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sid

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DRW
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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

sid

sid, adj., side, adv.

nur mnd. u. mnl.
I niedrig, gering; ua. von Strafen, Rangstellungen
  • eyn man, dy geclaget heft side odder hoch, dy mach syne clage wol verbůten mid syme gewedde
    um 1300 BurgLR. 165
  • mid allen rechten, mid den hogesten und sydesten
    1317 CDPolon.³ II 331
  • [disse houen] schal hebben de kerckhere mit aller gerechticheit vnd mith alleme rechte, hogest vnd sydest, halsz vnd handt
    1318 MecklUB. VI 391 Faksimile
  • dar een man een hues heft tusscen tvien zekeren husen, dat magh hi tymmeren like syn naburen hoge of zide
    1. Hälfte 14. Jh. ZutphenRbr. 64 Faksimile
  • mit aller syner tobehore in watere in weyde ... in holte hoge vn syde
    1392 WolfenbüttelLHArch.
  • eft dar jenichman ... makede lovede efte vorbunt na dessem daghe boven unses landes boek ..., we dat deyt, he sy de hoghe efte de side, de schal wesen unses landes openbarer vorreder
    DithmLR. 1447(Eckh.) § 26 Textarchiv: DithmLR. 1447(Eckh.) § 26
  • broken, recht hoch, middelst und syderst, ... van minem dele ghudes R. ..., alse dat ... hoch und syd, dröghe unde nath, ... unde mid alle synen tobehöringhen is beleghen
    1448 Westphalen,Mon. II 426 Faksimile
  • [wir, voigt der N.] leihen vndt vereignen zu einem rechten eigenthumb ... das vnderste oder siedeste gerichte zu A.
    1452 CDBrandenb. I 18 S. 42
  • dat ick ... vorkope ... dat dorp ... und dat gerichte, hogest und sydest, in velden und in marken
    1474 BrandenbSchSt. I 20
  • offt dar ock we anderss van praelaten offte gudemannen richte hebben in der borde edder vogedie, wo hoch unde wo siedt, wo lüttick unde wo groth
    um 1500 J. Rode, Registrum bonorum ... ecclesiae Bremensis, hg. R. Cappelle (Bremerhaven 1926) 62
  • so we ... beyde nicht vann eyn wolden vnnd doch delenn mostenn, ... seggenn de lerer dath de hoghere alle tydt schall gheuenn denn koere dem syderenn, alße de mann der frouwenn
    vor 1517 LangenbeckGl.(Eichler) G 8
  • were yemantz, dye twyer hande vleysch, dat ys vleysch dat syder ind vleysch dat hoeger gesath were, onder den anderen mengeden ind verkoffte, dat vleysch vanden mynnesten gesette gelyck dat vleysch vanden hoegesten gesette, dye sall gebrockt heben ii guede marck
    1518 DuisburgStR. VII 18
  • welke here enen manne lygeth en scultambacht, de scolde de walt hebben, dat he gerichte hoge unde syde sunder vrage synes heren
    1518 Wasserschleben,RQ. 103 Faksimile
  • vorlyhen de ... feltmarcke C. mit ... gerechten und richten hogesten und szydesten
    1521 BergeUB. 454 Faksimile
  • indem de furste des landes den van H. hefft vorlenet alle richtewalt hogest vnde sydest
    vor 1529 LangenbeckGl.(Eichler) B 1 Cod. B
  • mit broeken hogest, middelst unde sydest
    1551 SchleswHUSamml. III 1 S. 155
  • idt si noch hoge schuld effte sydt
    1649 Seestern-Pauly 10 Faksimile
II breit; formelhaft mit weit
  • þæt me weorðiað wide ond side, menn ofer moldan
    10. Jh. AgsPoetRec. II 63
  • dat om oers gueden gheruchtes wyl ... wyde ende syde voel menschen queemen
    15. Jh.? TijdschrTaalLk. 4 (1884) 22
  • wart bewagen ... dat se beschickeden vele universiteten, schepenstole, ratstole, doctores jurium wyt und syt
    vor 1563 LünebChr. 8

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    sid

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    sid Gl 2,239,41 ( Zürich Rhein. 35, Hs. 9./10. Jh. ) zu: [ dicendum namque est flagella timentibus, ut ... mala praesent…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sîd

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    sîd , side s. sît, site.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    sid

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    sid , s. seit ( sp. 370 ff. ) und sied.

