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strählen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

strählen vb.

Bd. 19, Sp. 804
strählen, vb. , kämmen, ahd. strâlen (aus *strâljan); mhd. strælen; as. *stralian (in ungistralit inpexa Wadstein as. sprachdenkm. 84, 4); spätmnl. strelen, streilen 'schmeicheln, streicheln'; nl. streelen dass.; das ahd. verb setzt entweder ein subst. *strâl oder *strâla 'kamm' voraus (vgl. as. dat. plur. strālōn cristis in der bedeutung 'hahnenkamm' Wadstein a. a. o. 107, 7) oder ist von strâla 'sagitta' abgeleitet und *strâl, mhd. stræl neubildung (vgl. mhd. strælære 'kamm', s. u.strähler). die umgelautete form strähl ist nachträglich im anschlusz an strählen gebildet. der bedeutungszusammenhang von strähl 'kamm', strählen 'kämmen' mit strahl 'pfeil' ist oben sp. 793 wahrscheinlich gemacht; vgl. die dort angeführte bedeutung 'zacke'. sonach wäre die bedeutungsübertragung von den zinken des kammes ausgegangen, vgl. hierzu noch Franck-van Wijk 2675; Walde-Pokorny 2, 637; Kluge-Götze 11598; schon im 17. jh. bei Stieler 2187a (strälen ... est omnino à stralen, pectinis enim dentes radii dicuntur'), ferner Spreng in seinem id. Rauracum d. 18. jhs. ('sträl ein werkzeug mit zähnen, strahlen oder radiis'), s. Alemannia 15, 221. abweichende formen: strölen Nigrinus widerl. d. ersten centuria (1570) y 5b; strolet (: erholet) Spee trutznacht. 325 ndr.; strellen Heynatz antibarbarus 2, 457. das wort kommt nur im hochdt. vor; kerngebiet ist das gesamte alemann., vgl. besonders Staub-T. 11, 2221 f. im bayr. ist es seltener; von md. maa. kennen es das lothr., hess., nass. und ostfränk. am stärksten entfaltet im 16. jh., geht das wort im 17. jh. stark zurück und ist im 18. jh. in der schriftsprache nahezu ausgestorben. im 19. jh. wird es in der eigentlichen bedeutung 'kämmen' neu belebt, bleibt aber, abgesehen von den mundarten, ein wort der gehobenen sprache; vgl. auch die belege oben unter gestrählt teil 4, 1, 2, 4247 und unten ungestrählt teil 11, 3, 877, ferner oben sp. 590 unter sträbeln. 11) in eigentlicher bedeutung 'kämmen'; ahd. in glossen für lat. pectere: stralta pectivit ahd. gl. 1, 487, 28 (9. jh.); strales pectas 2, 361, 19 (10. jh.); straltun pectunt 2, 669, 69 (11. jh.). 1@aa) das haar, die locken, den bart mit dem kamm, der bürste ordnen, kämmen; pectere strelen Altenstaig dict. (Hagenau 1516) 81b; pectere, pettenare stralen F. Verantius dict. (1595) k 2b: unde stralte ir uahs unde want in enine sidine huben daz bei Diemer deutsche ged. 161, 14 (jüngere Judith); mit wol gestrælten bärten unt mit hôh geschornem hâre Heinrich von Melk erinn. 222 Heinzel; ir har was nit gestrelet wol Heinrich von Neustadt gottes zukunft 815 Singer; sträl dirs haubt und chretz die pain. dar zuo mach die oren rain Heinrich Wittenweiler ring 4356 W.; so man morgens von dem slafe gat, so sol man ... daz houbit strelen Meinauer naturl. 7 Wackernagel; hoffart, die sy (Bersabe) praucht mit irem paden und strelen Marquard von Stein spiegel d. tugend g 3a; wiltu bursten oder strelen dein har (1458) Schmeller-Fr. 2, 813; demnach strält oder kempt er sein hor, wuosch seine händ Wickram w. 2, 183 B.; so die adern des haupts von dem strelen erwärmt worden, dann gebrauch dich des vnguents der gedächtnus Gäbelkover artzneyb. (1596) 1, 77; nam ain strel ... und strelt im selbs den bart (16. jh.) bei Fischer schwäb. 