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Schöpfer

mhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Schöpfer Der

Bd. 4, Sp. 257b
Der Schöpfer, — s, Mz. gl. 1) Eine Person, welche schöpfet; die Schöpferinn, eine solche weibliche Person. »Da die Schützen schrien zwischen den Schöpfern«, zwischen denen, welche Wasser schöpften. Richt. 5, 11. I den Hallischen Salzwerken sind die Schöpfer diejenigen, welche die von den Bornknechten heraufgezogenen Eimer Sohle ausschütten. I den Papiermühlen ist der Schöpfer derjenige, der den Zeug mit der Form aus der Bütte schöpft. 2) Eine Person, welche schaffet, welche ein Werk aus eigner Kraft hervorbringt. Er ist der Schöpfer dieser Anstalt, dieser Einrichtungen. Du bist der Schöpfer meines Glückes. S. Schöpfergeist, Schöpferkraft  I engerer Bedeutung wird es von Gott gebraucht, sofern er der Grund und Urheber aller vorher nicht vorhandenen Dinge ist. Gott ist der Schöpfer aller Dinge. Gedenke an deinen Schöpfer in deiner Jugend. 3) Ein Werkzeug, ein Gefäß, damit zu schöpfen. Besonders eine gewöhnlich kupferne oder messingene tiefe Schale an einem langen Stiele, Wasser aus Ständern, Butten oder Eimern  zu schöpfen. Auf den Schiffen ist er ein kleiner Eimer, womit der Koch das Wasser aus der Tonne schöpft. Uneigentlich ist der Schöpfer in der Naturbeschreibung eine Art Stachel= schnecken, die mit einem Gefäße zum Schöpfen Ähnlichkeit hat; der Löffel s. d. (Murex haustellum L.). I dem Schlagwerke der Uhren ist der Schöpfer oder das Schöpfrad ein Rad mit 48 Zähnen und einer stählernen Klinke, welche alle Mahl einen Zahn des Rechens in dem Vorlegewerke bei jedem Stundenschlage aushebt; daher er auch der Ausheber heißt. I N. D. lautet dies Wort Schepper und Schipper.
1603 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schöpfer

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schopfer , schöpfer s. schâpære, s. schepfære.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schöpfer

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Schöpfer , des -s, plur. ut nom. sing. von dem vorigen Zeitworte. 1. Ein Werkzeug zum Schöpfen, wo es nur in einigen…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schöpfer

    Goethe-Wörterbuch

    Schöpfer Schopf- DjG 3 1,5,2 1 Gott; überwiegend für die jüdisch-christliche, selten für die islamische, hinduistische o…

  4. modern
    Dialekt
    Schöpferm.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schöpfer m. das durch die Kirche verbreitete hd. Wort: Roop dinen Schöpfer an! Babst 1, 174; ganz hd. Ausruf im Zusammen…

  5. Sprichwörter
    Schöpfer

    Wander (Sprichwörter)

    Schöpfer 1. Den Schöpfer, der alles gut gemacht, tadle nicht in Unbedacht. Ueberschrift einer Dichtung von Gleim. ( Düss…

  6. Spezial
    Schöpfer1

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Schöp|fer 1 m. (-s,-) 1 (Schöpfkelle) ciazot (-oc) m. 2 (großer Holzlöffel) ciaza (-zes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schoepfer

35 Bildungen · 31 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von schoepfer

schoepf + -er

schoepfer leitet sich vom Lemma schoepf ab mit Suffix -er.

Zerlegung von schoepfer 2 Komponenten

schoep+fer

schoepfer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schoepfer‑ als Erstglied (30 von 31)

schöpferart

DWB

schoepfer·art

schöpferart , f. : jedoch die weil dasz fest der hochzeit geht daher, so wollen itzt wir drei zu seinem lobe singen ein jeglicher sein lied …

schöpferflusz

DWB

schoepfer·flusz

schöpferflusz , m. : aus eben diesem schöpferflusz, woraus wir menschen sprudeln, quillt götterkraft und genius. Schiller 1, 268 .

schöpfergabe

DWB

schoepfer·gabe

schöpfergabe , f. : in allem, was der mensch thut, und denket — welche schöpfersgabe! welche nachahmung der gottheit! Herder 6, 250 Suphan.

schöpfergeheimnis

DWB

schoepfer·geheimnis

schöpfergeheimnis , n. : welch ewiges wunder- und schöpfergeheimnisz ists auch für alle philosophie, dasz ein geschöpf seines gleichen, eine…

schöpfergeist

DWB

schoepfer·geist

schöpfergeist , m. schaffender geist, bei Campe als übersetzung von genie: sie haben auch nicht einmal einen schmerz darüber, nicht das gefü…

schöpfergewalt

DWB

schoepfer·gewalt

schöpfergewalt , f. : sie begreifen, welche sichere kunst, welche schöpfergewalt über seine physiognomie dazu gehört, in den groszen tragisc…

schöpferhand

DWB

schoepfer·hand

schöpferhand , f. : zög er ( gott ) die schöpferhand zurücke von diesem wunderbau, so stürb aus jedem sinn, ... empfindung und genusz der sa…

