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Sklave

nhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Sklave Der

Bd. 4, Sp. 458b
Der Sklave, — n, Mz. — n; die Sklavinn, eine Person, welche einer andern als förmliches Eigenthum angehöret, von derselben wie ein Eigenthum behandelt werden kann, und ihr alle und jede Dienste, welche sie von ihr verlanget, verrichten muß. Einen zum Sklaven machen. Sklaven kaufen, verkaufen. Mit Sklaven Handel treiben. I alten Zeiten wurden auch bei den gebildeten Völkern die überwundenen und gefangenen Feinde als Sklaven angesehen und behandelt, und bei den sogenannten wilden Völkern geschieht es jetzt noch, daher Sklave in engerer Bedeutung einen solchen Gefangenen bezeichnet. Ob es gleich in einem weitern Sinne in Europa noch jetzt Sklaven in unzähliger Menge giebt, bloß daß man sie nicht geradezu verkauft, so giebt es doch seit der Verbreitung des Kristenthums daselbst keine Sklaven in der oben angegebenen engern Bedeutung, und die kristlichen Europäer erlaubten sich nur — noch bis vor wenigen Jahren — ihre farbigen Brüder aus Afrika als Sklaven in ihre Besitzungen in Amerika herdenweise zu schleppen, und daselbst wie Vieh zu verkaufen, welcher empörende Menschenhandel aber in den neuern Zeiten, theils beschränkt, theils schon gänzlich abgeschafft worden ist. Die Leibeigenen, welche es in Europa in mehrern Ländern vor kurzen noch gab und in Rußland noch giebt, befinden sich in einem bessern Zustande als die Sklaven, weil sie der Willkühr ihrer Herren nicht so ganz unterworfen sind, wie die Sklaven. Uneigentlich. Eines Andern Sklave sein, von seinem Willen, seinen Befehlen ganz abhangen, keinen freien Willen haben. Ein Sklave seiner Leidenschaften sein, sich von ihnen ohne Widerstand, oder ohne Kraft zu widerstehen, beherrschen lassen. Ein Sklave seines Amtes sein, durch dasselbe so gebunden sein, daß man keine Freiheit für sich zu handeln, keine Zeit zu andern Dingen übrig behält.
1818 Zeichen · 12 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sklave

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Sklave , S. Adelung Sclave .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sklave

    Goethe-Wörterbuch

    Sklave [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sklave

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sklave , s. Sklaverei .

  4. modern
    Dialekt
    Sklavem.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Sklave m. : wie schd., Schklav (šglāf) [vereinzelt, Lambert Penns 134], Kschlav [ Lambert Penns 134].

  5. Sprichwörter
    Sklave

    Wander (Sprichwörter)

    Sklave 1. Auch der Sklave ist ein Mensch. Ein afrikanischer Negerstamm hat, um den Gedanken auszudrücken: Ein Sklave ist…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sklave

113 Bildungen · 113 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

sklave‑ als Erstglied (30 von 113)

sklavenaas

DWB

sklaven·aas

sklavenaas , n. leichnam eines sklaven, verächtlich: auf rothen wogen wälzt der Rhein die sklavenäser fort. Voss 4, 38 .

sklavenarbeit

DWB

sklaven·arbeit

sklavenarbeit , f. arbeit, die ein sklave thun musz, die einem sklaven ziemt, harte arbeit. Campe, schlavenarbeit, lavoro, fatica da schiavo…

sklavenarm

DWB

sklaven·arm

sklavenarm , m. : wenn Emma von dem thron in sclaven-armen ( Eginhards ) fält, so darff ein schreiber wol den kiel in purpur tauchen. Günthe…

sklavenart

DWB

sklaven·art

sklavenart , f. art, die sklaven eigen, gemäsz ist: die bracken ziehn durch wohl erlernte weiten wie schelme schlau, vertheilt zu beyden sei…

sklavenband

DWB

sklaven·band

sklavenband , n. band, fessel, wie sie sklaven angelegt werden, uneigentlich: so hält mich Thoas hier, ein edler mann, in ernsten heil'gen s…

sklavenbande

DWB

sklaven·bande

sklavenbande , f. bande, zusammengehörende menge von sklaven. Campe, heute nur verächtlich.

