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stramm

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MeckWB
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

stramm

Bd. 6, Sp. 934
Wossidia stramm stramm 1. straff gespannt, prall Mi 87b; de Reep is all to stramm N. Monschr. 4, 151b; dei Pierd' hebben keinen Strang stramm maakt haben überhaupt nicht angezogen Ha; dei Pierd' liggen bi 'n Plaug ümmer stramm in 'n Sädel MaMalchin@Behren-LübchinBLübch; einen dei Bücksen stramm trecken ihn verprügeln HaHagenow@WittenburgWitt; sünst gifft dat stramm Bücksen! (Prügeldrohung) Bri. 6, 42; denn' warden de Bücksen to stramm er muß heiraten Wa; prall gefüllt: 'n strammen Geldbüdel Mi Nachtr.; sick dat Ledder (Haut) eins ornlich stramm maken sich vollessen RoRostock@RibnitzRibn; is Büker nu stramm? nach der Mahlzeit zum Kleinkind gesagt StaStargard@SchönbeckSchönb; he is stramm volltrunken Ro; HaHagenow@RedefinRed. 2. kräftig gewachsen, stämmig: dat 's 'n strammen Kierl Ro; de stramm un ribbig Jung' Bri. 5, 135; hei is stramm as 'n Wäs'bom GüGüstrow@BützowBütz; was dat œwerst strammen (kräftiger, guter) Weiten! Bri. 5, 115; strammen Roggen: Schwarz 13; dat is all' strammen Acker hier schwerer Lehmboden StaStargard@GrauenhagenGrau; stramm Land desgl. MaMalchin@BrudersdorfBrud. 3. hübsch, schmuck: 'n strammes Mäten RoRostock@RibnitzRibn; aufgeputzt, geschniegelt: dat Wyff geiht jümmer so stramm N. Monschr. 4, 151b; dei hett sick gor tau stramm maakt MaMalchin@RemplinRempl; mak di man nich stramm as 'n Johrmarksoß ebda. 4. von straffer, aufrechter Haltung: De (Mädchen) is mal stramm to Been Bri. 1, 141; dee geiht stramm to Fot Wi; In Tramm (SchwSchwerin@TrammTramm) Gahn dei Katten stramm Ortsneckreim SchwSchwerin@CrivitzCriv; kümmt stramm un strack En Mann herut Reut. 5, 444; stramm un stif sitten: 1, 301; stramm un stur Bri. 5, 106; Holl di stramm Dat geiht œwer 'n Damm Zuruf an den Betrunkenen Wa; von übertrieben steifer Haltung: he iß so stramm stolz, affektiert Mantz. Ruh. 2, 65; in bezug auf feste innere Haltung: ick ... gah stramm (unbeirrt) mienen grahden Gang C. Reinh. Holtrev. 91; sick stramm maken sich etwas nicht gefallen lassen, sein Recht suchen SchwSchwerin@BanzkowBanzk; dee maakt sick stramm as 'n Bullenkalf widersetzt sich WaWaren@CramonCram; dei Preisters wiren dor (gegen das Püüstern) jo stramm up waren ganz dagegen eingenommen WiWismar@WarinWar. 5. mit angespannter Kraft, eifrig: nu geiht dat denn stramm bi 't Meßführen Schwarz 57; ick lihr mi stramm HaHagenow@RedefinRed; œwer stramm, Herr Drost, seggt Horitz bekräftigende Rda. Sta Stargard@NeustrelitzNStrel; de strammen (leidenschaftlichen) Rokers rookten sogor den Giz (s. d. 3, Bd. 3, 173) von den Taback Wa; schnell: dei Pierd' lopen in 'n strammen Draff RoRostock@RibnitzRibn. 6. streng, strikt: dee hett stramm Order hatt strengen Befehl RoRostock@VölkshagenVölksh; strammes Order SchwSchwerin@PeckatelPeck; dat würd' nahher stramm verbaden StaStargard@NeubrandenburgNBrand. 7. stark, schwer, anstrengend: 'n strammen Rägen Wa; stramm Nuurdwest starker Nordwestwind Ro; dei Hitt is tau stramm RoRostock@AltheideAHeide; wenn de Küll so stramm antreckt Wa; jeder hett sin Qual, bloß nich glik stramm MaMalchin@RemplinRempl; dat (Krankheit) würd' ümmer strammer WaWaren@Groß GievitzGGiev; de Arbeit wir früher nich so stramm as hüt, de Lüd' würden nich so dräben (1933) StaStargard@StavenStav; de Sloßwach wir 'n strammen Posten, alleen vonwägen Petermännchen Schw; bedrängend, dicht: dat (schwere Arbeit) föllt eenen stramm up 'n Liw Wa; stark, schlimm in der Antwort auf die Frage, ob es viele Fliegen am Ort gebe: nee, so stramm is 't nich bi uns WaWaren@Werder bei PenzlinWerdP. 8. viel, häufig: früher hebben wi dat (ein Vorkommnis) strammer hatt StaStargard@FeldbergFeldb; ick glöw, dat uns' Krickower See noch strammer mett (mehr mißt, tiefer ist) as de Tollens' Krick. 9. sehr, äußerst: de Emmer is stramm vull Ro; Wa; dat wir stramm kolt RoRostock@KlockenhagenKlock; stramm warm Sta; dat is 'n bäten stramm düer WaWaren@JabelJab. — Mnd. stram. — Br. Wb. 4, 1056; Dä. 466b; Da. 214a; Kü. 3, 304; Me. 4, 876.
3516 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stramm