  4. modern
    Dialekt
    sid

    Schweizerisches Idiotikon · +6 Parallelbelege

    sid Band 7, Spalte 1445 sid 7,1445

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sid

388 Bildungen · 386 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

sid‑ als Erstglied (30 von 386)

Sid(e)ler N

Idiotikon

Sid(e)ler N. Band 7, Spalte 303 Sid(e)ler N. 7,303

sīdaf

WWB

sīd-af Adv. [verstr.] abseits; seitwärts. Datt Huß lagg etwas rechts sietaff van’n Wägg ( Ahs Le ). De Weg gaiht sietaf in’t Feld zweigt ab …

sidal

AWB

sidal- s. sidil-.

sidalen

KöblerAhd

sida·len

sidalen , sw. V. (1a) nhd. siedeln, sich niederlassen, verbreiten, ausbreiten ne. settle (V.), spread (V.) ÜG.: lat. fundere Gl, infundere G…

sidr

WWB

si-dar Adv. [ Rek Dor Isl Alt] dort (auf etwas hinweisend). Sidō stäid et dort steht es ( Alt Al).

sidat

WWB

si-dat Adv. [ Rek Dor Isl Alt] das hier, das dort, das da (deiktischer Ausdruck). Ssidat Hüus das Haus dort ( Isl Is ). Ik neªme sidat ich n…

sîd(a)uuurm

AWB

sîd ( a ) uuurm st. m. ; mnd. sîtworm; ae. sídwyrm. — Graff I,1045 s. v. sithauurm. Belege im Nom. Sing., wenn nicht anders angegeben. sid-w…

sidde

KöblerMhd

sidde , st. F. Vw.: s. site

sīddeªme

WWB

sidde·ame

sīd-deªme Adv. [verstr.] 1. seitdem, seither. — 2. In der Verbindung sīd-deªm dat (als Konjunktion) seit. Sīttem dat ’e üäwer de Fünte holle…

sīddeªsen

WWB

sidde·asen

sīd-deªsen Adv. [ Bek Pad Dor Unn Wbg ] 1. Adv. — 1.1. seitdem, seither. — 1.2. unterdessen, inzwischen. — 2. Konj.: seit; von einem Zeitpun…

Siddel II

RhWB

Siddel II = Rückengeschirr des Pferdes, Empore s. Sidel II.

Siddel III

RhWB

Siddel III -ed-, Pl. -ələ lrhn. im OMosfrk in Koch , Kobl , Aden m.: Speichelfluss; er löss S.ə falle be e Oəss (Ochs). S. Sille.

Siddelläppchen

RhWB

Siddel-läppchen m. (n.): Schlabber-, Geiferlätzchen.

siddeln

RhWB

siddeln -ed- schw.: 1. den Speichel fliessen lassen, seibern Allg. — 2. übertr. sich mit allerhand Kunstfertigkeiten beschäftigen, kutzeln; …

siddenmal

DWB

sidde·n·mal

siddenmal u. ähnl., s. seit II, 2, c, sp. 374 f.: siddenmaule, der mensch ain tiere ist gesellig und geborn zuo geberen. so ist schantlich u…

siddern

RhWB

siddern -id- = brodeln s. suddern.

sīddes

WWB

sid·des

sīd-des Adv. [ Bek Pad Dor Arn Mes] 1. seitdem, seither. — 2. unterdessen, inzwischen.

Siddi

RhWB

Siddi  May-Galenbg Sg. t. m.: Rufn. für einen kleinen Hund.

siddig

RhWB

sid·dig

siddig = behutsam, zart s. sittig bei Sitte.

Siddim

Meyers

sid·dim

Siddim , nach hebr. Tradition fruchtbare Ebene in Palästina, mit den Städten Sodom und Gomorra, an deren Stelle dann das Tote Meer trat.

siddinge

MNWB

sid·dinge

sîdinge , siddinge , f. , Bodensenke, Niederung; zahlenmäßige Minderung, Herabsetzung .

Siddons

Meyers

Siddons (spr. ßiddens), Sarah , eine der größten tragischen Schauspielerinnen der Engländer, geb. 4. Juli 1755 zu Brecon in Wales, gest. 8. …

Siddur

Meyers

sid·dur

Siddur (neuhebr., »Ordnung«, vollständiger Siddur ha-tefilla , »Gebetordnung«; hier und da auch abgekürzt Tefilla , »Gebet«, genannt), das G…

sidebeinig

RhWB

side·beinig

side-beinig zī:bē:nĭχ Waldbr-Wildbg Adj.: mit niedrigen, kleinen Beinen versehen, von Tieren, im Gegens. zu hobb.

Ableitungen von sid (2 von 2)

besîden

MNWB

besîden , s. besît, adv. , zur Seite, fort, bei Seite, allein.

side

DWB

side , f. , s. seide, als pflanzenname siden, sien, cuscuta europaea Nemnich. Pritzel - Jessen, vgl. auch sidenbeeri in Glarus, bocksbeere, …