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stoffel

mhd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
15 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Stoffel

Bd. 3, Sp. 875
Stoffel 1. Es geht ihm wie dem Stöffel, wenn's Brei (s.d. 40 u. 43) regnet, fehlt ihm der Löffel. In Tirol auch Stöffel. Hier haben sich viele Vornamen in Gemeinnamen (Appellative) verwandelt. So dient Jagg oder Jaggl (Jakob) zur Bezeichnung von Dummheit und Ungeschicklichkeit; ebenso Thummai (Thomas), Lippl (Philipp) und Hiesl (s. d). Auch Valtl gilt für dumm, Veitl (Veit) für einfältig und zaghaft. (Westermann, 25, 620.) Quelle: Goethe. Die Stelle lautet: »Dass Glück ihm günstig sei, was hilft's dem Stöffel? Denn regnet's Brei, fehlt ihm der Löffel.« Sprichwörtliches (Werke, II, 339). 2. Stoffel bleibt Stoffel. Holl.: Eens Stoffeltje, altijd Stoffeltje. (Harrebomée, II, 303a.) 3. Dös ist e rechte Stoff'l. (Ulm.) Ein dummer unbeholfener Mensch. 4. Ein dummer (grober) Stoffel. Wie Stöffel und bei dem kolmarer Fabeldichter Pfeffel »Töffel« ein Name, den der Volksmund aus Christophel gemacht hat. Man versteht darunter namentlich im Lahngau einen groben, ungeschlachteten Mann. Nur ausnahmsweise verbindet sich damit auch der Begriff des Mangels an Verstand wie in der obigen Redensart: »dummer Stoffel« und in dem Spruche: Was hilft es dem Stöffel, regnet es Brei, so fehlt ihm der Löffel. (Nassauer Annalen, X, 107; K. Braun, Ueber deutsche Vornamen in Westermann's Monatsheften, Nr. 289, S. 254.) 5. Geh, du Stoffel. Du dummer, grober Mensch. (Vgl. Idiot. Austr., 118.)
1395 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stoffël

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    stoffël s. stoupvël.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    stoffelm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +3 Parallelbelege

    stoffel , stöffel , m. , kurzform von Christoffel ( th. 2 sp. 626), koseform von Christoffer, Christoph: mein nachbar, d…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stoffel

    Goethe-Wörterbuch

    Stoffel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stoffel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stoffel , Eugène Georges Henri Céleste, Baron von , franz. Offizier, geb. 1. März 1823 zu Arbon im Thurgau, gest. 4. Apr…

  5. modern
    Dialekt
    Stoffel

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Stoffel Band 3, Spalte 3,914f.

  6. Sprichwörter
    Stoffel

    Wander (Sprichwörter)

    Stoffel 1. Es geht ihm wie dem Stöffel, wenn's Brei (s.d. 40 u. 43) regnet, fehlt ihm der Löffel. In Tirol auch Stöffel.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stoffel

55 Bildungen · 19 Erstglied · 35 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von stoffel 2 Komponenten

stof+fel

stoffel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stoffel‑ als Erstglied (19 von 19)

Stoffelkalb

SHW

Stoffel-kalb Band 5, Spalte 1455-1456

stoffelei

DWB

stoffe·lei

stoffelei , f. , ' dummheit, torheit ' wie sie ein stoffel begeht ; im wortspiel damit in der zusammensetzung kraftstoffelei ( Oppenheim bei…

stoffelement

DWB

stoff·element

stoffelement , n. , element eines stoffs; element zur stoffbildung u. s. w.: die form im stoffelemente der wurzelgruppen ( einer sprache ) O…

stoffelen

WWB

stoff·elen

stoffelen V. stuffeln schlurfenden Schrittes gehen ( Kr. Soest Sos So). ¶ RhWB WWB-Source:238:RhWb RhWb 8,732: stoffeln (unter Stoffel ).

Stoffelglucke

PfWB

stoffel·glucke

 Stoffel-glucke f. : ' Tölpel, unbeholfener Mensch ', Stoffelgluck [ Lambert Penns 144]; Syn. s. PfWB Tappes 1 a.

stoffelig

Pfeifer_etym

Stoffel m. ‘Tölpel, ungeschickter Kerl’ (16. Jh.), Kurzform von Christoffel, der Koseform des männlichen Eigennamens Christoph(orus), griech…

Stoffelpantoni

ElsWB

Stoffelpantoni [ʿStòflpàntôni Str. ] m. dummer Mensch (eig. zsgs. aus Christoph Anton).

