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silbe

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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36 in 18 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

silbe f.

Bd. 16, Sp. 968
silbe, f. syllaba. II. formales. das zu grunde liegende griech.-lat. wort erscheint ahd. in seiner ursprünglichen form syllaba. Notker de interpret. 6 (1, 508, 7 Piper) und der häufigen mlat. schreibung i für y gemäsz als sillaba. Otfrid 1, 1, 23, im obliquen casus ebenso: samint tero anderûn syllaba pezeichenet iʒ (die silbe rex in sorex). Notker de interpret. 6 (1, 508, 13 Piper), aber auch mit schwacher flexion sillabon. ps. 44, 2 (die stelle s. unter II, 1). daneben begegnen formen mit vocalassimilation, und zwar wird sowol der erste vocal den beiden andern angeglichen: sallaba Steinmeyer-Sievers gl. 1, 247, 30 als der zweite dem ersten: sillibon Notker Wessobr. ps. 44, 2 (s. II, 1). mhd. schwächt sich wie bei deutschen wörtern gleich ahd. geba die endsilbe ab zu e, dringt dann diese abschwächung weiter bis zur mittelsilbe: sillabe, sillebe Trist. 10120 (s. unter II, 1) und schwindet endlich der mittelvocal ganz: silbe. minnesinger 3, 468l Hagen (s. II, 1). aus dem 15. jahrh. ist eine form mit m für b bezeugt, die wol durch angleichung an das n der flexionssilbe entstanden ist: mein silmenczal die sein doch wol geseczet mit silmen reimen also gancz. Beheim bei Schmeller2 2, 266. noch nhd. begegnet sillab, syllaba Dief. nov. gloss. 339a, syllabe Luther 6, 309b. 8, 346b. Opitz poet. 36 neudruck. Comenius sprachenth. 747 (s. II, 1. 2) und noch später: wilstu, liebe seele, mit nutzen in der bibel lesen, so mustu den herrn Jesum in allen zeilen, ja in allen worten und syllaben suchen. Sperling Nicodemus quaerens et Jesus respondens 1 (1718), 40. heute ist diese form veraltet, ebenso die im 17. und 18. jahrh. bezeugte schreibung syllbe. Opitz poet. 36 neudruck. Gottsched sprachk. 62. Lessing 3, 409 (s. II, 1. 2). häufiger ist nhd. sylben Maaler 397a. Calepin (1579) 1514b, sylb Hulsius syllabierbüchl. 5, 2 Roethe (s. II, 1). Stieler 2244, sylbe Hulsius (1616) 317a. Stieler 2244. Steinbach 2, 780. Frisch 2, 358a. Adelung und so wol bis heute. daneben setzt sich die dem deutschen vocalismus angeglichene mhd. schreibung mit i fort, die auch nhd. gewisz stets der herrschenden aussprache gemäsz bleibt, silb Dasypodius. Schottel 1416, silbe Hulsius (1616) 298b. Frisch 2, 271a. Campe. Stieler bemerkt: quid? si nobis hoc vocab. tribuamus, atque derivemus a selb, quod est per se existens, solitarius, et ipsissimus, atque ita scribendum esset silbe, non sylbe. 2244. Adelung miszbilligt silbe als nicht der abstammung des worts entsprechend. heute überwiegt diese schreibung.die flexion ist mhd. schwach, frühnhd. schwach und stark, heute die gewöhnliche der feminina.aus frühnhd. zeit ist übergang ins masc. bezeugt: item latein die nicht congrua, sey ein wort oder mêr oder ein aigner nam für iden silben, einen silben zw straff. schulzettel d. meistersinger zu Nürnberg v. 1540 § 2 bei Hertel mittheil. über d. Zwickauer handschriften des Hans Sachs 26. das wort ist natürlich von den puristen bekämpft worden, aber bis heute ohne erfolg: Germani nostri critici pro hoc vocab. substituunt wortglied, quod tamen in monosyllabis vocabulis non quadrat. glied, membrum, enim relationem ad aliud habet. ergo potius teutonice proferendum erit: letterstand, quoniam syllaba est, quae primo nascitur ex litera, et deinde generat ex se vocem. Stieler 2244. dem hier vorgeschlagenen letterstand läszt sich ndl. lettergreep, silbe vergleichen. IIII. bedeutung und gebrauch. II@11) silbe als ausdruck der grammatik. ältere erklärungen: sylben (die) das ist, begriff etlicher buochstaben zuo einer stimm, syllaba. Maaler 397a; ein sylb ist ein ordenliche samlung der buochstaben zu eim gewissen gethön. Helber syllabierbüchl. 