schmieden,
verb. metallum cudendo formare, mhd. smiden Lexer
mhd. handwb. 2, 1011,
ahd. smidôn,
fabricare, cudere Graff 6, 828,
goth. ga-smiþon,
κατεργάζεσθαι 2 Cor. 7, 10,
mnd. smeden Schiller - Lübben 4, 260
a,
nnd. smêden, smêen
brem. wb. 4, 859. Dähnert 433
b. Schambach 197
b. ten Doornkaat Koolman 3, 225
b,
mndl. nndl. smeden,
ags. smiðian,
to make out of metal or wood, to fashion, forge Bosworth-Toller 889
b,
engl. smith,
altnord. smiða,
fabricare Egilsson 750
b,
dän. smede,
schwed. smida,
ableitung zu schmied. Diefenbach
verzeichnet folgende formen: sme-, smi-, smid-, smie-, schmyden,
cudere 161
b, smiden, smeden,
fabricare 221
b, smidden, schmyden, smeden,
malleare 344
c.
zum theil mögen sie nd. sein, übergang des i
in e,
wie es einige derselben zeigen, findet sich jedoch auch auf md. sprachgebiete: schmëden Liesenberg 197, schmêden Jecht 97
a.
vergl. schmed
neben schmied
oben unter diesem. gleich dem subst. bewahrt das wort im früheren nhd. noch durchgehends die kürze des stammvocals, länger vielleicht in der schreibung als in der aussprache, da inlautende media später allgemein längerung des vocals im gefolge hat. schmiden
schreiben Dasyp., Maaler 358
b, Henisch 202, 33, Hulsius 286
a, Stieler 1878
und Kramer 2 (1702), 607
b,
schreibung mit ie
bieten neben vereinzelten früheren quellen allgemein erst die lexicographen des 18.
jahrh. Steinbach 2, 265, Frisch 2, 208
a und Adelung.
bedeutung und gebrauch. wie in seiner lautlichen entwicklung, so schlieszt sich das wort auch in der bedeutungsgeschichte natürlich eng an das subst. an, bezieht sich also wie dieses zunächst auf allgemeines bilden und wird dann auf die bezeichnung des bildens von metall unter dem hammer eingeschränkt. wenn es auch die technische sprache wie schmied
besonders auf das formen von eisen in der glühhitze bezieht Jacobsson 4, 10
b. Karmarsch-Heeren 4, 726,
so wird es doch daneben noch (
wie schmied
in zusammensetzungen)
allgemein von der bearbeitung anderer metalle, allerdings wol ausschlieszlich von der bearbeitung im feuer gebraucht. an den sinnlichen gebrauch schlieszen sich dann mannigfache bildliche und übertragene anwendungen. es erscheint 11)
ohne object: er smitte, er gruop, er vîlte, unz die slüʒʒel bereit wurden. Heinr. v. Freiberg 6008; all ding ich dir (
die armut dem reichthum) zu wegen bring, wann ich die handwercker bezwing, das sie dir weben, schneyden, neen, mawren, zymren, schmyden, dreen. H. Sachs
fastn. sp. 1, 29, 242
neudruck. in gnomischen wendungen: ainer muosz lang zuosehen schmiden bisz er ain schmid wirt. Keisersberg
spinn. a 8
a; mit schmiden lernt man schmiden,
fabricando fabri fimus, proverb. usus facit artem Stieler 1878; es ist bös schmieden eh man gemetzt hat. Simrock 430, 9120.
freier, von kämpfenden, wie '
hämmern, schlagen': si smideten ungefûge. si slûgen iaspis unt smaragede alle von einander.