5, 1822; dann sie (die bader) haben die zeit der geschickligkeit zu lernen mit dem stralen und kratzen versaumpt Paracelsus op. (1618) 1, 170A H.; weizenstroh in heiszer laugen gesotten und das haubt ... in der sonnen damit gestrält Tabernaemontanus kräuterb. (1664) 601; die gestrählten fliegenden haare Göthe I 26, 316 W.; hierauf strählt mir die schwester den zopf J. v. Müller s. w. (1810) 13, 401; halte die kinder rein im waschen und strählen Pestalozzi s. schr. (1819) 12, 283; sie strählte ihre haare am fenster und flocht sie auf A. v. Arnim kronenwächter (1857) 1, 273; die mutter strehlte ihm sein haar L. Aurbacher volksbüchl. (1835) 249; sie sollte mit einem goldenen kamme ihre haare strählen Bechstein märchenb. (1845) 177; als wenn ... die verlockenden geisterjungfrauen ... ihre goldenen locken im mondlicht strählten Gutzkow zauberer v. Rom (1858) 2, 3; ist mein mantel umgeschlagen und gestrählet bart und haar Hoffmann von Fallersleben ged. (1887) 132; er strählte sich mit seinen fünf ausgespreizten fingern den roten bart Storm s. w. (1898) 2, 226; lächelnd sah er Goldmund nach, wie er ... das zerzauste hellblonde haar mit den fingern zu strählen bemüht war H. Hesse Narziss u. Goldmund (1930) 10; bildlich: das ist ein groszer drost virwar, das er (gott) so strelet unser har, und nacheinander alles zalt, das im darvon nit eins entpfalt Murner badenfahrt 67 Michels. in älterer sprache gern elliptisch mit dem dativ der person: du solt dir des morgens nüchter strelen Steinhöwel bei Fischer schwäb. 5, 1821; also thut die mutter dem kind, so sie ihm strelt Keisersberg bilgerschafft (1512) 68a; dieweil er (der barbier) ime strelet und das har trucknet Zimmer. chron. 22, 401 Barack. sich strählen, vgl. sich strälen lassen farsi pettinare Kramer dict. 2 (1702) 996b: zwen gaistlich pruder ... streln sich nicht, sie paden nicht (Nürnberg) städtechron. 11, 591; er sagt auch er hette im (sich) in 11 jaren nie kein mahl gestrellt Dreytwein eszling. chron. 143 lit. ver.; folgends strält er sich mit eim bömischen sträl, der war vier finger und der daumen Fischart Garg. 251 ndr.; sie mag sich diesen tag nicht genug strelen noch spiegeln buch d. liebe (1587) 291a; (die stallknechte) vergaszen sich selbst zu strälen Garzoni schaupl. aller künste (1641) 576a; (der weiber art) dasz sie sich strählen, kämmen und schmücken Albertinus hirnschleiffer (1664) 49; am freytage ... sollen sich (die weiber) nicht flechten und strehlen, sonsten wachse das ungeziefer darvon J. Prätorius glückstopf (1669) 380; strähl dich, mein schwesterchen, strähl dich! Mörike w. 1, 58 Maync; bildlich: schau, die schöne sonn sich strolet (: erholet) krauset ihre gülden haar Spee trutznacht. 325 ndr.; die vöglein schön erklingen, die sonn sich strälet auf ebda 96. 1@bb) vom menschen aus übertragen: die stallknecht umb sie (die pferde) gstanden sind und streleten jn da den hals Murner Virgil (1543) o 5b; vgl.(pferde) strählen étriller Mozin wb. d. dt. u. frz. sprache (1856) 4, 765; ebenso: wie si (die tauben) ir federn geslihten und gezieren und mit irm snabel stræln Konrad von Megenberg buch d. natur 182 Pf.; sie (die katze) leckt und strählt sich G. Freytag ges. w. (1886) 5, 307; wenn ... storch und störchin am dach sich das gefieder strählten quelle a. d. j. 1927; vgl.: wenn sich die katze strählt, bekommt man besuch Fischer schwäb. 