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schöpfer

mhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schöpfer m.

Bd. 15, Sp. 1548
schöpfer, m. einer der schafft oder schöpft, gerät zum schöpfen. nominalbildung zu schöpfen, die in dieser form nur im deutschen und friesischen üblich ist. ags. entspricht scippend, altn. skapari, schwed. skapare, n. skaber, altfr. skippere, mnd. schepper und schipper Schiller-Lübben 4, 75b. 101b, nnd. mnl. und holl. schepper, ahd. skephari, skephare, scepphari, scepheri, skepfor, sceffare, sceffere, scepere Graff 6, 454, mhd. skephære, schephære, sceffêre, scheppêre, schepfer, schöpfer, schopfer Lexer handwb. 2, 705. über etymologie und formentwicklung vergl. das zu schöpfen bemerkte. die formen schuanken im mhd. sehr, z. b.: dad si nît inwolden eeren iren rehten scheiffere. Kraus ged. des 12. jh. 1, 3; der hat ein levent reine unde mah sicherliche gan vor sinen scheffere stan. deutsche chron. 2, 65, 16; daʒ her got sinen schiphere solte haven an groʒer ere. 465, 458; deʒ hat sich maniger herter stain enczway entrent, dô er enphant sein schöffers nôt und sterben. Osw. v. Wolkenstein 115, 2, 4; dasz nimmandes vorsuchen sal sinen schepper und sinen gott. Alsfeld. passionssp. 1174; almechtiger scheppere. 7069; vater almechtiger Jhesu Crist, wan du ein gewaldiger scheppher bist. 7523. die heutige form schöpfer schon bei Megenberg: dar umb, lieber mensch, strek dein prust gegen deinem schöpfer. 24, 32. — nhd. nur schöpfer und in der ältesten zeit daneben schepfer, vereinzelt auch schäpfer (bei Steinbach, s. unten): hast du nicht in dem buch der hailgen schrift gelesen, wie unsers schäpffers hand die sperling auch erhältt? Rompler v. Löwenhalt 77; wilst du der ordnung dan des schäpffers widerstreben? 140. Stieler 1710 bemerkt: male nonnulli schöffer, non schöpfer, scribi contendunt, quia schöpfer non esset creator, sed hauriens et antlans. verum schöpfer venit ab antiquo Saxon. scheppen, et inde est, schepper, nobis schöpfer. schaffer autem, et erschaffer, id. est, quod schöpfer, genitor. mundartlich ohne formelle abweichungen, wenig verbreitet. vgl. zum ganzen Weigand 2, 631 f. die bedeutung gliedert sich, der von schöpfen entsprechend, in zwei hauptgruppen. II. zu schöpfen, creare, creator, meist von gott gebraucht. I@11) diese bedeutung ist in allen ältern dialekten die einzige. so ahd. scephari u. s. w. (s. oben), glossiert mit creator, conditor, fictor, economus, dispensator Graff 6, 454: thû scalt beran einanalawaltendan erdûn joh himilesint alles lîphaftes scepheri uuorolti. Otfrid 1, 5, 25. daneben stehen noch zahlreiche andere bildungen gleicher bedeutung, so scapheo, scephio, skepfo, scaffo, skeffo, scheffo creator, conditor, scefil in êoskefel legislator, sceffidh creator (bei Isidor). der partizipialbildung ags. scippend entspricht ahd. das fem. scephenta, schepfenta, skefenta creatrix, parca, fatum. das alte scefin(o) hat seine bedeutung specialisiert und sich als selbstständiges wort erhalten, vgl. schöffe Graff 6, 453 f. I@22) auch das mhd. kennt nur diese verwendung: conditor schepper Dief. gl. 140b; creator schopffer, beschaffer, schepper, schepfer, scheppher icht von nit, sepper. 155c (vgl. nov. gl. 118a); economus .. schaffer, scheffer 194b; sceffere nov. gl. 144a; plasmator schepper, hochd. schöpffer, schoppher, scheppher, schopper, schoppfer, mecher gl. 441c; plastes, hochd. schepper, scheffer, schepffer. ebenda. belege s. mhd. wb. 2, 2, 71b und Lexer handwb. 