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steinig

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

steinig

steinig

Stein m. ‘natürlicher, aus Mineralien bestehender, fester, harter Körper, Fels’, ahd. (8. Jh.), mhd. stein, asächs. mnd. stēn, mnl. nl. steen, afries. stēn, aengl. stān, engl. stone, anord. steinn, schwed. sten, got. stains (germ. *staina-) kann wie griech. stī́on (στῖον) ‘Kiesel’, aslaw. stěna, russ. stená (стена) ‘Wand’ als Bildung mit dem Suffix ie. -no- im Sinne von ‘das Harte, Verdichtete’ zu einer Wurzel ie. *stāi-, *stī̌- ‘(sich) verdichten, zusammendrängen, stopfen, gerinnen, stocken’ gestellt werden, zu der vielleicht auch aind. styā́yatē ‘gerinnt, wird fest’, griech. stī́ā (στία) ‘Steinchen, Kiesel’, stéār (στέαρ) ‘(stehendes) Fett, Talg’ (s. Stearin), lat. stīria ‘Tropfen’, lit. stìngti ‘fest werden, starr, steif werden, gerinnen’ gehören. Redensartlich Stein des Anstoßes ‘Ursache für ein Ärgernis’ (Luther), jmdm. einen Stein in den Garten werfen ‘etw. jmdm. zum Ärger tun’, Steine in den Weg legen ‘Hindernisse bereiten’ (16. Jh.). – steinhart Adj. ‘hart wie Stein, sehr hart, mitleidlos’, mhd. steinherte, -hart. steinreich Adj. ‘viele Steine, Felsbrocken aufweisend’, vor allem steigernd ‘sehr reich’ (15. Jh.). Ebenfalls vergleichend-steigernd steinalt Adj. ‘hochbetagt’ (16. Jh.). steinern Adj. ‘aus Stein bestehend’ (um 1500), älter ahd. (um 800), mhd. steinīn. steinig Adj. ‘voller Steine, uneben’, ahd. steinag (um 800), mhd. steinec, steinic. steinigen Vb. ‘durch Steinwürfe töten’ als Art der Hinrichtung (15. Jh.); älter steinen nach entsprechendem ahd. steinōn (9. Jh.), mhd. steinen; vgl. dagegen ahd. steinen ‘mit Edelsteinen besetzen’ (8. Jh.). versteinern Vb. ‘zu Stein machen oder werden’ (Ende 17. Jh.), für älteres versteinen, mhd. versteinen; versteinert Part.adj. ‘zu Stein geworden’ (von Fossilien), ‘erstarrt’ (18. Jh.); Versteinerung f. ‘zu Stein gewordener Überrest eines Lebewesens’ (18. Jh.). Steinbock m. Ziegengattung des Hochgebirges, mhd. steinboc, zu Stein ‘Fels’ (s. oben); daneben Steingeiß f., mhd. steingeiʒ. Als Name eines Tierkreiszeichens und Sternbilds (Stainpock, 15. Jh.) Übersetzung von lat. caprīcornus; aus lat. caper, Genitiv caprī ‘Bock’ und lat. cornū n., cornus m. ‘Horn’, entsprechend griech. aigócerōs (αὶγόκερως), aus griech. aíx, Genitiv aigós (αἴξ, αἴγός) f. ‘Ziege’, m. ‘Bock’ und kéras, in der Komposition -kerōs (κέρας, -κερως) ‘Horn’. Steinbrech m. Heilpflanze, gilt seit der Antike als „Steine brechendes“ Mittel bei Nieren- und Blasensteinen, ahd. steinbrehha, -brech(e) f. (Hs. 11. Jh.), spätmhd. steinbreche f., mnd. stēnbreke. Der Name ist eine Übersetzung von lat. saxifraga (herba) f., zu lat. saxifragus Adj. ‘Steine brechend’ (Plinius), aus lat. saxum ‘Fels, Stein’ und lat. frangere (frāctum) ‘zerbrechen’. Als Gattungsbegriff botan.-lat. Saxifraga (Linné 1753). Maskulines Genus beginnt vom 14. Jh. an sich durchzusetzen. Heilende Wirkung bei Steinleiden wird der Pflanze heute nicht mehr zugeschrieben. Doch die spätere Erklärung, der Name der Pflanze sei entstanden, weil sie „auf den Felsen und Steinklippen wachse“, ist eine nachträgliche und für eine Wiesenpflanze wie den Steinbrech überdies unzutreffende Interpretation. Vgl. Marzell 4, 139. Steingut n. ‘Geschirr aus Ton, glasierte Tonware’ (18. Jh.). Steinmetz m. ‘Bearbeiter von Steinen’, ahd. steinmezzo (um 1000), mhd. steinmetze. Dessen zweiter Bestandteil gilt als Rückentlehnung aus galloroman. *matsio ‘Maurer’ (woraus mlat. macio, matio sowie afrz. frz. maçon ‘Maurer’), das seinerseits aus dem Germ. hergeleitet wird, und zwar aus einem zu germ. *makō(n) in der Endung latinisierten *makjo ‘Maurer, Steinmetz’. In germ. *makō(n) sieht man eine Substantivbildung zu dem unter machen (s. d.) behandelten Verb, hier in seiner frühen, vorauszusetzenden Bedeutung ‘kneten, formen, zusammenfügen’ im Bereich des Lehmbaus. Steinpilz m. (Anfang 18. Jh.), wohl nach seinem festen Fleisch und dem steinähnlichen Äußeren der jungen Pilze.
3887 Zeichen · 144 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Steinig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Steinig , -er, -ste, adj. et adv. 1. Steine enthaltend, und in engerer Bedeutung viele Steine enthaltend, doch nur so fe…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    steinig