5, 1821; in einem besonderen sinne vom gehenkten, vgl. unten 2 b u. c: ach und säch ich si (die falschen) die raben strälen an der sunne, allererst so hiet ich wunne Vintler pluemen d. tugend 3474 Zingerle; dîn hâr was dir bestroubet: dô strælte dir dîn houbet zeswenhalp der rabe dâ, winsterhalp schiet dirz diu krâ Meier Helmbrecht 626 Panzer; bei sachbegriffen: flachs strählen gréger le lin Schrader dt.-frz. wb. 2 (1781) 1320: du bist noch gar zu jung und unerfahren, du lernst noch einmaleins und tausend zählen, und von der mutter, weiszen flachs zu strählen Klaus Groth quickborn (1854) 107. in dichterischer sprache geht der gebrauch noch weiter: nw hadde Godyn synen krans vmmer gestrelet harde schone Karlmeinet 210b, v. 59 Keller; wer dich (dornbusch) anrüert: er wirt verwunt, dîn strêlen ist gar ungesunt Boner edelstein 86, 16 Pf.; nur fort ihr meine geiger beyd, der sayten gar nit fehlet; und bey beliebtem reimenstreit die geigen süszlich strelet Spee trutznacht. (1649) 184. (Cedron) strählet seine binsenhaare ders. trutznachtigall 177 Balke; ungewöhnlich: wenn die wüszten, mit welcher sorgfalt ich das manuscript für sezer und correktor ganz zu recht gestrählt und gepünktlicht habe Klopstock an Ebert, br. 244 Lappenberg. 1@cc) in den mundarten finden sich neben der allgemeinen bedeutung 'kämmen' auch verengerungen des wortsinnes; in Tirol (Defereggen) ist strälen 'mit einer bürste die haare glatt machen' Hintner 233; in Davos strêla kämmen, bes. mit dem kleinen, engen kamm Bühler 1, 161 (sonst campla); in deutlicher abgrenzung gegen kämmen: (in Nürnberg) weibspersonen strelen erst mit der strelbürsten die langen haare, die sie kämmen wollen Schmeller-Fr. 2, 813; in Schwaben ist strählen die kinder von ungeziefer befreien; mittels besonderen werkzeugs die läuse fangen Fischer 5, 1821; ähnlich in Henneberg: 'mit einer bürste die haare durchfahren, besonders wegen grind und ungeziefer' Reinwald 1, 157; in Lothringen: d' lis vam kopp sträle Follmann 503; das elsässische scheidet nach der konstruktion: strähl mich! kämme mich, bringe meine haare in ordnung; strähl mir! kratze mir den kopf ab, entweder um die läuse zu fangen oder weil das kämmen wohltut Martin-Lienhart els. wb. 2, 631a; vgl. dazu die historischen belege: also thuot die muotter dem kind, so sie im strelt und es weinet. sie zeigt im die lüsz und spricht ... Keisersberg bilgerschafft (1512) 68a; läuss strelen Paracelsus chir. bücher (1618) 531; wan sie (ein weib) die leus herabstrält, so tödtet sie die leus (Augsburg, 16. jh.) städtechron. 25, 234. in Lothringen wird strählen auch gebraucht in dem besonderen sinne 'mit einem kamm die heidelbeeren abstreifen' Follmann a.a.o. 103; ähnlich schlehen strählen Martin-Lienhart els. wb. 2, 631a; in Schwaben auch 'das laub mit einem rechen zusammenrechen' Fischer 5, 1822. 22) in älterer sprache entwickelt strählen selbständige bedeutungen, die der jüngeren zeit z. t. wieder verloren gegangen sind; vgl. insbesondere Staub-Tobler 11, 2225. 