5, 2 Roethe; so viel man ihrer (der 'selbstlauter und mitlauter'), mit einem einzigen aufthun des mundes, zugleich aussprechen kann, so dasz sie nur einen laut geben, die nennet man eine syllbe. Gottsched sprachk. (1762) 62. (über die heutige auffassung des begriffs, eintheilung u. dergl. vgl. Sievers in Pauls grundr. d. germ. phil. 1 [1891], 270 ff.). andere belege für die eigentliche grammatische anwendung: ein uuort ist, daʒ der fater gesprochen habet, daʒ ist fone diû spuôtig, uuanda iʒ eînzen sillabon niêht [] gesprochen neist, doh iʒ so êuuigo gesprochen sî, daʒ an demo sprechenne initium noh finis nesî. Notker ps. 44, 2 (Wessobr. ps. sillibon); kain wort, sillab oder bûchstap. quelle v. 1386 bei Lexer mhd. handwb. 2, 925; ain kurtze underweysung, wie man die teütschen wörter in jre silben taylen, und zusamen buchstaben soll. Ickelsamer gramm. 29 Kohler; denn ich auch selber mich an solche wort und syllaben nicht binde, sonder heute so, morgen sonst, die wort spreche. Luther 6, 309b; darumb sollen wir auch bey dem jungen und einfeltigen volck, solche stück (des katechismus) also leren, das wir nicht eine syllaben verrücken. 8, 346b; buchstaben werden auf viererlei weisen zusam gefüegt, domit ein sylb aus jhnen werde. Helber 12, 16 Roethe; sie (gewisse wörter) mangelen des buochstabs e nach dem g oder b, in der ersten sylben. 13, 13; er (der sprachlehrer) hefftet die syllaben zusammen. Comenius sprachenth. (1657) 747; die wortforschung beobachtet die silben, wie solche recht auszureden und zu schreiben. Schottel 182; dieselben wörter und silben, welche wesentlich zusammen gehören, sollen billig unzerteihlt also zusammen gelassen, und unzertrennet geschrieben werden. 195; nu begundes an in beiden (den namen 'Tantris' und 'Tristan') die sillaben (lesart silleben) scheiden. Gottfried v. Straszburg Trist. 255, 2 Maszmann (10120 Hagen); ir (der rhetorik) bluomen gênt vür golt, edelʒ gestein, die silben, rîm' mit worten glanz, mit blüender red' gesliffen ûf ein(en) stein. minnes. 3, 468l Hagen. II@22) die letzte stelle scheint in erster linie auf gebundene rede zu gehen, wie denn das wort natürlich überhaupt vielfach in bezug auf metrik gebraucht wird: (ein vers) ein silben zu kurz, ein silben zu lang (kostet) 1 silben zu straff. schulzettel d. meistersinger zu Nürnberg v. 1540 § 2 bei Hertel mittheil. über die Zwickauer handschriften des Hans Sachs 27 ('das heiszt wol s. v. a. für eine sylbe muszte eine kleinste münze als strafe erlegt werden' 25); ein reim ist eine uber einstimmung des lautes der syllaben und wörter zue ende zweyer oder mehrer verse. Opitz poet. 36 neudr.; damit aber die syllben und worte in die reimen recht gebracht werden, sind nachfolgende lehren in acht zue nemen. ebenda; so schicken sich auch nicht zusammen entgegen und pflegen; verkehren und hören: weil das ö von unns als ein ε, unnd mitlere sylbe im verkehren wie mit einem η gelesen wirdt. ebenda; der vers ist eine sylbe länger. Steinbach 2, 780; wer wollte sie (die volkslieder) sammeln — wer für unsre kritiker, die ja so gut sylben zählen, und skandiren können, drucken lassen? Herder 5, 189 Suphan; du (der Marner) hâst die mûseken an der hant, die sillaben an dem vinger gemeʒʒen. minnes. 