Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
STRÂM stm.
1. strom, fluss. Gr. 13, 168. 171. Schmeller 3,684. vgl. stroum, strûm. strâm herrscht in den reimen vor, obgleich einige dichter es auch auf worte mit kurzem a reimen. s. F. Bech in Pf. Germ. 8,473. vgl. das. 251. 6,60. 61. in irem strâmen das. 5,363. flustra, motus aquarum Diefenb. gl. 127. — dem waʒʒer was sîn vluʒ und sîn strâm swarz tief unde breit krone 158. a. si besoufte des waʒʒers strâm pf. K. 244,22. alsô des waʒʒeres strân uber daʒ eiter ran kchron. D. 231,25. des waʒʒers strâm krone 178. b. 253. a. Kirchb. 703, 12. quâmen uber meres strâm Albr. 18,17. des meres stræme Massm. denkm. 125. Dür. chron. 292. einis vlîʒis strâm (: sam) Jerosch. 54. c. der Memeln strâm (: sam) das. 164. a. 176. c. in der Wîzlin strâme (: grame) das. 61. c. Wîzil ist eines waʒʒirs nam und hât vil snellin strâm das. 26. a. des Reines strâm Dür. chr. 191. der bürge strân burggraben leseb. 1035,24. — sô flûʒet ob der erde daʒ waʒʒer ze berge, sô widergât im der strâm fundgr. 1,197,12. Diemer 283,25. als ein ûʒfluʒ und ein ûʒbruch oder ein strâm myst. 2,229,17. wand du des wilden strâmes zu vil macht lîchte schepfen Pass. K. 445,38. den strâm zutal (rudern) Jerosch. 54. d. wider strâm swimmen Pass. 343,60. dô mohten si vil kûme wider dem strâme iht gevarn L. Alex. 6597. di waʒʒir di nicht mit strâme flîʒin Rsp. 3759. di mûsen alle in den strân pf. K. 153, 13. er wânde ûf die erden treten und lief ûf deme strâme Pass. K. 223,61. dô er quam hin zu deme strâme dô was er mûde und ertranc das. 335,68. — die barmherzekeit nam dâ durch einen swanc an vollegeme strâme das. 4,19. ir minnen strâm MS. H. 3,441. a. aller güete voller vlüete vlôʒ in gnâden strâmen (: râmen) kumt gevloʒʒen her das. 61. a.
2. lichtstrom, lichtstreif, strahl. galaxia di weissen streifen, der strâmen an dem himmel Diefenb. gl. 135. sô denne der sunnen strâm in den zwillingen gêt krone 5. a. der stern hatte einen strâm obene von om gehin Dür. chron. 793. die vesten glesten an dem trône schône von der sterne strâm Frl. l. 11,2,10. ich hân die sterne uberlesen gar an den strâmen, die zuo dem mânen durch bescheiden gânt MS. H. 2,14. b. ein strâm von occidente gât das. 15. a.
3. strich, weg, richtung. sô varen wir die geheiʒene strâme Exod. D. 145,21. swenne diu erde die hôhsten strâme an stîgen und an valle nimt, sô kumt die sunne gar ûʒ dem râme Tit. 5681,3 H.