2@aa) die bedeutung 'streicheln, schmeicheln', die im niederländischen den ursprünglichen sinn überwuchert hat, findet sich im deutschen nur im ansatz: ist er traurig, so ist si fro, will er sunst, so wil si so, will er gen, so wil sie laufen, will er strälen, so wil sie raufen, will er traben, so wil sie zelten fastnachtspiele 494 K.; mit süszen worten sie (die junge metze) im strelt, darmit sie auch dem alten lappen an halsz strayffet die narrenkappen Hans Sachs 5, 260 lit. ver.; ein schmeichler strälet nicht die katze gar umbsunst Rachel sat. ged. 99 ndr.; seinen kützel kunte die in der jugend ihm nur lieb gewesene hauszmutter nicht mehr stillen; er wolte sich lieber von einem artigen jungen mädchen strehlen lassen, das dauchte ihn anmutiger zu seyn enthusiast. pantheon (1702) 3, 34a; vgl. štreilen mit der hand durchs haar fahren, liebkosen wb. d. luxemb. ma. 430b. nahe stehen die belege mit dem part. perf. gestrählt im sinne von 'glatt, schmeichelhaft': die lieb kirch von den vermeynten kirchendienern mit glatten, gesträlten worten verfüret ... wird J.Nas antipap. eins u. hundert (1567) 4, 298a; weitere belege unter gestrählt teil 4, 1, 2, 4247 und ungestrählt teil 11, 3, 877. 2@bb) dagegen hat sich eine ursprünglich scherzhaft-ironische verwendung im sinne von 'jem. übel mitspielen, ihm hart zusetzen, (im kampfe) niederwerfen usw.' seit mittelhochdeutscher zeit reich entwickelt; zur synonymik vgl. wir wöllen einander abkeren, den golter flohen, die leusz auffwecken, strälen, lauszen Seb. Franck sprichw. (1541) 1, 35a; lexikographisch: strälen verberibus coercere, corium alicuius concidere, manus alicui inferre Stieler 2187. die heutigen mundarten kennen diese bedeutung noch in verschiedenen variationen: strählen bei den haaren raufen Stalder schweiz. id. 2, 405; sträle prügeln, durchhecheln Hunziker Aargauer wb. 259; weiterhin auch: strählen einem die wahrheit sagen, ihn ausschelten, heruntermachen (elsäss.) Klein provinzialwb. 2, 174; einen scharf zurechtweisen Fischer schwäb. 5, 1822; züchtigen, z. b. mit worten, auskeifen Tobler appenzell. sprachschatz 413. die historischen belege lassen die einzelnen stufen der entwicklung deutlich erkennen: mit sinen wezzen clawen er (der löwe) sin niht enfalte, ane twahen er im stralte ... sine clawen waren hæle und stralten wol zegrunde Hugo von Langenstein Martina 181c Keller; do sach man manchen Berner knab mit spiessen gar nit felen; die andern brachend durch den hag, do gieng es an ein strelen schweiz. volkslieder 2, 95 Tobler; woltestu mir mit der hechlen also strelen Joh. Pauli schimpf u. ernst 1, 190 Bolte; mit halebartten will ich dir strellen und zwagen mitt dinem bluott (lied auf d. schlacht bei Glurns) bei Bühler Davos 1, 161; so wil ich dir gar dapffer strelen mit meinem eysern flederwisch Hans Sachs 8, 228 lit. ver.; ey, also musz man junkern streln, die groszer bulschaft pflegen wölln Joh. Heros pilgerer (1562) 35a; ein weib, die im villeicht mehr mit camillen zwüge und mit sesslen strelet dann mit laugen Montanus schwankbücher 289 Bolte; folgends ergreiff er jhm bey dem hals, und that jhm den helm hinweg, nacher strählet er jm das haar so seuberlich mit dem schwerdt, dasz hernach er solchen nimmermehr bedarff, denn er in demselbigen fuszstapffen verschieden ist Amadis 297 lit. ver. mit adverbiellem zusatz: der arm Martellin ... von dem volcke gar wol was gestrelt (senza pettine carminato) Arigo decam. 57 lit. ver.; im ward unsuber gstrelet, dasz er uf d' walstat glag (1531) Liliencron hist. volksl. 4, 32; auch hat man ir (der feinde) wider nicht gfelt, das har zerzaust und wol gestrelt Burkhard Waldis streitged. 