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schattieren

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schattieren

schattieren

Schatten m. ‘hinter einem beleuchteten Körper entstehende dunkle Fläche, deren Umriß dem des Körpers entspricht, Dunkel, Dämmerung, visionäre Erscheinung, Geist’, auch ‘Sorge, Kummer, Spur, Anzeichen’. Die teils auf einem maskulinen, teils auf einem femininen w-Stamm (germ. *skaþwa- m., *skaþwō f.) beruhenden germ. Formen ahd. scato, Genitiv scatawes (8. Jh.), mhd. schate, auch schatewe, schetewe, asächs. skado, mnd. schāde, aengl. sc(e)adu, mengl. sceadewe, shadewe, engl. shade, shadow, mnl. scāde, scāduwe, nl. schaduw, got. skadus lassen sich mit griech. skótos (σκότος) ‘Finsternis, Dunkel’ und dehnstufigem air. scāth ‘Schatten, Schutz, Spiegel’ verbinden. Weiteres ist nicht mit Sicherheit auszumachen. Bereits das Mhd. zeigt auch schwache Flexion, aus deren obliquen Kasus sich die moderne Form Schatten entwickelt. – schatten Vb. ‘Schatten werfen, geben’, ahd. scatawen (8. Jh.), mhd. schatewen, schetewen ‘Schatten geben’, unpersönlich ‘schattig, dunkel werden’. Das bereits im Mhd. seltene Verb wird im 18. Jh. (durch Klopstock) wieder aufgenommen, bleibt aber nur in poetischer Sprache erhalten. beschatten Vb. ‘mit Schatten versehen’, ahd. biscatawen (9. Jh.), mhd. beschatewen, -schetewen. Nhd. jmdn. beschatten ‘(wie ein Schatten) unbemerkt (ver)folgen’ (1. Hälfte 20. Jh.) ist eine Wiedergabe von engl. to shadow und wird durch Kriminalromane verbreitet; danach auch in der Sportsprache seinen Gegner beschatten. überschatten Vb. (16. Jh.). schattieren Vb. ‘Schatten einzeichnen, eine Farbe durch Hell und Dunkel abtönen’, Ausdruck der Malerei (17. Jh.). schattig Adj. ‘voller Schatten, Schatten gebend’ (15. Jh.). Schattenbild n. ‘auf eine durchscheinende, beleuchtete Wand als Schatten geworfenes Bild’, auch ‘Trugbild’ (17. Jh.). Schattenriß m. ‘schwarz ausgefüllte Umrißzeichnung eines Körpers nach seinem Schatten’ (17. Jh.). Schattenspiel n. Art des Puppenspiels, bei dem Schatten von Figuren auf eine beleuchtete, lichtdurchlässige Wand geworfen werden (17. Jh.).
1990 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    schattierenverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    schattieren , verb. , technischer ausdruck der maler, umbram inducere, it. delineare, informem futurae imaginis speciem …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schattieren

    Goethe-Wörterbuch

    schattieren -ir- 1 term techn der Zeichenkunst: mit Schattenandeutungen versehen; überwiegend PartPrät, gelegentl Zustan…

  3. modern
    Dialekt
    schattieren

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schattieren Schatten werfen: eine Laterne, die hinten am Wagen hängt, schattiert bloß täuscht den Kutscher Wa Jab .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schattieren

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schattieren 2 Komponenten

schatt+ieren

schattieren setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schattieren als Zweitglied (1 von 1)

verschattieren

DWB

verschat·tieren

verschattieren , verb. umbrarum recessus pingere. Stieler 1740 ; übertragen: jeder fürst hat seinen Achitopel, der ein bösen rath verschatti…

Ableitungen von schattieren (1 von 1)

verschattieren

DWB

verschattieren , verb. umbrarum recessus pingere. Stieler 1740 ; übertragen: jeder fürst hat seinen Achitopel, der ein bösen rath verschatti…