2, 705, dazu ferner: daʒ gip dû mir, heiliger Crist, dû dâ scephaere bist uber himel unde uber erde. Vorauer sündenkl. 583; nu hilf uns herre schephære. Lamprecht v. Regensburg Francisken leben 3312; des bitt ich dich, schephære aller creatiur! Ottokar reimchron. 4526; kunic Ruodolf sach hinz got, sînen schephære bat er. 12989; unser scheppfer hât getân kein uns vil genêdeclîche. livl. reimchron. 1792. I@33) ebenso mnd. und friesisch: thin got thet is thi ena, ther skippere is himulrikes and irthrikes. Richthofen 131b, 20; den mnd. belegen bei Schiller - Lübben a. a. o. ist hinzuzufügen: wende he (Lucifer) wolde wesen gelik sinem sceppere: darumme valde ene got in dat afgrunde der helle. deutsche chr. 2, 67, 5; mit lefliken worden spade unde vro trad se orem heren dem hertogen to, dat he sinen schepper vor ogen hedde. 400, 249; ein pawe stolt mit ungedult gaf sinem schipper de schult, dat sîn stempne is so rechte unsote ... de schipper sprak. Gerhard v. Minden 79, 2. 6 (vgl. 84, 4. 13). so auch nnd. schepper brem. wb. 4, 638 (daneben schipper, der einem dinge form und gestalt gibt 639). Dähnert 404a. ten Doornkaat Koolman 3, 113b. I@44) nhd.: schöpffer, creator, factor, conditor Dasypodius, conditor, creator Maaler 360c, formirer, schöpffer, formator, πλαστής Henisch 1179, 1; creator Corvinus fons lat. 1, 179b; schöpfer, der, creator, procreator, conditor, generator Stieler 1710; schäpfer (der), creator, effector, genitor, procreator Steinbach 2, 386. I@4@aa) überwiegend von gott: gott ein schöpffer der wält, procreator mundi Deus Maaler 360c; der welt schöpfer, effector mundi et molitor, Deus Stieler 1710; wann von der grösze der gestalt und der geschöpf mag erkantlicher werden gesehen der schöpfer der ding. bibel v. 1483 316a (weish. 13, 5); o herr, der gott des himels, schepffer der wasser. ( Luther) Jud. 9, 14; einer ists, der allerhöhest, der schepffer aller dinge, allmechtig. Sir. 1, 7; ah herr, du schöpffer aller ding, wie bistu worden so gering, das du da ligst auff dürrem gras, davon ein rint und esel asz! Wackernagel kirchenl. 3, 23b (M. Luther); schöpfer himels und aller ding so in der welt beschlossen sein. 1089a; ewiger könig, desz liechtes schöpfer einig. ebenda; als neigung, wohlzuthun ... dich, weisester, bewog, zu wundern deiner güte, der schöpfer einer welt zu seyn. Uz 209, 20 Sauer; dein engel führ' oft dich allein am stillen abend in den hain, und zeige dir auf jeder flur den guten schöpfer der natur! Miller ged. 177. mein, sein, unser schöpfer: denn ich weis nicht .. ob mich mein schepffer uber ein kleins hin nemen würde. Hiob 32, 22; wer dem geringen gewalt thut, der lestert desselben schepffer. spr. Sal. 14, 31; gedenck an deinen schepffer in deiner jugent. pred. Sal. 12, 1; weh dem, der mit seinem schepffer haddert. Jes. 45, 9; denn er wartet auff eine stad, die einen grund hat, welcher bawmeister und schepffer gott ist. Ebr. 11, 10; (meine seele,) die mein heiler und schöpfer mit seinem heiligen tode an dem galgen des heiligen kreuczes gekauft hat. Steinhöwel decam. 23 Keller; tausentmal tausent (engel) ... stehen umb den thron jhres schöpffers herumb. Comenius sprachenth. 982; darumb danckte er seinem schöpfer vor die errettung. polit. stockf. 