3, 56b Hagen; der ich zu tichten han gedacht, wie vor der maister zunge vlacht materig zu reim, mit sluʒ in punt der silben zal, der chunsten grunt ir hertz was ancherheftig. Suchenwirt 21, 8; hilff, gott, das mir gelinge, du edler schöpfer mein, die silben reimen zwingen zu lob den ehren dein. bergreihen 21, 15 neudruck. silben verschleifen, in der aussprache zusammen ziehen: mithin ist auf der vierten hebung ein wort aus zwei verschleiften silben auch mit consonantenauslaut unrichtig. Lachmann anm. zu d. Nib. 24. lange, kurze, mittlere sylbe, syllaba longa, seu producta, brevis, sive correpta, et anceps, sive media. Stieler 2244: und also glauben sie es noch nicht, dasz levis, wenn die erste syllbe lang ist, allzeit glatt oder blank heiszt? Lessing 3, 409. II@33) es heiszt von der grammatik: die lert lateinisch reden und sprechen, die silben spalten, piegen und prechen. fastn. sp. 740, 9 Keller. silben spalten dann auch freier: wortklauberei treiben, ebenso silben klauben. Campe und sylben stechen. Adelung ('eine vermutlich aus den leseschulen entlehnte redensart, wo die kinder die sylben mit spitzigen griffeln zeigen'): dann lachen sie mit recht, wenn einer sylben sticht. Kästner bei Adelung; scherzhaft von schriftstellerischer thätigkeit: freilich kommt jetzt die zeit, wo ihr andern Διονύσου τεχνῖται was bessers zu thun habet, als gedanken zu haschen und sylben zu stechen. Wieland in den briefen an Merck (1835) 306. [] II@44) nicht eine silbe, keine silbe, wie: 'kein wort', doch die negation verstärkend: nu aber ist von Christo, von glauben, von vergebung der sünde, nicht ein syllabe, nicht ein tittel in so viel grossen büchern jrer decretal. Just. Jonas bei Luther 6, 420a; er kan keine sylbe darvon, nihil omnino memoria tenet de ista re. Stieler 2244; nicht eine sylbe vorbringen können. Adelung; ich verstehe keine sylbe davon. ebenda; glaubt es nicht vater! glaubt ihm keine silbe! Schiller räuber 1, 1 schauspiel; auch dieses fürsten wurde in dem Lübecker frieden mit keiner sylbe gedacht. schriften 8, 132; aber im allgemeinen genommen, ist in deinen schluszworten keine wahre sylbe. Göthe 36, 245; der fremde selbst erwiederte keine sylbe auf meine abschlägige antwort. Thümmel reise 1 (1791), 45; daran hatte ich nun mit keiner sylbe gedacht. Seume 2 (1826), 171. ähnlich: und so bewundernswerth er (der grüne esel) anfangs allen schien: so dacht itzt doch kein mensch mit einer sylb an ihn. Gellert 1 (1775), 98; hätten sie mir mit einer sylbe gesagt, dasz sie etwas von der hören wollten, in einem weg hätte ich plaudern wollen. Iffland hagest. 1, 4; Wuz trug seinen mit dem gas der liebe aufgefüllten und emporgetriebnen herzballon freudig ins alumneum zurück, ohne jemand eine silbe zu melden. J. Paul Wuz 138. pluralisch: was du mir künftig magst zu hinterbringen haben, sprich es nie mit sylben aus, vertrau es nie den lippen. Schiller don Carlos 2, 4. im anschlusz an solchen gebrauch erscheint dann das wort auch wo kein negativer sinn vorhanden ist, mundartlich in der bedeutung: kurze äuszerung in worten: er het-em e silbe mitg'gë, ein kleines schreiben. Hunziker 241. II@55) in freier übertragung: zerstücke den donner in seine einfachen sylben, und du wirst kinder damit in den schlummer singen. Schiller Fiesko 3, 2.
10257 Zeichen · 194 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SILBE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    SILBE s. SILLEBE .

