Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schemen m.
Schemen m.
Schemen m. ‘Trugbild, Gespenst, Schattenwesen’, ahd. skema (in der Glossierung für lat. larva, persona, 11. Jh.), mhd. schem(e) m. ‘Schatten(bild), verlarvte, maskierte Erscheinung’, mnd. schēme, mnl. scēme ‘Schatten, Schein, Lichtglanz’, asächs. skimo ‘Schatten’, anord. skimi ‘Glanz, Licht’, schwed. (mundartlich) skim ‘schwacher Glanz, Nordlicht’ sind wie ablautendes ahd. skīmo (8. Jh.), mhd. schīm(e), asächs. skīmo, aengl. scīma, got. skeima ‘Glanz, Licht’ (germ. *skīman-) Bildungen mit dem Suffix ie. -men- zur Wurzel ie. *sk̑āi-, *sk̑ī- ‘gedämpft schimmern, Schatten’, zu der auch scheinen (s. d.) und die dort aufgeführten außergerm. Verwandten sowie, gleichfalls mit m-Suffixen, Schimmel, schimmern (s. d.) gehören. Das auslautende -n entstammt den obliquen Kasus (16. Jh.), doch begegnet daneben die alte Form Scheme noch im 18. Jh. Die Bedeutung ‘schattenhaftes Trugbild, wesenlose gespenstische Erscheinung, Schattenbild eines Verstorbenen’ entwickelt sich seit dem 16. Jh., doch gilt ‘maskierte Gestalt’ noch heute im Obd. – schemenhaft Adj. ‘gespenstisch, wie ein Schattenbild’ (19. Jh.).