    Goethe-Wörterbuch

    steinig [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    steinig

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    steinig allg. Adj. 1. steinern, von Stein. N-e steinigi Stëg Su. Steinigi Hoftorpföste n Dü. Das Hus wär a uch verbrennt…

  4. Spezial
    steinig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    stei|nig adj. plëgn de peres, da peres, da sasc.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steinig

13 Bildungen · 7 Erstglied · 3 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von steinig 2 Analysen

stein + -ig

steinig leitet sich vom Lemma stein ab mit Suffix -ig.

Alternativen: ste+-in+-ig

steinig‑ als Erstglied (7 von 7)

steinigen

DWB

stein·igen

steinigen , vb. , denominativum wie steinen, sp. 2064, doch jünger und weit weniger entwickelt als dieses; vgl. einen und einigen, reinen un…

steiniger

DWB

steiniger , m. lapidator ein steiniger oder steinwerffer Frisius 755 b und danach in den wbb. bis ins 19. jh.; gelegentlich auch literarisch…

steinigeⁿ

Idiotikon

steinigeⁿ Band 11, Spalte 935 steinigeⁿ 11,935

Steinigtwolmsdorf

Meyers

Steinigtwolmsdorf , Dorf in der sächs. Kreis- und Amtsh. Bautzen, an der Wesenitz, 309 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Lein- und Damastwebe…

steinigung

DWB

steinig·ung

steinigung , f. 1 1) das werfen oder bewerfen mit steinen: lapidatio steinigung, das ist, wenn man mit steinen zesamen wirfft Frisius-Cholin…

steinigunge

Lexer

steinigunge stf. abgränzung mit marksteinen Gr.w. 2,172 ;

Steinigwerden

Meyers

steinig·werden

Steinigwerden , eine Bildungsabweichung der saftigen Früchte, besonders der Birnen, Quitten und Mispeln, wobei der größere Teil des Fruchtfl…

steinig als Zweitglied (3 von 3)

g(e)steinig

Idiotikon

g(e)steinig Band 11, Spalte 933 g(e)steinig 11,933

Ableitungen von steinig (3 von 3)

Unsteinig

Campe

Unsteinig , adj . u. adv . nicht steinig, keine Steine enthaltend.

versteinigen

DWB

versteinigen , verb. , obd. wort. 1 1) in der literatur schwindet es im 17. jh. vor steinigen wie versteinen I B. mhd. versteinen Lexer 3, 2…

versteinigung

DWB

versteinigung , f. , Campe. 1 ) zu versteinigen 1; ' handlung, vorgang der steinigung ' : lapidatio Dentzler 313 b ; der da verurtheilt word…