Ruoland. l. 174, 8. ûf einen anebôʒ mit einem hamere smiden,
im vergleich: mit sîner ellentrîchen hant sluoc er ûf sînen kampfgenôʒ reht als ûf einen anebôʒ mit einem hamere wirt gesmidet. K. v. Würzburg
troj. krieg 12805;
heute auf einem ambosz,
im bilde: der rührt mich (
nicht) am meisten, .. welcher seine brust erhebt und an ihr den schweren eisernen ambosz des stoizismus trägt und der nun das schicksal auf dem ambosz ohne erschütterung schmieden lässet. J. Paul
biogr. bel. 1, 168. an etwas schmieden,
es schmiedend formen, bildlich: was gibt uns wohl den schönsten frieden, als frei am eignen glück zu schmieden. Göthe 2, 248. 22)
transitiv. 2@aa)
mit der bezeichnung des metalls, das geformt wird, als äuszerem object. 2@a@aα)
eigentlich: de dridde broder Tubalcayn de vant smeden isern unde messinc.
d. chron. 2, 1, 68, 36; es schmidet einer das eisen in der zangen.
Jes. 44, 12; sich schmiden lassen. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 607
c; Vulkânus ist ein hôher got, des gewalt in sîn gebot betwungen daʒ gesmîde hât daʒ sich nâch sînem willen lât smiden unde gieʒen. R. v. Ems
Barl. u. Jos. 244, 25. 2@a@bβ)
sprichwörtlich: man sait gemeinlich: de guede smede haint einen sieden, als dat iser heis ist, so sal mant smeden.
d. städtechron. 13, 611, 19; das eisen schmiden, weil (
während, so lange) es noch heis ist. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 607
b; das eisen musz man schmieden, weil es heisz ist. Steinbach 2, 465; man musz das eisen schmieden weil es glüet. Frisch 2, 208
a; man musz das eisen schmieden, weil es warm ist,
die umstände zu nutzen suchen, so lange sie noch am schicklichsten sind. Adelung; so lang das eisen glüht musz geschmiedet seyn. Göthe
br. 2, 69
Weim. ausg.; schmiede das eisen, so lang' es heisz bleibt.
werke 11, 29; der hartnäckige mann wuszte nur zu wohl, dasz es einen gewissen moment gibt wo allein das eisen zu schmieden ist. 17, 399; der gute man hat sich eigentlich .. dadurch, dasz er das eisen nicht zu schmieden verstand, als es warm war, in das halseisen der armut gesteckt. Ludwig (1891) 2, 402; das eisen musz geschmiedet werden weil es glüht. Schiller
Piccol. 3, 1, 2@bb)
mit der bezeichnung des gegenstandes, der geformt wird, als factitivem object. 2@b@aα)
eigentlich: ein hufeisen, ein messer, eine schär, einen nagel schmiden. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 607
b; geld schmieden,
münzen (
vgl. c, α); si daden perdisvesseren (
pferdefesseln) smeden.
d. städtechron. 12, 66, 1548; ach, goldschmied, liebster goldschmied mein, schmied mir ein feines ringelein!
des knaben wunderh. 2, 380
Boxberger. in bildern und vergleichen: daʒ gecnupfe dînero dîeho daʒ sint halszîereda, dîe der gesmidot sint mit gelêretes listmêisteres hant. Williram 112, 2; einen prügeln, heiszt, ihm einen panzer aus seiner eigenen haut schmieden. Hebbel (1891) 1, 32; waʒ töhte denne swacheʒ blî sô wol gesmiter krône. Heinr. v.