192; brav meine Louise — freut mich, dasz du so fleiszig an deinen schöpfer denkst. Schiller kab. u. liebe 1, 3; der sonnen zahllos heer, die ihrem schöpfer sangen. Uz 210, 35 Sauer; o dann würd' ich den frühling besser fühlen, besser meinen schöpfer in jeder blume schauen und lieben! Hölty 98 Halm. ohne solche besimmungen: einer ist der höchst schöpfer allmächtig. bibel v. 1483 319a (Sir. 1, 8); die gottes warheit haben verwandelt in die lügen, und haben geehret und gedienet dem geschepffe mehr denn dem schepffer. Luther m. 1, 25; darumb, welche da leiden nach gottes willen, die sollen jm jre seelen befelhen, als dem trewen schepffer in guten wercken. 1 Petr. 4, 19; dasz ein vernünfftiger mensch ... demselbigen einigen waren gott unnd schöpffer ... so schändtlich verlassen. volksb. von dr. Faust s. 7 neudruck; die analogie des menschen zum schöpfer ertheilt allen kreaturen ihr gehalt und ihr gepräge. Hamann 2, 283; der treue schöpfer in guten werken versteht sich besser auf ächte, wahre vater- und mutterliebe, als wir sterblichen. 7, 327; ich will dich nicht zur rede stellen, gott schöpfer. Schiller kab. u. liebe 5, 7; doch sog ich, an der besten mutter busen, bewunderung des schöpfers ein. Gotter 1, 1; (es ist) noch reizender, des schöpfers macht mit der musik des hains zu preisen. 8; du bist es, schöpfer, der durch einen wink zahllose welten schuf. Hölty 119 Halm. I@4@bb) von menschen in mannigfachen verwendungen; ohne nähere bestimmung: blosz organische wesen sind uns ehrwürdig als geschöpfe, der mensch aber kann es uns nur als schöpfer, (d. i. als selbsturheber seines zustandes) seyn. Schiller 10, 92; urheber eines werks u. ähnl.: so können sie h. h. in zeit von sechs tagen sehr gemächlich der schöpfer eines ehrlichen, nützlichen und schönen kinderwerks werden. Hamann 2, 447; vom dichter oder schriftsteller: und erzählt' ich dir das sinnigste und Arabiens würdigste mährchen, ich selbst würde in unsern sternenlosen nächten dessen nicht froh, und wo dem schöpfer nicht wohl wurde bei einem werke, da kann's dem beschauer ewig nur weh sein. schönheit ist ja ruhe, ruhe des gemüths quillt in den betrachter vom befriedigten schöpfer, und der schöpfer, der hier dies vielleicht übervoll aufgeschossene werk dir vorlegt u. s. w. Gutzkow ritter vom geist 1, 4; wär' ich schöpfer, wie der dichter, der, Eloa, dich erschuf! Gött. musenalm. 1770, 108; ähnlich: gott und natur .. die schöpfer dieser wörter haben erst die träumenden zum wirklichen erwachen gebracht. Klinger 12, 53; ich musz unter dem volke noch der schöpfer des guten geschmacks werden. Göthe 10, 51 (Clavigo 1); die wochenblätter (ehrenmänner, und aller künste tiefe kenner, und schöpfer mancher reputation!). Gotter 1, 198; verursacher: mein freund, durch das mitgefühl meines entzückens, dessen schöpfer er war, auf das innigste gerührt. Thümmel reise 7, 207; du schöpfer meiner augenqual. 10, 56; schöpfer jemandes, erzeuger: der mensch ist vorzüglich ein gott der erde durch seine bestimmung, der schöpfer, selbsterhalter und immer vermehrer seines geschlechts zu seyn. Hamann 4, 226; gewöhnlich in übertragenem, geistigem sinne: ein schöpfer seines volkes in der sprache unseres witzes wird nach einer undenklichen zeit eben so poetisch verstanden werden müssen, als ein bildhauer seines weibes. 2, 14; wie Manko Kapak (der stammvater der könige von Peru) that, der neue schöpfer seiner vatererde: er teilte feld und binsenhaus und weib und kleid und zucht und götter einer heerde zerstreuter wilden aus. Ramler an die könige, bei Muncker Anakreont. 