Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schlottern
schlottern
schlottern Vb. ‘heftig zittern’, mhd. slotern, slottern, sluttern ‘zittern, klappern, schwatzen’, nd. sluddern ‘schlottern’, nl. slodderen ist vielleicht eine Intensivbildung zu mhd. sloten ‘zittern, klopfen’, verwandt mit mhd. slūdern ‘schleudern, schlenkern’, anord. sloðra ‘sich vorwärtsschleppen’, schwed. sluddra ‘undeutlich sprechen, stammeln’, got. afslauþjan ‘in Angst versetzen’, afslauþnan ‘sich entsetzen’, und läßt sich mit lottern, schleudern und schludern (s. d.) sowie russ. (älter) lytát’ (лытать) ‘sich um eine Arbeit drücken, müßig umhergehen’, serbokr. lútati ‘langsam gehen, mühsam suchen’ auf ie. *(s)leut-, *(s)lūt-, eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)leu-, *(s)lū- ‘schlaff herabhängen, schlaff’ (s. schlummern), zurückführen. – schlott(e)rig Adj. ‘zitternd’ (16. Jh.), heute dafür meist schlotternd. Schlotter m. ‘das Zittern, Schüttelfrost, wabbelige Masse, Schlamm’ (18. Jh.).