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    silbeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    silbe , F. nhd. „Silbe“ Hw.: s. sillabe, sīilve I.: Lw. lat. syllaba E.: s. lat. syllaba, F., Silbe; gr. συλλαβή (syllab…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Silbe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Silbe , S. Adelung Sylbe .

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Silbe

    Goethe-Wörterbuch

    Silbe [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Silbe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Silbe , Sylbe (lat. syllaba ), mit einem Stimmabsatz ausgesprochenes Wort oder solcher Theil eines Wortes. Die S.n sind …

  6. modern
    Dialekt
    Silbef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Silbe f. : wie schd., Silb [verbr., Christmann Kaulb 14], Silw [ Mang 97], Pl. Silwe [verbr.]. RA.: Ich hun kaaⁿ S. devu…

  7. Sprichwörter
    Silbe

    Wander (Sprichwörter)

    Silbe Silben stechen. Sich pedantisch mit Wortklauberei abgeben.

  8. Spezial
    Silbef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +17 Parallelbelege

    Silbe , f слог , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit silbe

1.237 Bildungen · 1.196 Erstglied · 40 Zweitglied · 1 Ableitungen

silbe‑ als Erstglied (30 von 1.196)

Silbe(n)schlahen

Idiotikon

Silbe(n)schlahen Band 9, Spalte 327 Silbe(n)schlahen 9,327

Silbe(n)stëcher

Idiotikon

Silbe(n)stëcher Band 10, Spalte 1282 Silbe(n)stëcher 10,1282

silbeln

DWB

silbeln , verb. , s. das folgende.

silbenbau

DWB

silben·bau

silbenbau , m. bau, zusammensetzung der silben Campe, mit folgendem beleg: natürlich wendet sich die rede vom silbenbau zum silbenmasze. Her…

silbenbiegung

DWB

silben·biegung

silbenbiegung , f. : so findet man, dasz dem orientalen bei allem alles einfällt, so dasz er, über's kreuz das fernste zu verknüpfen gewohnt…

silbenbildend

DWB

silbenbildend , part. : silbenbildende laute, z. b. l der aussprache nach in hand(e)l.

silbendrehen

DWB

silben·drehen

silbendrehen , n. : mit eurem wörterzählen und silbendrehen macht ihr just auch die leute selbst so verwirrt, dasz sie die augen verkehren, …

silbenfänger

DWB

silben·faenger

silbenfänger , m. : auceps syllabarum Cic. orat. 1, 55, i. e. ein sylbenfänger, sylbenhascher, der nur auf die sylben und worte achtung gieb…

silbenfall

DWB

silben·fall

silbenfall , m. tonfall einzelner silben, rhythmus. Campe : dem poeten, welchem tact, parallel-stellung, sylbenfall, reim die gröszten hinde…

silbenfusz

DWB

silbenfusz , m. versfusz: wird dieses versäumt, so ist alles übrige bestreben ( des dichters oder des bildenden künstlers ) völlig vergebens…

silbengebäude

DWB

silben·gebaeude

silbengebäude , n. : also nenne auch die prosa alter art kein syllbengebäude, sondern gieb diesen namen vorzüglich der neuen kunst in versen…

silbengebiet

DWB

silben·gebiet

silbengebiet , n. : das grosze und mannigfaltige wort- und sylbengebiet. Bürger 351 ( ausführlicher steht die stelle unter silbenstecher).

silbengeklingel

DWB

silben·geklingel

silbengeklingel , n. : aus diesen beispielen siehet man, dasz dies wort ( das durch verfertigen zurückgedrängte fertigen) nicht veraltet ist…

silbengewirr

DWB

silben·gewirr

silbengewirr , n. gewirr von silben. Campe mit folgendem beleg: und der ungelehrte ... vermag sich aus dem labyrinthischen silbengewirr nich…

silbengezählt

DWB

silbengezählt , part. von versen, deren silben gezählt sind, die in der silbenzahl, im metrum genau zu einem bestimmten muster stimmen, frei…

silbe als Zweitglied (30 von 40)

ABLEITSILBE

DWB2

DWB2 ABLEITSILBE f. DWB2 wie ableitungssilbe: DWB2 ⟨1813⟩ warum man nicht nach ‘leitfaden’ auch ‘ableitsylbe’ .. bilden dürfe Jean Paul I 11…

Ableitungssilbe

Campe

ableitung·s·silbe

Die Ableitungssilbe , Mz. die — n, diejenige Silbe, die einem Worte, welches man aus einem andern bildet, angehängt wird, z. B. Freudig ist …

