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Stêppen

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
16 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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Verweise raus
35

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Stêppen

Bd. 4, Sp. 352
Stêppen, verb. regul. act. welches nur in der Nähterey üblich ist, eine Art des Nähens zu bezeichnen, da nach Abzählung zweyer oder dreyer Faden, durch an einander hangende Stiche gerade Linien, Blumen, oder Gänge genähet werden. Auf diese Art pflegen die Schuster auch die Schuhe zu steppen, wenn sie solche zierliche gerade Linien in dieselben nähen. Ein gesteppter Rock, in welchen man, nachdem er mit Haaren oder Wolle unterlegt worden, Blumen oder Figuren gesteppet hat. In der Schifffarth pflegt man auch wohl ein Stück Segel mit alten Werkenden zu steppen oder durchzusteppen, d. i. durchzuziehen. So auch das Steppen. Anm. Aus dem letzten Gebrauche sollte fast erhellen, daß dieses Wort zu stopfen, Nieders. stoppen, oder dem alten Oberd. stepfen, sticken, gehörete. Da indessen im Österreichischen steppen auch aufstutzen, staffieren, bedeutet, daher ein Hutstaffierer daselbst Hutstepper heißt, so scheinet auch der Begriff des Staffierens und Steifens mit in Anschlag zu kommen.
990 Zeichen · 15 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stëppenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    stëppen swv. BMZ stellenweise stechen, reihenweise nähen, durchnähen, sticken Er. Wolfr. Neidh. (36,13). Mel. Helbl. man…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stêppen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Stêppen , verb. regul. act. welches nur in der Nähterey üblich ist, eine Art des Nähens zu bezeichnen, da nach Abzählung…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    steppen

    Goethe-Wörterbuch

    steppen [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    stëppen

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    stëppe n [tapə Hi. Steinbr. Obbruck Geberschw. Ingersh. Barr Illk. ; tæpə Str. Wh. ] 1. mit kurzen kleinen Stichen näh…

  5. Sprichwörter
    Steppen

    Wander (Sprichwörter)

    Steppen Durch Steppen muss einer den andern schleppen.

  6. Spezial
    steppen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    step|pen vb.tr. (eine Decke) strapunje (-nj, strapunt). ▬ eine gesteppte Decke na cutra strapunta.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steppen

167 Bildungen · 163 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von steppen 2 Komponenten

step+pen

steppen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

steppen‑ als Erstglied (30 von 163)

Steppenhund

SHW

Steppen-hund Band 5, Spalte 1393-1394

steppenablagerung

DWB

steppen·ablagerung

steppenablagerung , f. , lagerung der verschiedenen steppenerd- und gesteinsschichten: solche thierischen reste, seien es nun knochen von wi…

steppenähnlich

DWB

steppen·aehnlich

steppenähnlich , adj. : während der glacialperiode ( hat es ) ... einerseits arktische steppen oder tundren, andrerseits subarktische steppe…

steppenantilope

DWB

steppen·antilope

steppenantilope , f. , colus tartaricus Brehm tierl. 3, 414 ; herden zu tausenden jener steppenantilopen Ritter erdk. (1822) 2, 543 . —

steppenartig

DWB

steppen·artig

steppenartig , adj. : die steppenartige vegetation Ratzel völkerkde (1885) 2, 8 ; zu den waldfreien strichen Deutschlands gehörten damals vo…

steppenbach

DWB

steppen·bach

steppenbach , m. , ' bach, welcher sich ... in sand oder sumpf verliert ' Mothes baulex. (1882) 1, 213 : nachdem der steppenbach ... überset…

steppenbauer

DWB

steppen·bauer

steppenbauer , m. , in der steppe angesiedelter bauer: der Deutsche ( ist ) ... weiszbäcker durch Ruszland, steppenbauer am Don und an der W…

steppenbaum

DWB

steppen·baum

steppenbaum , m. : Middendorf hebt besonders die kiefer und die birke als steppenbäume hervor Nehring 56 . —

steppenbecken

DWB

steppen·becken

steppenbecken , n. : der Sudan ( sei ) ein centrales steppenbecken Mittelafrikas Ritter erdk. 1, 490 . —