d. Türlin
krone 29917; der eifer ist ein feur, brent es umbs nächsten heil, so schmiedet gott darbey, der liebe donnerkeil. Silesius
wand. 171
neudruck; die thorheit wird sich zwar damit beleidigt sehn, allein man fürchtet nicht den blitz von ihrem dräuen, wer hecheln schmieden will, musz keine funcken scheuen. Günther 516; wer es (
das feuer) entzündete, sich es verbündete, schmiedete, ründete kronen dem haupt. Göthe 40, 382; Hephästos hätt' in so viel zeit fast neu den ganzen erznen wagen schmieden können. H. v. Kleist 1, 110
Hempel (
Penthesilea 2). 2@b@bβ)
sprichwörtlich: zwey nägel in einer hitze schmieden,
zwei absichten durch dasselbe mittel erreichen. Adelung. Kramer 2, 607
b. 2@b@gγ)
im weiteren übertragenen gebrauch theils in festen, zunächst sinnlichen fügungen wie gält schmiden und zuosamen legen,
pecuniam conflare Maaler 358
b,
so auch heute noch, theils in allgemeinerer anwendung und zwar besonders: 2@b@g@aaαα)
mit bezug auf handlungen, die ein zusammenhängendes ganzes bilden: einen krieg schmiden oder anrichten,
bellum conflare Maaler 358
b: die ursach ist auch, dasz die krieg jetzund anderst, denn wie von alters her, geschmidt. Fronsperger
kriegsb. 1, 70
b. sein glück schmieden: wiewohl mit und nächst disem (
dem glück) die klugheit und der verstand in menschlichen geschäfften kein geringes vermag; sondern man kan dadurch zuweilen sein glükke schmiden, wie man es gerne hette. Butschky
Pathm. 619; er hat macht, das beste theil zu erwehlen, und sein eigenes glücke nach gefallen zu schmieden. Weise
klügste leute 242; du reiszt dich eben aus der heimath bann und willst in weiter welt ein glück dir schmieden. Uhland (1864) 432.
als gegensatz dazu ihm (
sich) sein eigen unglück schmiden. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 607
b: er hat sich sein eigen unglück selbst geschmidet. Stieler 1878.
ähnlich: er (
Macbeth) ganz allein schmiedet sein schiksal fertig. Ludwig (1891) 5, 93.
sinnlicher: er hat sich zuletzt seinen himmel geschmiedet, séinen. 1, 139.
vgl. jeder ist seines glückes schmied
und ähnliche wendungen unter schmied 4. 2@b@g@bbββ)
vom ersinnen von plänen, anschlägen u. ähnl., meist mit dem nebensinne des bösen, heimlichen, tückischen: lose stücke schmiden,
fabricare dolos Stieler 1878; allerhand anschläge schmieden,
varia inire consilia Steinbach 2, 465; aber nun begann der premier, und durch ihn redete die ober-hofmeisterin, die im stillen weitaussehende plane schmiedete. Klinger 10, 40; ich weis nicht, was hier grauenvolles geschmiedet wird. Schiller
Fiesko 4, 11; seine feinde werden lügenhafte klagartikel schmieden. Göthe 8, 144; sie schmieden einen anschlag. 14, 95; man schmiedete neue anschläge, den grafen noch mehr kirre zu machen. 18, 319; wer gegen alle vernunft, gegen die absichten, gegen den plan seiner familie, zu gunsten seiner leidenschaften, entwürfe schmiedet, verdient die früchte seiner leidenschaften zu entbehren und der achtung seiner familie zu ermangeln. 21, 91; es wird ein heimlicher betrug geschmiedet. 9, 87; sie schmieden ränke. Grillparzer (1887) 5, 64. etwas wider jemand schmiden,
fabricare, cioè machinare, tramare, disegnare qualche male al alcuno. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 607
b; gegen: Alcibiades, wenig besorgend dasz man solche anschläge gegen ihn schmiede, rechtfertigte in kurzem die vermuthungen der klugen Aspasia. Wieland 3, 346; endlich kam der tag, welchem beide parteyen, jene mit ungeduldigem verlangen, diese in unruhiger erwartung eines gegen sie geschmiedeten anschlags, entgegen sahen. 6, 315; nach einem sehr schönen eingang .. entdeckt sie ihm (
Iphigenie dem Thoas bei Göthe) treuherzig selbst, dasz ein betrug gegen ihn geschmiedet werde. Schiller 6, 263; Wallenstein, von den kabalen unterrichtet, welche in Regensburg gegen ihn geschmiedet wurden, versäumte nichts, dem kaiser über die wahren absichten des churfürsen von Bayern die augen zu öffnen. 8, 139; sein eigner kammerdiener war es, der einen anschlag gegen sein leben schmiedete. 9, 347; alle schottische verbannte lernt' ich kennen, die zu Rheims anschläge schmieden gegen diese insel.