ANFANGSSILBE

DWB2

anfangs·silbe

DWB2 ANFANGSSILBE f. DWB2 erste silbe eines wortes, textabschnitts zu anfang 2: DWB2 1732 wörter .., die .. un zur anfangssylbe haben in: Re…

bundsilbe

DWB

bund·silbe

bundsilbe , f. im reim gebundne silbe: ubel klingende bundsyllaben, die sich zusammen reimen wie ein faust auf ein aug. eselkönig, um 1620. …

einsilbe

DWB

ein·silbe

einsilbe , f. unica syllaba: die herzliche beredsamkeit, wo eine einsilbe oft mehr gilt als ein prahlendes allerseits nach stand und würden.…

grundsilbe

DWB

grund·silbe

-silbe , f., ' wurzelsilbe ': selbe ( wörter ) ... können gleichfals nach ihren grundsylben mit verstand recht geschrieben werden Harsdörfer…

Hauptsilbe

GWB

haupt·silbe

Hauptsilbe -y- phonolog-morphol Grundbestandteil eines Wortes GWB 40,334,12 Notiz in JALZ Dorothea Kühme D.K.

klebsilbe

DWB

kleb·silbe

klebsilbe , f. so nannten die meistersänger silben aus gewaltsamer kürzung, zusammenziehung entstanden, z. b. keim für keinem, gsprochen, im…

nachsilbe

DWB

nach·silbe

nachsilbe , f. gegensatz zu vorsilbe, suffix: es ist leicht durch vor- und nachsilben neue wörter aus alten zu machen. J. Paul vorschule 2, …

nebensilbe

DWB

neben·silbe

nebensilbe , f. : das gesetz der betonung der nebensilben ( die auf die erste silbe eines wortes folgen ) .. ist zuerst an den mittelhochdeu…

nothsilbe

DWB

noth·silbe

nothsilbe , f. : Wolke ... erlaubt den dichtern die freiheit, den zeugefall als eine nothsylbe in reine wörterehen einzuschieben gegen die r…

purpursilbe

DWB

purpur·silbe

purpursilbe , f. purpurne, pomphafte silbe: nicht wird ein jedes lob in purpur-silben gehn. Phil. v. d. Linde galante ged. 112 .

Refrainsilbe

GWB

refrain·silbe

Refrainsilbe den Kehrreim beschließende Tonsilbe; pl Das letzte Ma- welches durch die unbedeutenden Refrain-Sylben aufgefangen wird, gibt de…

reimsilbe

DWB

reim·silbe

reimsilbe , f. diejenige silbe des im reime stehenden wortes, welche den reim enthält. Schottel nennt die reimsilbe, mit abzug der anlautend…

schleppsilbe

DWB

schlepp·silbe

schleppsilbe , f. angehängte silbe: was die inländischen schlepp-silben anbetrifft, an welche Campe das französische und brittische vorrecht…

schwanzsilbe

DWB

schwanz·silbe

schwanzsilbe , f. : oder wie lernt denn der Londner pöbel ein neues lateinisches wort verstehen, welches durch nichts inländisches als eine …

sprechsilbe

DWB

sprech·silbe

sprechsilbe , f. : in Nürnberg, wo der meistersänger, der auf dem singstuhle sein singen mit reden unterbrach, nach der zahl der sprech-sylb…

stammsilbe

DWB

stamm·silbe

stammsilbe , f. silbe, welche den stamm eines wortes bildet: stammsylbe Adelung ; das ist doch wohl grundgesetz der prosodie, dasz keine sta…

starksilbe

DWB

stark·silbe

starksilbe , f. in der phonetik die stärkste silbe ( tonsilbe ) eines sprechtaktes. vgl. Sievers in Pauls grundrisz 2 1, 304.

sterbenssilbe

DWB

sterbens·silbe

-silbe , f. , nach sterbenswort gebildet in negativen wendungen für ' die kleinste silbe ': sonst hab ich auch keine sterbenssilbe von dir g…

stummsilbe

DWB

stumm·silbe

stummsilbe , f. , aus stummen (II D) buchstaben gebildete silbe: stumsillaben ... sind ... zweyer, dreyer oder etlicher stumbuchstaben sämpt…

tonsilbe

DWB

ton·silbe

tonsilbe , f. , diejenige silbe eines wortes, welche den ton hat oder auf welcher der ton liegt Campe ; in menschlich ist z. b. die sylbe me…

ursilbe

DWB

ursilbe , f. , Schelling II 2, 610. —

Ableitungen von silbe (1 von 1)

ursilbe

DWB

ursilbe , f. , Schelling II 2, 610. —