2, 242; grosz zwar nenn ich den mann, der sein eigner bildner und schöpfer durch der tugend gewalt selber die parce bezwingt. Schiller 11, 269. IIII. zu schöpfen, haurire. II@11) als nomen agentis: haustor schopffer Dief. gl. 273c; schöpffer, der öl oder anders in die gschirr schöpffet, capulator Maaler 360c; schöpfer, un attignitore, cavatore; wasser-schöpfer Kramer dict. 2, 641c; schöpfer (der) haustor Steinbach 2, 492, vgl. auch brunnenschöpfer theil 2, 436; so insbesondere II@1@aa) im bade: capulator, ein wasserschöpffer, in der badstuben. Corvinus fons lat. 1, 118a; mit hilff meines schöpffers, der wasser schöpfft in meiner badstuben. Pauli schimpf u. ernst 64b; oder (wo) wasser im bad gebrech, dasz der schöpffer auch sey stüdfaul. H. Sachs 4, 3, 77c. II@1@bb) im salzwerk: schöpfer, qui haurit, haustor, hauritor, im Hallischen salzwerk, der die aimer mit sole, so von denen hasplern oder born - knechten herauf gezogen worden, ausschüttet. Frisch 2, 220b. Adelung. II@1@cc) in papierfabriken, der den zeug mit der form aus der bütte schöpft (s.schöpfen II, B, 2, g) Jacobsson 4, 36b. II@22) werkzeug oder gefäsz zum schöpfen: ein schöpffgeschirr, ein schöpffer Serranus dict. (1538) k 8b, s. Weigand 2, 631 f.; vgl. auch: scheppel, embolum (vas, quo liquor funditur). quelle bei Dief.-Wülcker 844; schöpfer, der, haustrum, modiolus acceptatorius, aliàs schöpfeimer, et antlia, aliàs schöpfgezeug. it. capula, aliàs schöpfglas. Stieler 1911; schöpfer 2) pro schöpfeimer, haustorium, hauritorium, situla Steinbach 2, 492; kupferner krug, womit wasser aus einem gefäsz in ein anderes geschöpft wird Jacobsson 2, 268b; auf dem schiffe schöpfer oder schepper, kleiner eimer, womit der koch wasser aus der tonne schöpft Bobrik 609a; mundartlich in der Schweiz, metallenes schöpfgefäsz, schöpfkelle mit henkeln oder stiel Seiler 263a. Hunziker 230, ebenso österr. Hügel 143b, thüring. Reinwald 2, 160, wetterauisch schäpper, nd. schepper, schöpfgerät, schöpfnapf, -kelle brem. wörterb. 4, 638. ten Doornkaat Koolman 3, 113b. Woeste 227b; fur 1 pfanen und 1 schopffer 2 ℔ 23 D. Tucher haushaltb. 134 Loose; im bilde: so wänet aber Strusz von stund an, es sye der natürliche sinn der worten; und gat nit selbs über den brunnen, dann er hat kein schöpfer. Zwingli 2, 490. im wortspiel mit der bedeutung I als auflösung des rätsels: die schöpfung hat nur einen, doch jeder schöpfbrunn' seinen. Rückert (1882) 12, 282. in folgender stelle ist der sinn nicht ganz klar, doch ist wol schöpfstelle oder schöpfbrunnen gemeint: da die schützen schrien zwisschen den schepffern. richter 5, 11 (dazu die randbemerkung: das ist, da die schützen Sissera schrien fur not am wasser Kison, da man pflegt zu schepffen, hebr. םי schöpfbrunnen). II@33) andere bedeutungen. II@3@aa) in uhren schöpfer oder schöpfrad im schlagwerke, rad mit 48 zähnen und einer stählernen klinke, die bei jedem stundenschlage einen zahn des rechens im vorlegewerke aushebt Adelung. nach Jacobsson 4, 36b heiszt dieses stückchen stahl auf der welle des schöpfrades schöpfer; in taschenuhren ein kleiner ring mit einem schwanz, der als hebearm beim repetieren den hammer frei macht. 37a. II@3@bb) eine stachelschneckenart, auch schnepfenkopf, storchschnabel, löffel, murex haustellum Nemnich. Oken 5, 484. II@3@cc) österreichisch, ein kurzer atemzug: er had no an schöpfer g'macht, dann is er g'sturb'n. Hügel 143b.
13691 Zeichen · 277 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schöpfer

