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2. Schlacke

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
12 in 10 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

2. Schlacke

Bd. 3, Sp. 1482
2. Die Schlacke, plur. die -n, die Unreinigkeit, welche sich bey der Bearbeitung der Mineralien im Feuer von denselben absondert,[] und nach ihrer Erkaltung eine glasartige Gestalt hat. Bey dem Schmelzen der Erze setzt sie sich in Gestalt eines flüssigen Schaumes oben auf. Eisenschlacken, Kupferschlacken, Bleyschlacken, Garschlacken, Zinnschlaken, Rohschlacken u. s. f. Gemeiniglich spricht man in den Sprachlehren diesem Worte den Singular ab; allein er ist gangbar genug, theils collective, z. B. das Kupfer gibt eine röthliche Schlacke; theils aber und noch häufiger distributive, eine schöne Kupferschlacke. Indessen wird es auch sehr häufig im Plural als ein Collectivum gebraucht. Die Schlacken abheben, im Hüttenbaue, sie mit dem Sticheisen von dem Erze absondern. Anm. Im Nieders. Slacke, im Schwed. Slagg, im Engl. Slag, im Böhm. Sslaky. Daß dieses Wort ursprünglich von schlagen herstammet, ist wohl gewiß, ob sich gleich dessen nächste Bedeutung bey dem großen Umfange dieses Zeitwortes nur muthmaßen läßt. Es kann der Begriff der Gerinnung der herrschende seyn, weil die Schlacken gleich im Erkalten zu einer festen Masse werden. In einigen Oberdeutschen Gegenden wird die geronnene Milch Schlocken genannt. Man kann es alsdann als ein Intensivum von Schlich ansehen, welches eine flüssigere Masse bezeichnet. Der Begriff der Unreinigkeit ist nahe damit verwandt, und das Latein. Scoria, Schlacke, scheint zu dem Niederd. Schor, Koth, Unreinigkeit, zu gehören. Im Hüttenbaue werden die Schlacken noch jetzt zuweilen das Geschüre genannt. Es kann aber auch der Begriff der Erhebung hervorstechen, weil sich die Schlacke beym Schmelzen der Erze als ein Schaum erhebet daher sie auch im Franz. Ecume heißt. Notker gebraucht das jetzt veraltete Olter für Schlacke. Unmittelbar von schlagen ist im Nieders. Hammerschlacke der Hammerschlag.
1847 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Schlacke

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    2. Die Schlacke , plur. die -n, die Unreinigkeit, welche sich bey der Bearbeitung der Mineralien im Feuer von denselben …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schlacke

    Goethe-Wörterbuch

    Schlacke mask ‘Schlack’ LA II 8B/1,405,24 ; ‘Schlake’ LA I 1,356,5 ; häufig Pl 1 wenig verdichtetes, poröses Eruptivgest…

  3. modern
    Dialekt
    Schlackef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schlacke f. : 1. a. 'Abfall, Rückstände beim Brennen von Kohle', Schlack [vereinzelt, Krämer Gal 185], häufiger im Pl. v…

  4. Sprichwörter
    Schlacke

    Wander (Sprichwörter)

    Schlacke Taube Schlacken lässt man in den Weg lauffen. – Petri, II, 544.

  5. Spezial
    Schlacke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schla|cke f. (-,-n) 1 scoria (-ies) f. 2 ‹geol› scoria vulcanica f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlacke

149 Bildungen · 135 Erstglied · 13 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schlacke 2 Komponenten

sch+lacke

schlacke setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlacke‑ als Erstglied (30 von 135)

Schlacke II

RhWB

Schlacke II das Wort, entweder mit Schlacke I oder Schl. IV eines Stammes, ist im vordern Hunsr in Simm , Goar , Bernk-Malborn u. in Kobl al…

Schlacke III

RhWB

Schlacke III -ak, Pl. -gə, Demin. -ęgχə vereinzelt in Altk-Willr f.: Pantoffel ohne Kappe, Schluffe. Hoppsa, Lis-che, danz emol! Mämm, ech h…

schlackeln

PfWB

schlack·eln

schlackeln schw. : ' nachlässig, mit schleifenden Füßen gehen ', schlackle [ BZ-Dernb ]; vgl. Schlackel 1 a, schlurpsen 3. Südhess. V 326 .