Stoffelrundhut

PfWB

stoffel·rundhut

Stoffel-rundhut m. : ' Tölpel ', Stoffelrundhut, Spottname nach einem für altmodisch angesehenen runden Hut [KU-Schmittw/O Schandein Bav. IV…

stoffelsack

DWB

stoffel·sack

stoffelsack als spöttischer eigenname ( entsprechend 1 Stoffel): Hans Stoffelsack Kotzebue dramat. w. 13, 252 ( der gimpel auf der messe 1, …

Stoffels+äcker

PfWB

stoffel·saecker

Stoffels + -äcker Pl. : FlN, a. 1835: Stoffelsäcker in den Entenwiesen [Vermessungsamt Kaislt Liquidationsprotokoll (KL-Hirschhn)]. —

Stoffelskopf

PfWB

stoffel·s·kopf

Stoffels-kopf m. : 'Tölpel, unbeholfener Mensch', Stoffelskopp [ KB-Kriegsf ]; Syn. s. PfWB Tappes 1 a. —

Stoffelspfad

PfWB

stoffel·s·pfad

Stoffels-pfad m. : FlN; a. 1735: am Enkenbacher oder stöffelges pfad [StArch. Kaislt Spital A. 176]. a. 1743: Gewandt zwischen stophelspfad …

Stoffelstëck(eⁿ)

Idiotikon

Stoffelstëck(eⁿ) Band 10, Spalte 1655 Stoffelstëck(eⁿ) 10,1655

Stoffeltǖfel

Idiotikon

Stoffeltǖfel Band 12, Spalte 726 Stoffeltǖfel 12,726

stoffelweide

DWB

stoffel·weide

stoffelweide , f. , wie oben stoffel, stofel f. ( unter 2; vgl. auch das vorhergehende 2 stoffeln verb. ) Buck flurnamenbuch 270 ( wo es abe…

Stoffelweidtässleⁿ

Idiotikon

Stoffelweidtässleⁿ Band 13, Spalte 1760 Stoffelweidtässleⁿ 13,1760

stoffel als Zweitglied (30 von 35)

Brotstoffel

PfWB

brot·stoffel

Brot-stoffel m. : 'dummer Mensch', Brotstoffel [Pirmas ( Otterstetter 251)]; vgl. PfWB Brotfresser 2. —

Būrstoffel

WWB

bur·stoffel

Būr-stoffel m. Bouernstoffel Bauernstoffel ( Kr. Iserlohn Isl Kr. Iserlohn@Iserlohnerheide Hd ).

christoffel

DWB

christof·fel

christoffel , Christophorus, Christträger: er hat einen Christoffel, der ihn tregt, alieno auxilio potens, er verläszt sich auf andere, dann…

Fizstoffel

RhWBN

fiz·stoffel

Fiz-stoffel Bitb-NWeis m.: -krug in Gestalt eines Mannes, der auf einem Fass sitzt.

g(e)stoffel

Idiotikon

g(e)stoffel Band 10, Spalte 1462 g(e)stoffel 10,1462

Gaffstoffel

RhWB

Gaff-stoffel Geld-Hinsbeck m.: Gaffer.

Heidenstoffel

PfWB

heiden·stoffel

Heiden-stoffel m. , Heiden-stoffelsin f. : 'Zigeuner(in), Häärestoffel [ PS-Windsbg Hengsbg ], -stoffelse [ PS-Th'eischw ]; vgl. PfWB Heide …

Heu(w)stoffel

Idiotikon

Heu(w)stoffel Band 10, Spalte 1412 Heu(w)stoffel -ö- 10,1412

Muckstoffel

Wander

mucks·toffel

Muckstoffel Er ist ein Muckstoffel. – Germania, V, 342. In Niederdeutschland von einem mürrischen Menschen.

Ochsenstoffel

PfWB

ochsen·stoffel

Ochsen-stoffel m. : 'täppischer, ungeschlachter Mensch', -stoffel [ NW-Gimmdg ]; vgl. PfWB Tappes 1a . SHW Südhess. IV 1060 . —

Paffstoffel

MeckWB

paff·stoffel

Wossidia Paffstoffel m. grober Mensch: as sönn ollen Paffstoffel kümmt hei an Nd. Kbl. 10, 4; Ma.

pappstoffel

DWB

papp·stoffel

pappstoffel , m. , schlesisch, undeutlich sprechender mensch Weinhold 67 b ; hennebergisch, einfältiger mensch Spiesz 179 .

Papstoffel

WWB

pap·stoffel

Pap-stoffel m. [verstr.] dumme, schwerfällige, ungeschickte Person; Tölpel.

Schautenstoffel

WWB

schaute·n·stoffel

Schauten-stoffel m. Dummkopf. Ick was ’n Schaudenstoffel ... dass ich das tat, hinnahm, annahm ( Kr. Halle Hal Bh).

Snūtenstoffel

WWB

snuten·stoffel

Snūten-stoffel m. [verstr.] 1. dumme (ungebildete) Person, die viel Sinnloses redet, spez.: großmäulige, einfältige Person ( die krfr. Städt…

Ableitungen von stoffel (1 von 1)

stoffele

KöblerMnd

stoffele , M. Vw.: s. stēvel (1)