steppenbewohnend

DWB

steppenbewohnend , adj. , von menschen, tieren und pflanzen: ( Araber ), welche den steppenbewohnenden, viehzüchtenden, unsteten teil der be…

steppenbewohner

DWB

steppen·bewohner

steppenbewohner , m. , von menschen, tieren und pflanzen: dann nach der wüste hinaus, wo Arabias steppenbewohner, frei in dem freien gefild,…

steppenbezirk

DWB

steppen·bezirk

steppenbezirk , m. : innerhalb der steppenbezirke haben jedenfalls manche striche mit natürlichem wasserreichthum ... wälder getragen Hoops …

steppenbildung

DWB

steppen·bildung

steppenbildung , f. : gebirgssysteme wie Schwarzwald ... Karpathen usw. ( sind ) ihrer höhe und ihrer ganzen formation nach zur steppenbildu…

steppenblume

DWB

steppen·blume

steppenblume , f. , im bilde: ja klagen musz ich auch die steppenblume, die der kosake an der Theisz gebrochen Max Waldau o diese zeit (1850…

steppenboden

DWB

steppen·boden

steppenboden , m. : der steppenboden ist durchgängig oder abwechselnd dürre, sandig, morastig, auch wohl mit seen und waldungen angefüllt Kr…

steppenbrand

DWB

steppen·brand

steppenbrand , m. : steppenbrände, deren furchtbar verheerende wirkungen wir aus den schilderungen der nordamerikanischen präriebrände genüg…

steppencharakter

DWB

steppen·charakter

steppencharakter , m. : der angränzende theil des festlandes hat in seiner vegetation auch entschiedenen steppencharakter K. E. v. Baer red.…

steppendürr

DWB

steppen·duerr

steppendürr , adj. : wie steppendürre, wie öde es im geist und herzen solcher menschen aussehn musz Tieck schr. (1853) 23, 194 . —

steppenebene

DWB

steppen·ebene

steppenebene , f. : in den breiten continentalen steppenebenen Fr. Th. Vischer ästhetik (1846) 2, 179 . —

steppenerde

DWB

steppe·nerde

steppenerde , f. : will man erproben, wieviel liter blut die braune steppenerde trinken kann E. E. Dwinger zwischen weisz u. rot (1930) 220 …

steppenerdteil

DWB

steppen·erdteil

steppenerdteil , m. : rechnet man Ruszland als eignen steppenerdteil ab Fr. L. Jahn w. (1884) 1, 172 E. —

steppenesel

DWB

steppen·esel

steppenesel , m. , equus asinus africanus Brehm tierl. 3, 68 : den wilden steppenesel traf man hier an Ritter erdk. 2, 543 . —

steppenfalke

DWB

steppen·falke

steppenfalke , m. , falco candicans I. A. Naumann naturgesch. d. vögel (1822) 1, 269 . —

steppenfarbe

DWB

steppen·farbe

steppenfarbe , f. : isabellgelb ist die wüstenfarbe, dunkelgelb die steppenfarbe Brehm tierl. 1, 25 . —

steppenfauna

DWB

steppen·fauna

steppenfauna , f. : eine rein arktische fauna, zeitweise eine subarktische steppenfauna ( hat ) die vorherrschaft in Mitteleuropa gehabt Neh…

steppenfeger

DWB

steppen·feger

steppenfeger , m. , bildlich vom samum: kennst du den samum, den totbeschwingten jäger? oft hab ich ihn ereilt im tollsten jagen und ihn bei…

steppen als Zweitglied (2 von 2)

absteppen

DWB

abs·teppen

absteppen , consuere, cuspidatim exornare: ein kleid, einen rock absteppen.

Ableitungen von steppen (2 von 2)

besteppen

DWB

besteppen , acu praetexere: handschuhe mit seide besteppt und bequastet. Göthe 24, 35 .

versteppen

DWB

versteppen , verb. , zu steppen ' nähen '. 1) ' festnähen, einnähen ' (faur-): da machte ich .. ein .. schulterkleid .. und versteppte manch…