M. Stuart 2, 4; doch wenn ihr dort was gegen mich geschmiedet, war mir wichtig euer verweilen in Egypten.
Shakespeare Anton. 2, 2.
in älterer sprache einen rat auf einen schmieden: sie schmieden auff die schar den rath die sich bey dir verhorgen hat. Opitz
ps. 161 (
nr. 83). 2@b@g@ggγγ)
mit bezug auf die zusammenstellung von worten: Terentius der so gar sauber sein sol, ist im Eunucho nit so gar lauter, so doch sein comedien die ernsthafftesten Römer Lelius und Scipio sollen geschmit haben.
Garg. 6
neudruck; so sagt Sophocles von Eschilo, der wein hab jm seine tragedien, wie eyn spiritus familiaris, geschmidt. 26.
meist mit verächtlichem nebensinne: solche lieder und gericht (
schmähgedichte), wie bald sie geschmidet werden, so bald wirt irer auch wider vergessen. Kirchhof
wendunmuth 1, 52
Österley; Wallrod soll mir ein protocoll schmieden, im fall Genovefa jetzt weigert, morgen gleich gegen sie anzurücken. Fr. Müller 3, 178; wenn er in deren gesellschaft bis tief in die nacht verweilte, sasz indessen sein sekretär zuhause und schmiedete die heiszesten liebesbriefe. Göthe 26, 183; sporn und distel wird sein lon, dann er schmidt lauter esels ton.
nasenesel 64
a; sie (
die lüge) ängstet den der sie heimlich schmiedet. Göthe 9, 63. verse schmieden: auff einem fusse stehn und hundert verse schmieden, das hab ich nie gekunt und bins auch wol zufrieden dasz ich es noch nicht kan. Logau 1, 166, 12; die groszmuth giebt sich niemahls müde, und kömmt der bitte selbst zuvor, wenn ich zwey lahme verse schmiede, dergleichen Bavius verlohr. Günther 153; und jeder sänger, welcher je gesungen, gerieth in solche wuth und solche hitze, hierherzukommen und den vers zu schmieden, dasz aus der welt gewichen schien der frieden! Platen 294
b;
mit auslassung des gleichen oder eines ähnlichen objects: man siedet kaum ein ey, so sind wir (
Calliope und ich) wieder gut, da küsz' ich sie aufs neu, da sitz' und fang' ich dann so eiffrig an zu schmieden, als irgend Mazarin am Pyrenäer-frieden. Günther 385. ein wort schmieden,
wie prägen, erfinden, auch mit leisem spott: denn kunstwörter, alte oder neu geschmiedete, erklären nichts. Wieland 24, 237. 2@b@g@ddδδ)
verwandte andere fügungen: morgens, als die pfaffen iren kram auszzlegen und mesz z schmiden die kirchen auffschlossen. Kirchhof
wendunm. 1, 130
Österley; Reinhold habe falsche wechsel geschmiedet, und werde deszhalb mit steckbriefen verfolgt. Göthe 45, 175. 2@cc)
mit hinzutritt einer adverbialen bestimmung zur bezeichnung des ursprungs, neben factitivem object. 2@c@aα)
eigentlich: wie man gelt schmidet ausz gold und silber. Münster
cosm. 830; den h. car-freytag, an welchem nicht allein die schmid ihre krampff-ring gantz nackend aus einer galgenketten schmideten, sondern wol noch andere abscheuliche sachen getrieben würden.
Simpl. 4, 194, 23
Kurz; nachdem er die platten aus dem gröbsten geschmiedet. Lessing 6, 481; sî îlten einen sarc smiden von silber unt von golde.
