4. modern
    Dialekt
    Stuff.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia Stuf f. Stufe öft. Aus dem Hd. neben älterem Stuft, vgl. das.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stuf

217 Bildungen · 210 Erstglied · 2 Zweitglied · 5 Ableitungen

stuf‑ als Erstglied (30 von 210)

stufada

LDWB1

stuf·ada

stufada [stu·fạ·da] f. (-des) Langeweile f. ▬ se dé na bela stufada sich schön langweilen.

stufamënt

LDWB1

stufa·ment

stufamënt [stu·fa·mënt] m.sg. 1 Überdruss m. 2 lästiges Zeug, langweiliges Einerlei.

stufan

LDWB1

stufan [stu·fạŋ] m. (-s) 1 Langweiler m. 2 be-schwerlicher/lästiger Mensch.

stufaria

LDWB1

stuf·aria

stufaria [stu·fa·rī·a] f.sg. Nüchternheit f., Überdruss m., Eintönigkeit f., Verdruss m., lästiges Zeug → LDWB1 monotonia, LDWB1 uniformité …

Stūfbō²m

WWB

stuf·bom

Stūf-bō²m m. [WMünsterl Rek] 1. gestutzter Baum (Eiche, Weide) ( WmWb ). — 2. Kopfweide.

stufe,

FWB

1. ›Treppenstufe; Treppe; Stufe zu einem erhöhten Platz‹; mehrfach ütr.: ›Rangstufe‹; ›als Stufe gedachtes Hindernis auf dem Weg nach Höhere…

Stufeisen

Campe

stufe·isen

Das Stufeisen , — s, Mz . gl. im Bergbaue, ein zweispitziges etwas nach einem Bogen gebogenes Eisen mit einem hölzernen Stiele in der Mitte.…

Stufelprobe

Campe

Die Stufelprobe , Mz. — n , im Bergbaue, eine Erzprobe, welche von Stufen gemacht wird.

Stufelstëck(eⁿ)

Idiotikon

Stufelstëck(eⁿ) Band 10, Spalte 1655 Stufelstëck(eⁿ) 10,1655

stufen

DWB

stufen , vb. , von 1 stufe abgeleitet. 1 1) zu 1 stufe A 2; stufen, stuəfen löcher für kartoffeln etc. graben Fischer schwäb. 5, 1905 : es s…

Stufenhacke

SHW

Stufen-hacke Band 5, Spalte 1595-1596

stufen1

PfWB

stufen 1 schw. : 1. 'Setzlöcher für Kartoffeln graben', stufe (šdūfə) [ KU-Godhs ]. — 2. 'Reben setzen, Weinberg neu anlegen' [FR-Saush LA-D…

stufen2

PfWB

stufen 2 'Speisen schmoren' s. PfWB stuben .

stufenabsatz

DWB

stufen·absatz

-absatz H. v. Barth Kalkalpen 409 ; die eine derselben ( pyramiden ) erhebt sich in breiten stufenabsätzen Pückler-Muskau aus Mehemed Alis r…

stufenalter

DWB

stufen·alter

stufenalter , n. , altersstufe. analog zu dem älteren stufenjahr gebildet: eine so alte ... anmerkung ist diese, ... dasz jedes stufenalter …

stufenantritt

DWB

stufen·antritt

-antritt : in dem kleinen erker, zu dem ein niederer stufenantritt führte H. Hart liebesmusik 73 ;

stufenarm

DWB

stufen·arm

-arm : die plattige, stufenarme beschaffenheit des felsens H. v. Barth Kalkalpen 442 ;

stufenaufgang

DWB

stufen·aufgang

-aufgang : ( er ) erstieg den thurm, dessen stufenaufgänge noch wahrnehmbar sind Ritter erdk. 10, 263 ;

stufenauflager

DWB

-auflager : eiserne träger ..., zwischen denen dann flache kappen das stufenauflager bilden Schönermark-Stüber hochbaulex. 839 ;

stufenbahn

DWB

stufen·bahn

-bahn stufenweise angeordnete plattformen zum personentransport, die sich mit verschiedener geschwindigkeit in derselben richtung drehen Lue…

stufenbasis

DWB

stufen·basis

-basis : man wird sich ... kaum enthalten, diese stufenbasis den cothurn der griechischen tempel zu nennen Böttiger kl. schr. 1, 284 Sillig;

stufenberg

DWB

stufen·berg

-berg : links blickt Gernrode unterm Vorderharz hervor, und lockt mit seinem vielversprechenden stufenberg jeden lebenslustigen herbei Noval…

Stuf(en)bickel

PfWB

stufen·bickel

Stuf(en)-bickel m. : 'Spitzhacke zum Umgraben beim Roden des Weinbergs', Stufebickel [LA-Hainf ( Scharff 179)]. —

stufenbreite

DWB

stufen·breite

-breite Schwan nouv. dict. (1783) 2, 740 ; in beiden fällen werden die stufenbreiten von innen nach auszen kleiner Karmarsch-Heeren 11, 100 …

stuf als Zweitglied (2 von 2)

Bō²mstūf

WWB

bom·stuf

Bō²m-stūf. „ Bäumstiuf “ ( Kr. Soest Sos Kr. Soest@Beusingsen Bs ) dass.

Wīdenstūf

WWB

widen·stuf

Wīden-stūf [ Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt Bor Kos] Kopfweide (Frbg.).

Ableitungen von stuf (5 von 5)

bestufen

DWB

bestufen , 1) mit stufen versehen, abstufen. 2) bergmännisch, das gestein bestufen, stufen davon hauen.

stufe

DWB

stufe , f. , selten m., vestigium, gradus. form und verbreitung. 1 1) westgerm. bildung. ahd. stuofa ( oder stuof, m. ?); mhd. stuofe; alts.…

urstufe

DWB

urstufe , f. , stufe C 8 c mit ur- C 4 c: auf der u. der civilisation hwb. d. staatswiss. 7 2 , 137; v . Alten hb. für heer u. flotte 9, 6 .…

verstufen

DWB

verstufen , verb. 1 1) mit stufen versehen Campe. im bergwerk: dieses zeichen oder gemerck ins gestein zu hauen ( eine sog. stufe) wird stuf…

zerstufen

DWB

zerstufen , verb. , bergmännisch gewonnene gröszere gesteinsstücke zerschlagen: als denn zustufft, zusetzt und zugentzt man solche gewunnene…