Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Socke f.
Socke f.
Socke f. (südd. auch m.) umgangssprachlich Socken m. (mit auslautendem -n aus den obliquen Kasus), ‘kurzer Strumpf’. Ahd. soc (9. Jh.), socko (Hs. 13. Jh.), mhd. soc, mnd. sok, asächs. sokk, mnl. soc, nl. sok, aengl. socc, engl. sock sind entlehnt aus lat. soccus ‘niedriger, leichter (griechischer) Schuh’ (eine Art Schlüpfschuh, der zur Hausbekleidung und von den Schauspielern in der Komödie getragen wird), nach griech. *sokchos (*σοκχος), einer Nebenform von griech. sykchís (συκχίς), einem wohl oriental. Lehnwort. Anfangs wird im Dt. übereinstimmend mit dem Lat. das maskuline Genus bewahrt; aus dem Plural (ahd. socka, mhd. socke) entwickelt sich jedoch bereits im Frühnhd. (16. Jh.) die feminine Form Socke (Plur. Socken). Die Wendung sich auf die Socken machen ‘davongehen, fortlaufen’ (18. Jh.) stammt aus der Studentensprache; vgl. jmdm. auf den Socken sein ‘ihm auf den Fersen sein, folgen’, auf den Socken nachgehen ‘unmittelbar folgen’ (16. Jh.).