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spuken

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
14
Verweise raus
19

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

spuken

spuken

Spuk m. ‘Gespenst, gespenstisches Treiben, Lärm’, mnd. spōk, spoek, spūk, spȫk, mnl. spooc, nl. spook ‘Geistererscheinung, Gespenst’. Daneben stehen auf hd. Gebiet (vereinzelt; unter nd. Einfluß?) mhd. gespüc, frühnhd. gespug (15. Jh.), nhd. Gespeuck (17. Jh.) und Spugniß (Luther, nach mnd. spȫknisse), die sich jedoch nicht fortsetzen. Vielmehr dringt nd. Spuk über norddeutsche Schriftsteller in die Literatursprache ein (17. Jh.). Alle bisherigen Erklärungsversuche sind unbefriedigend, z. B. Verbindung mit lett. spīgana ‘Geistererscheinung, Drache, Hexe’, spīgainis ‘Irrlicht’, lit. spingė́ti ‘flimmern, flackern, glitzern’ oder mit aengl. pūca, engl. puck ‘Kobold’, anord. pūki ‘Teufel’, schwed. (mundartlich) puke ‘Kobold’. de Vries Nl. 682 erwägt daher Herkunft des nd. nl. Wortes aus der Substratsprache eines Hünengräbervolkes. – spuken Vb. ‘als Geist sein Wesen treiben, als Geist erscheinen, umgehen’ (17. Jh.). Ausgangsform ist mnd. nd. spȫken, wie auch norddeutsche Schriftsteller des 16. und 17. Jhs. schreiben. In der Literatursprache wird hingegen der Stammvokal an Spuk angeglichen. spukhaft Adj. ‘gespenstisch’ (19. Jh.), vgl. nd. spȫkhaftig. Spökenkieker m. nordd. ‘Geisterseher, wer das zweite Gesicht hat’ (19. Jh.), zu mnd. spȫk (s. oben) und kieken ‘gucken, sehen’ (s. d.).
1298 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spuken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Spuken , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches am häufigsten unpersönlich gebraucht wird, aber nur in de…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    spuken

    Goethe-Wörterbuch

    spuken [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    spuken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    spuke n [pỳkə Obbruck Mittl. Weckolsh. ; pykə Su. Co. Rapp. Barr Str. ; pýkə Wh. ] 1. spuken. In dem Hus spukt's ganz…

  4. Sprichwörter
    Spuken

    Wander (Sprichwörter)

    Spuken 1. Wo's spukt, da liebt oder diebt sich's. – Simrock, 9792; Sailer, 74. 2. Dem spukt's in der Fechtschul'. ( Ulm.…

  5. Spezial
    spuken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    spu|ken vb.impers. ester spiric, ester fantasms. ▬ in diesem Haus spukt es te chësta ciasa él spiric (fantasms).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spuken

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

spuken‑ als Erstglied (1 von 1)

spukenelle

DWB

spuken·elle

spukenelle , f. in der gaunersprache das gespenst, besonders der gehilfe des sefelgräbers ( vgl. oben theil 10, 1, sp. 81), welcher den besc…

spuken als Zweitglied (1 von 1)

vorspuken

DWB

vors·puken

vorspuken , verb. , über die formen, die herkunft des einfachen verb. vgl. teil 10, 2, sp. 214; fürspuken fehlt teil 4, 1, 1, sp. 841: davon…