Schlackenabfluss

RhWB

schlacken·abfluss

Schlacken-abfluss in der Spr. des Hüttenarbeiters m.: der dem Schl.stichloch am nächsten liegende Teil der Schl.rinne.

schlackenähnlich

GWB

schlacken·aehnlich

schlackenähnlich zu ‘Schlacke’ 1 Diese Felsen sind von zweierlei Art: die obern noch völlig s. ..durchaus porös, jedoch keinesweges scharf, …

Schlackenarbeit

DRW

schlacken·arbeit

Schlackenarbeit, f. wiederholtes Rösten und Schmelzen von Schlacke zur Extrahierung der darin noch befindlichen Metallanteile; auch: der Bet…

Schlackenarbeiter

DRW

schlacken·arbeiter

Schlackenarbeiter, m. Arbeiter, der Schlacken röstet und schmilzt waß den halden schlaggen vnnd pergarbeitern gegeben, [soll] zu ieder lohnz…

schlackenarm

DWB

schlacken·arm

schlackenarm , adj. arm an schlacken: schlackenarmes metall, metall, das wenig schlacken beim schmelzen absetzt.

Schlackenart

GWB

schlacken·art

Schlackenart zu ‘Schlacke’ 1 Die Basalt-Lager des Kobeshügels mögen auf Steinkohlen geruht haben, die sich entzündeten und eine schwere S. h…

schlackenartig

DWB

schlacken·artig

schlackenartig , adj. den schlacken ähnlich, verwandt: das dorf ... ist am strande auf dieser schlackenartigen lava erbaut. Chamisso werke 4…

schlackenbad

DWB

schlacken·bad

schlackenbad , n. bad., zubereitet durch aufgusz von kaltem wasser auf heisze schlacken der roh- und schwarzkupferarbeit, als heilmittel für…

Schlackenbäckel

RhWBN

Schlacken-bäckel Siegld n.: Schlacke, welche bei den Schweissöfen nach jedem Einsatz abgelassen wurde.

schlackenberg

DWB

schlacken·berg

schlackenberg , m. ein aus vulkanischen schlacken gebildeter berg: dieses ausgezeichnete vulkangebiet ... wird durch seine grosze zahl wohl …

schlackenbett

DWB

schlacken·bett

schlackenbett , n. in der schmelzhütte der ort, wohin die schlacken aus dem schmelzofen geworfen werden.

schlacke als Zweitglied (13 von 13)

Afterschlacke

Adelung

after·schlacke

Die Afterschlacke , plur. die -n, in den Hüttenwerken, Schlacken, welche zwey Mahl durch die Probe gegangen sind.

Bleyschlacke

Adelung

bley·schlacke

Die Bleyschlacke , plur. die -n, die von geschmelztem Bley übrig bleibende Schlacke.

harzschlacke

DWB

harz·schlacke

harzschlacke , f. : harzschlacken sind die alten rammelsbergische schlacken, so hin und wider auf dem Harz zu finden, werden zum vorschlag g…

kupferschlacke

DWB

kupfer·schlacke

kupferschlacke , f. 'kupferschlacken, ist die unart von den kupfererzen, fallen von schwarzkupfermachen, halten noch etwas an kupfer ..' Che…

perlenschlacke

DWB

perlen·schlacke

perlenschlacke , f. eine steinart, die aus kleinen den perlen ähnlichen glasartigen kügelchen zusammengesetzt ist. Nemnich 3, 429 . Jacobsso…

rohschlacke

DWB

roh·schlacke

rohschlacke , f. im hüttenbau schlacke, die bei der roharbeit fällt. ebenda.

schwefelschlacke

DWB

schwefel·schlacke

schwefelschlacke , f. der in den schmelzkesseln von der raffination des schwefels bleibende rückstand Karmarsch-Heeren 3 8, 110, laitiers de…

seigerschlacke

DWB

seiger·schlacke

seigerschlacke , f. ' das verglasete wesen, so beym kupfersaigern abgeht, vielerley farben hat, und noch kupferhaltig ist '. Jacobsson 3, 48…

silberschlacke

DWB

silber·schlacke

silberschlacke , f. im hüttenwesen schlacke, die sich beim treiben des silbers bildet, dabei oben abgezogen wird. Adelung, silberschlaken, h…

ziehschlacke

DWB

zieh·schlacke

-schlacke , f. , im hüttenbau eine schlacke, welche nach dem ablassen des guszeisens sitzen bleibt und abgezogen werden musz: Adelung 2 4, 1…

Ableitungen von schlacke (1 von 1)

urschlacke

DWB

urschlacke , f. , schlacke 1 mit ur- C 4 c. ' in einigen gegenden des sächsischen erzgebirges, bes. in den zinnbergwerken, diejenigen schlac…