5 ndr.; strick, hencker, schwert kan in (den räubern) gar höflich strelen Wickram w. 2, 67 Bolte; und das miszfiel mir so, dasz es gar wenig fehlte, dasz wegen solcher schand ich jhn nicht weidlich strählte D. v. d. Werder Roland ges. 17, str. 110; in zwillingsformel: gott geb, wie inen der Türk sträl oder nisse (lause) wie er die christen brate oder spisse Niklaus Manuel 96 B.; die hogen tittel der ... geistlichen hat er dermaszen gehechelt und geströlt, dasz ... Nigrinus widerlegung d. ersten centurie (1570) y 5b. 2@cc) verwandt dem voraufgehenden ist die wendung jemanden strählen im sinne von 'ihn kämmen, d. h. ihn um sein geld bringen, ausplündern, bestehlen usw.', s. teil 5, 109: wcher und fürkauff hatt fürgang, falsch wahren thuond auch grossen drang ... also thuot einr dem andren strälen Wickram w. 4, 239 Bolte; het er denn kleinot oder gelt bey im, dem wurd denn auch gestrelt Hans Sachs 20, 335 lit. ver.; wir wöllen desz kaufmans beutel streln ebda 21, 12 lit. ver.; der richter straff und wandel numb, der procurator das schreibgelt: so wurd in beyden wol gestrelt ob irem gar spöttlichen zanck ebda 17, 335 lit. ver.; der graf hat viel gelts; item, der kauffmann auch, man musz jm strälen Paracelsus chir. bücher (1618) 17 H. die mundarten kennen vereinzelt auch diese anwendung: sträle ausplündern, geld abgewinnen Follmann lothr. 503; übervorteilen, übertölpeln, betrügen Fischer schwäb. 5, 1822; hüt ist er awer gestrählt worde im kartenspiel hereingefallen Martin-Lienhart elsäss. wb. 2, 631a. — hierzu die redensarten: geputzet und gestrählt sein nichts mehr zu verlieren haben Fischer a. a. o.; ähnlich: 'wenn jemand durch strafe oder durch ander unglück dermaszen herunterkömmt, dasz es mit ihm gethan ist, so sagt man im gespött, es sey mit ihm gebürstet und gestrählt' Spreng id. Rauracum (18. jh.) in Alemannia 15, 221. 2@dd) obszön einer den pelz, das kätterlein strählen, in älterer sprache: wo du auf dise nacht meynst eynen frischen knaben in deinen armen ze haben, der dir den pelcz solt gesträlet haben, so hast du einen schlaftruncken esel geritten Arigo decam. 306 lit. ver.; pfleget alle morgen ... seinen bart und haar zu ... kämmen, fuhr auch alsdann dem jungen töchterlein auch mit der bürsten uber jhr kätterlein her und strelet dasselbige mit gantzem fleisz Tabeus MAeynhincklers sack (1612) a 1a.
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strählenv., trs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Strählen , v. trs . im O. D. kämmen, von Strähl , der Kamm. »Dann macht sie aus einem tapfern Ritter einen nachgebende…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    strählen

    Goethe-Wörterbuch

    strählen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Strählen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Strählen (süddeutsch), kämmen; s. Frisieren .

  4. modern
    Dialekt
    strählen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    strä h le n [trálə, trǽlə, trêlə, s. Strä h l] 1. kämmen. Jetz bis t schon e Stund uf un d hes t di ch no ch nit g e …

  5. Sprichwörter
    Strählen

    Wander (Sprichwörter)

    Strählen 1. Me cha nid strähle 1 , wo kes Hor ist. ( Luzern. ) Strählen = kämmen, von Strähl, der Kamm. ( Stalder, II, 4…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit straehlen

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