Servatius 2258. 2@c@bβ)
bildlich: sô wold ich dîner (
Marias) wirde ganz ein lop durchliuhtic unde glanz dar ûʒ (
aus gold) vil harte gerne smiden. K. v. Würzburg
goldne schmiede 9.
mit üblem nebensinne: und zwar was die gleiszner unter den christen belangt, haben sie das heilige abendmal Christi in jre messen gezogen, und ein solches opffer daraus geschmid, welches sie für den höchsten gottesdienst fürgeben, durch welchen nicht allein der lebendigen, sondern auch der abgestorbenen und todten sünde könne gebüsset werden. Gretter
erkl. der ep. Pauli a. d. Römer (1566) 738; wie der bapst ein grosze verwirrung in der einigen religion hat angerichtet, da er ausz juden, heiden und christen lere, ein newe unnd güldene religion geschmidet hat. Mathesius
Sar. (1571) 102
b; mit ihr selbst in die schlinge hinein, die ihre anklage uns bereitet! .. es läszt sich schon was draus schmieden, es soll gehn. Fr. Müller 3, 178; ihn den mächten zu entringen, die aus unheil unheil schmieden, lasz der schwachen es gelingen. Müllner
schuld 4, 2. 2@dd)
mit hinzutritt einer adverbialen bestimmung des ziels, neben äuszerem oder factitivem object. 2@d@aα) metall zu einem geräte schmieden,
bildlich: hat mich nicht zum manne geschmiedet die allmächtige zeit ...? Göthe 2, 80. 2@d@bβ) etwas zusammen schmieden,
im vergleich: dô .. der strît ze beider sît was worden reht als ein werc zesamne gesmit.
Lohengr. 5374;
bildlich, mit bezug auf das band der verwandtschaft: wie mochte sie (
die natur) die beiden lezten enden des menschlichen geschlechtes — mich und ihn durch ein so heilig band zusammen schmieden? Schiller
dom Karlos 1.
verw., 2.
scherzend gebraucht man im bremischen tosamen smeden
von der priesterlichen copulation. brem. wb. 4, 859.
anders, von dichterischem schaffen: vielleicht schmiedet er (
Leisewitz) noch etwas zusammen. Hölty 255
Halm. 2@d@gγ) etwas an, um etwas anderes schmieden: ein swæren boin von îsen hiesz er im an diu bein smiden. Ottokar 88499
Seemüller; im vergleich: done moht diu schar des markîs vermîden niht decheinen wîs, sine schrîten Muntschoye, in gedrange als ein boye von îser wære umb si gesmit. Wolfram
Willehalm 397, 23. einen an, in, auf etwas schmieden: einen in eisen und banden, auf die galeere schmiden. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 607
b; darauf hat der rauhgraf den thäter von meinem herrn gefordert, um ihn nach teutschem herkommen auf einen hirsch zu schmieden, und todt rennen zu lassen. Klinger 3, 147; man sollte dergleichen unvorsichtige kanaillen auf die galeere schmiden. Schiller
räuber schauspiel 3, 2; lügst du kanaille, lasz ich dich lebendig an den wetterhahn vom Lorenzothurm schmieden.
Fiesko 3, 4; kraft der tödenden gewalt, die erd und himmel mir zum schemel macht, will an den schroffsten felsen Thraciens mit diamantnen ketten ich die arge schmieden.
schriften 1, 340.
im vergleich: wie an den grund mit ketten geschmiedet, stand ich da, ohnmächtig sie zu retten. Wieland 22, 151 (
Ober. 4, 12).
bildlich: zerschlagen sie hier die ketten, an denen das menschengeschlecht gefesselt liegen musz, so schmiede es dort die furcht an unauflöslichere. Klinger 10, 235; groszer herrlicher geist, .. warum an den schandgesellen mich schmieden, der sich am schaden weidet und an verderben sich letzt? Göthe 12, 233; schicksal! warum hast du mich an einen elenden geschmiedet? 42, 202; wie mit eisenbanden bleibt die seele in's innerste des busens dir geschmiedet. 9, 6.
im weiteren gebrauch auch wie freieres '
fesseln': von dem podagra gelähmt und an die sänfte geschmiedet, besiegte er (
Torstenson) alle seine gegner durch schnelligkeit. Schiller 8, 391.