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    * Stramm , -er, -este, adj. & adv. welches nur in den gemeinen Sprecharten für straff üblich ist, S. dasselbe.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    stramm

    Goethe-Wörterbuch

    stramm [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    stramm

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    stramm stramm 1. straff gespannt, prall Mi 87 b ; de Reep is all to stramm N. Monschr. 4, 151 b ; dei Pierd' hebben kein…

  4. Sprichwörter
    Stramm

    Wander (Sprichwörter)

    Stramm 1. Immer stramm auf dem Damm. 2. Je strammer, je besser, sagte die Frau, als sie ihrem Manne eine Pfeife stopfte.…

  5. Spezial
    stramm

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    stramm I adj. 1 (straff) trat (trac, -a), tenü (-s, -da) 2 (starr, steif) stare (-ri, -ra) 3 ‹fig› (kräftig) robust (-sć…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stramm

19 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 3 Ableitungen

stramm‑ als Erstglied (16 von 16)

strammbüchse

DWB

stramm·buechse

strammbüchse , f. , ein in nd. mundarten verbreitetes wort: strammböx scherzhaft: ' zur strafe gespannte hose '; biem geef dat immer glieks …

strammbücksen

MeckWB

stramm·buecksen

strammbücksen jem. mit einer stramm sitzenden Hose versehen 1. verprügeln: bei stramm angezogener Hose das Hinterteil prügeln Mi 87 b ; Ro B…

strammbulstrig

DWB

stramm·bulstrig

strammbulstrig , adj. , ' widerspenstig, widerborstig, mürrisch ' ; ein im nd., vor allem in den küstenmaa. sehr verbreitetes wort; in rhein…

strammeln

LothWB

stramm·eln

strammeln [štràməln Gelm. ] intr. v. stammeln, stottern.

strammels

DWB

stramm·els

strammels , subst. , das geronnene der milch, lab, s. strammen 1 c und stremmels.

strammen

DWB

stram·men

strammen , stremmen , vb. , auch strämmen, abgeleitet vom adj. stramm; mnl. strammen, stremmen, nl. stremmen, ähnlich im norw. stremja ' sic…

strammheit

DWB

stramm·heit

strammheit , f. , straffheit, stramme art, strammes wesen: die schlaffheit oder strammheit und frische der haut Fr. Th. Vischer ästhetik (18…

strammhen

MeckWB

stramm·hen

strammhen freimütig, ohne Scheu: dat ward ok strammhen seggt Wa Zidd .

strammig

DWB

stram·mig

strammig , strammicht , adj. , erweitertes stramm; als strammicht nur lexikalisch bezeugt Stieler (1691) 2186 ; Kramer dict. 2 (1702) 996 b …

Strammigkeit

MeckWB

strammig·keit

Strammigkeit f. Straffheit, Gespanntheit, Streifheit: er habe de Strammigkeit im Munde Lu AJab .

Strammpuster

Wander

stramm·puster

Strammpuster Er ist ein Strammpuster. ( Köthen. ) Wird leicht aufgebracht, schnauft im Zorn.

Strammsch

MeckWB

stramm·sch

Strammsch f. Frau mit kräftigem, recht dickem Körper; Mudder Strammsch Bezeichnung für die Gutsmamsell Ha Red .

strammscherer

DWB

stramm·scherer

strammscherer , m. , in der tuchfabrikation: bei der transversalschermaschine ... unterscheiden wir den schaffscherer vom strammscherer Lueg…

strammstehen

Pfeifer_etym

stramm·stehen

stramm Adj. ‘straff, fest gespannt, prall, kräftig’. Seit dem Anfang des 15. Jhs. belegtes mnd. stram, vereinzelt auch stramp ‘straff gespan…

strammung

DWB

stramm·ung

strammung , f. , nur lexicalisch verzeichnet, s. Stieler (1691) 2186 ; Kramer dict. 2 (1702) 996 c ; Ludwig t.-engl. lex. (1716) 1886 ; Schr…

strammziehen

Pfeifer_etym

stramm·ziehen

stramm Adj. ‘straff, fest gespannt, prall, kräftig’. Seit dem Anfang des 15. Jhs. belegtes mnd. stram, vereinzelt auch stramp ‘straff gespan…

Ableitungen von stramm (3 von 3)

bestrammen

DWB

bestrammen , striare. Stieler 2186 . s. stramm rigidus, distentus. s. bestremmung .

stramme

DWB

stramme , f. , adj.-abstractum zum adj. stramm, ' das strammsein, die strammheit ': stramme, straffheit rigidezza, rigore, strettetta, stret…

verstrammen

DWB

verstrammen , nd. verb., von Campe angeführte denominativbildung zu dem adj. stramm: ' stramm, steif, starr werden; stramm machen '. aus dem…