schöpferhauch

DWB

schoepfer·hauch

schöpferhauch , m. : töchter des schöpferhauchs, mädchenseelen, durch dich verführt, wimmern gegen dich hin, wimmern und starren fluch! Hölt…

schöpferich

DWB

schoepf·erich

schöpferich , n. : die dritte vorstellung ... ist nicht ein schlusz-kind aus beiden vorstellungen, .. sondern die wundergeburt unsers schöpf…

schöpferin

DWB

schoepf·erin

schöpferin , f. die schöpft, weiblicher schöpfer; fem. zu schöpfer, doch nur in der bedeutung I gebräuchlich: schäpferinn (die) creatrix Ste…

schöpferisch

DWB

schoepfe·risch

schöpferisch , adj. einem schöpfer gemäsz, fähig zu schaffen Adelung. schöpferischer geist u. ähnl.: Gottfried Wilhelm von Leibnitz hat sich…

schöpferkraft

DWB

schoepfer·kraft

schöpferkraft , f. : zu herrschen, zu walten, mit schöpferkraft und allgüte. Herder 6, 275 Suphan; wies nach dem ewigen gedichte der alten w…

schöpferlein

DWB

schoepfer·lein

schöpferlein , n. , deminutiv zu schöpfer, meist in der bedeutung I, 2: schöpferlein, das, sitella Stieler 1911 ; item adi 21 luio fur ein k…

schöpferlust

DWB

schoepfer·lust

schöpferlust , f. : und künftiger gestalten geisterreigen, und künftigen vollbringens schöpferlust .. erklangen ihm in ahnungsvoller brust. …

schöpfermacht

DWB

schoepfer·macht

schöpfermacht , f. macht eines schöpfers, macht zu schaffen Campe ; dafür schöpfersmacht: es ist Klopstock, der erste dichter unseres volks,…

schöpferpracht

DWB

schoepfer·pracht

schöpferpracht , f. : ich thu' an gottes schöpferpracht den liebesruf. Rückert (1882) 5, 201 ( ghaselen 1, 2).

schöpfer(s)mühe

DWB

schoepfer·s·muehe

schöpfer(s)mühe , f. : und o liebe! konntest herzen binden in einander höchstes gut zu finden! sich mit edler schöner schöpfermüh herzzubild…

schöpferstrahl

DWB

schoepfer·strahl

schöpferstrahl , m. : der goldnen sonne schöpferstrahl belebet wieder berg und thal. Seume ged. (1826) 135 .

schöpferstuhl

DWB

schoepfer·stuhl

schöpferstuhl , m. in papierfabriken ein offener kasten vor der zeugbütte, worin der schöpfer ( s. daselbst I, 1, c ) steht oder sitzt, wenn…

schöpferstunde

DWB

schoepfer·stunde

schöpferstunde , f. : überall das werk seiner himmlischen schöpferstunde! als var. zu: schäferstunde. Schiller kab. u. liebe 5, 7 .

schöpfersturm

DWB

schoepfer·sturm

schöpfersturm , m. : voran ströme dein ( der harfe ) tönender himmelstrom .. hohen, mächtigen entschlusz ihm, dem schöpfersturm, und heldenk…

schöpfer(s)weisheit

DWB

schoepfer·s·weisheit

schöpfer(s)weisheit , f. : und ihr habt einen beweis, weil eure und Des Kartes schöpfersweisheit probstein der göttlichen .. ist? Herder 6, …

schöpferton

DWB

schoepfer·ton

schöpferton , m. : im schöpfertone sprach nun Jupiter: ein regenbogen wölbe sich ums haupt der Semele! Schubart (1787) 2, 118 .

schöpferwahn

DWB

schoepfer·wahn

schöpferwahn , m. : o sohn! du bist vom schöpferwahne trunken ( sagt Themis zu Prometheus ). A. W. Schlegel in Schillers musenalm. 1798, 63 …

schöpferwort

DWB

schoepfer·wort

schöpferwort , n. wort, wodurch der schöpfer etwas hervorbringt Campe ; schöpferswort: allwürkend mit der grösten ruhe schaffend und in die …

schoepfer als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von schoepfer (3 von 3)

erschöpfer

DWB

erschöpfer , m. creator, erschaffer, schöpfer: Apelles saget, dasz ein engel gottes erschöpfer wer gewesen. Frank chron. 347 b ; gott, ersch…

geschöpfer

DWB

geschöpfer , m. schöpfer: vor dem hochwirdigen sacrament als irem geschöpfer und trost bitten die zwen teglich und nächtlich. volksb. v. kai…

urschöpfer

DWB

urschöpfer , m. (ur- C 4 c) Gleim briefw. 2, 352 Körte; Jean Paul 6, 81 H.; 45/47, 378 H. —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schoepfer". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schoepfer/campe
MLA
Cotta, Marcel. „schoepfer". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schoepfer/campe. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schoepfer". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schoepfer/campe.
BibTeX
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