sklavenbeugsamkeit

DWB

sklaven·beugsamkeit

sklavenbeugsamkeit , f. : ohne, wie ein neger, dich zu bücken, warst du doch des fürsten treuster mann; nicht durch sklavenbeugsamkeit des r…

sklavenblut

DWB

sklaven·blut

sklavenblut , n. : fragst du auch nach sklavenblute? — in morästen such die spuren seiner ströme. jeden lauen tropfen hab'ich ( Acheloos ) a…

sklavenbrick

DWB

sklaven·brick

sklavenbrick , f. brick, brigg, die zum sklavenfang dient. vgl. sklavenschiff : die peitsche tönt, die fessel: noch einmal schau' zurück! o …

sklavenbürde

DWB

sklaven·buerde

sklavenbürde , f. : dich ( die tugend ) ehrt um eigennutz, um lob und würde, die heucheley; er ( der wahrhaft tugendhafte ) aber dich um got…

sklavendemuth

DWB

sklaven·demuth

sklavendemuth , f. : nachdem ich ( Leicester ) zehen bittre jahre lang dem götzen ihrer ( Elisabeths ) eitelkeit geopfert, mich jedem wechse…

sklavendienst

DWB

sklaven·dienst

sklavendienst , m. dienst, den ein sklave leisten musz, der einem sklaven ziemt, schlavendienst, servit da schiavo. Kramer deutsch-ital. di…

sklavendorf

DWB

sklaven·dorf

sklavendorf , n. von sklaven bewohntes dorf, von einem dorfe mecklenburgischer leibeigener: im blauen tremsenkranz juchhein, zu weidenflöten…

sklaveneisen

DWB

sklave·neisen

sklaveneisen , n. eiserne fessel für sklaven. Campe ( in dem dort angeführten verse Hallers steht eisen, nicht sklaveneisen. 78, 18 Hirzel )…

sklavenerde

DWB

sklave·nerde

sklavenerde , f. : nimmer fänden unsre leiber unter sklavenerde ruh'. W. Müller ged. 2 (1868) , 100 .

sklavenerlöser

DWB

sklaven·erloeser

sklavenerlöser , m. : das war ohne zweifel der zerfetzte bettel-pfaff', der sich für einen sclaven-erlöser ausgab. F. Müller 2, 65 .

sklavenfang

DWB

sklaven·fang

sklavenfang , m. fang von sklaven, zu sklaven bestimmten, wie er z. b. in Afrika geübt wurde.

sklavenfessel

DWB

sklaven·fessel

sklavenfessel , f. fessel für sklaven. Campe : nachdem die gefangenen verhört waren, wurden ihnen nach asiatischem kriegsgebrauch die sklave…

sklavenfisch

DWB

sklaven·fisch

sklavenfisch , m. ein fisch, der in der Südsee und an der arabischen küste vorkommt, therapon. Oken 6, 254 .

Sklavenfluß

Herder

Sklavenfluß , engl. slave river der Abfluß mehrer Seen in Britisch-Nordamerika, bildet den 560 QM. einnehmenden großen Sklavensee , entfließ…

sklavenfrage

DWB

sklaven·frage

sklavenfrage , f. die sklaverei als gegenstand der erörterung, verhandlung, bekämpfung.

sklavenfrohn

DWB

sklaven·frohn

sklavenfrohn , m. frohndienst, wie ihn sklaven leisten müssen: lege reuig deine waffen nieder vor des Türken thron, beuge friedlich deinen n…

sklavenfürst

DWB

sklaven·fuerst

sklavenfürst , m. der über sklaven herrscht: dich kriegesgott bring' ich ( der dämon der list ) zur ruh, dich sklavenfürsten will ich wecken…

sklavenfurcht

DWB

sklaven·furcht

sklavenfurcht , f. furcht eines sklaven, sklavische furcht. Campe, mit folgendem beleg: die garstigste mischung von sklavenfurcht und dummhe…

sklavenfusz

DWB

sklavenfusz , m. : mit unsern leichen wollen wir des grabes decke sein, dasz nimmer deinen ( des Leonidas ) heil'gen staub berühr' ein sklav…

sklavengeduld

DWB

sklaven·geduld

sklavengeduld , f. geduld wie sie sklaven eignet: denn mancher erleidet mit sklavengeduld noch grau'nvolle sühne für anderer schuld. Leuthol…

sklavengefecht

DWB

sklaven·gefecht

sklavengefecht , n. gefecht zwischen sklaven. Campe, mit folgendem beleg: die sklavengefecht hier wählten zum schauspiel. Sonnenberg.

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APA
Cotta, M. (2026). „sklave". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sklave/campe
MLA
Cotta, Marcel. „sklave". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sklave/campe. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sklave". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sklave/campe.
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