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schopfer , schöpfer s. schâpære, s. schepfære.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schöpfer

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Schöpfer , des -s, plur. ut nom. sing. von dem vorigen Zeitworte. 1. Ein Werkzeug zum Schöpfen, wo es nur in einigen…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schöpfer

    Goethe-Wörterbuch

    Schöpfer Schopf- DjG 3 1,5,2 1 Gott; überwiegend für die jüdisch-christliche, selten für die islamische, hinduistische o…

  4. modern
    Dialekt
    Schöpferm.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schöpfer m. das durch die Kirche verbreitete hd. Wort: Roop dinen Schöpfer an! Babst 1, 174; ganz hd. Ausruf im Zusammen…

  5. Sprichwörter
    Schöpfer

    Wander (Sprichwörter)

    Schöpfer 1. Den Schöpfer, der alles gut gemacht, tadle nicht in Unbedacht. Ueberschrift einer Dichtung von Gleim. ( Düss…

  6. Spezial
    Schöpfer1

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Schöp|fer 1 m. (-s,-) 1 (Schöpfkelle) ciazot (-oc) m. 2 (großer Holzlöffel) ciaza (-zes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schoepfer

35 Bildungen · 31 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von schoepfer

schoepf + -er

schoepfer leitet sich vom Lemma schoepf ab mit Suffix -er.

Zerlegung von schoepfer 2 Komponenten

schoep+fer

schoepfer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schoepfer‑ als Erstglied (30 von 31)

schöpferart

DWB

schoepfer·art

schöpferart , f. : jedoch die weil dasz fest der hochzeit geht daher, so wollen itzt wir drei zu seinem lobe singen ein jeglicher sein lied …

schöpferflusz

DWB

schoepfer·flusz

schöpferflusz , m. : aus eben diesem schöpferflusz, woraus wir menschen sprudeln, quillt götterkraft und genius. Schiller 1, 268 .

schöpfergabe

DWB

schoepfer·gabe

schöpfergabe , f. : in allem, was der mensch thut, und denket — welche schöpfersgabe! welche nachahmung der gottheit! Herder 6, 250 Suphan.

schöpfergeheimnis

DWB

schoepfer·geheimnis

schöpfergeheimnis , n. : welch ewiges wunder- und schöpfergeheimnisz ists auch für alle philosophie, dasz ein geschöpf seines gleichen, eine…

schöpfergeist

DWB

schoepfer·geist

schöpfergeist , m. schaffender geist, bei Campe als übersetzung von genie: sie haben auch nicht einmal einen schmerz darüber, nicht das gefü…

schöpfergewalt

DWB

schoepfer·gewalt

schöpfergewalt , f. : sie begreifen, welche sichere kunst, welche schöpfergewalt über seine physiognomie dazu gehört, in den groszen tragisc…

schöpferhand

DWB

schoepfer·hand

schöpferhand , f. : zög er ( gott ) die schöpferhand zurücke von diesem wunderbau, so stürb aus jedem sinn, ... empfindung und genusz der sa…

schöpferhauch

DWB

schoepfer·hauch

schöpferhauch , m. : töchter des schöpferhauchs, mädchenseelen, durch dich verführt, wimmern gegen dich hin, wimmern und starren fluch! Hölt…

schöpferich

DWB

schoepf·erich

schöpferich , n. : die dritte vorstellung ... ist nicht ein schlusz-kind aus beiden vorstellungen, .. sondern die wundergeburt unsers schöpf…

schöpferin

DWB

schoepf·erin

schöpferin , f. die schöpft, weiblicher schöpfer; fem. zu schöpfer, doch nur in der bedeutung I gebräuchlich: schäpferinn (die) creatrix Ste…

schöpferisch

DWB

schoepfe·risch

schöpferisch , adj. einem schöpfer gemäsz, fähig zu schaffen Adelung. schöpferischer geist u. ähnl.: Gottfried Wilhelm von Leibnitz hat sich…

schöpferkraft

DWB

schoepfer·kraft

schöpferkraft , f. : zu herrschen, zu walten, mit schöpferkraft und allgüte. Herder 6, 275 Suphan; wies nach dem ewigen gedichte der alten w…

schöpferlein

DWB

schoepfer·lein

schöpferlein , n. , deminutiv zu schöpfer, meist in der bedeutung I, 2: schöpferlein, das, sitella Stieler 1911 ; item adi 21 luio fur ein k…

schöpferlust

DWB

schoepfer·lust

schöpferlust , f. : und künftiger gestalten geisterreigen, und künftigen vollbringens schöpferlust .. erklangen ihm in ahnungsvoller brust. …

schöpfermacht

DWB

schoepfer·macht

schöpfermacht , f. macht eines schöpfers, macht zu schaffen Campe ; dafür schöpfersmacht: es ist Klopstock, der erste dichter unseres volks,…

schöpferpracht

DWB

schoepfer·pracht

schöpferpracht , f. : ich thu' an gottes schöpferpracht den liebesruf. Rückert (1882) 5, 201 ( ghaselen 1, 2).

schöpfer(s)mühe

DWB

schoepfer·s·muehe

schöpfer(s)mühe , f. : und o liebe! konntest herzen binden in einander höchstes gut zu finden! sich mit edler schöner schöpfermüh herzzubild…

schöpferstrahl

DWB

schoepfer·strahl

schöpferstrahl , m. : der goldnen sonne schöpferstrahl belebet wieder berg und thal. Seume ged. (1826) 135 .

schöpferstuhl

DWB

schoepfer·stuhl

schöpferstuhl , m. in papierfabriken ein offener kasten vor der zeugbütte, worin der schöpfer ( s. daselbst I, 1, c ) steht oder sitzt, wenn…

schöpferstunde

DWB

schoepfer·stunde

schöpferstunde , f. : überall das werk seiner himmlischen schöpferstunde! als var. zu: schäferstunde. Schiller kab. u. liebe 5, 7 .

schöpfersturm

DWB

schoepfer·sturm

schöpfersturm , m. : voran ströme dein ( der harfe ) tönender himmelstrom .. hohen, mächtigen entschlusz ihm, dem schöpfersturm, und heldenk…

schöpfer(s)weisheit

DWB

schoepfer·s·weisheit

schöpfer(s)weisheit , f. : und ihr habt einen beweis, weil eure und Des Kartes schöpfersweisheit probstein der göttlichen .. ist? Herder 6, …

schöpferton

DWB

schoepfer·ton

schöpferton , m. : im schöpfertone sprach nun Jupiter: ein regenbogen wölbe sich ums haupt der Semele! Schubart (1787) 2, 118 .

schöpferwahn

DWB

schoepfer·wahn

schöpferwahn , m. : o sohn! du bist vom schöpferwahne trunken ( sagt Themis zu Prometheus ). A. W. Schlegel in Schillers musenalm. 1798, 63 …

schöpferwort

DWB

schoepfer·wort

schöpferwort , n. wort, wodurch der schöpfer etwas hervorbringt Campe ; schöpferswort: allwürkend mit der grösten ruhe schaffend und in die …

schoepfer als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von schoepfer (3 von 3)

erschöpfer

DWB

erschöpfer , m. creator, erschaffer, schöpfer: Apelles saget, dasz ein engel gottes erschöpfer wer gewesen. Frank chron. 347 b ; gott, ersch…

geschöpfer

DWB

geschöpfer , m. schöpfer: vor dem hochwirdigen sacrament als irem geschöpfer und trost bitten die zwen teglich und nächtlich. volksb. v. kai…

urschöpfer

DWB

urschöpfer , m. (ur- C 4 c) Gleim briefw. 2, 352 Körte; Jean Paul 6, 81 H.; 45/47, 378 H. —

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APA
Cotta, M. (2026). „schoepfer". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schoepfer/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „schoepfer". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schoepfer/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schoepfer". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schoepfer/dwb.
BibTeX
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