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Schalte

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
16 in 8 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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46
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30

Eintrag · Rheinisches Wb.

Schalte

Bd. 7, Sp. 886
Schalte, Pl. -lə(n); šǫ·u., Pl. -ən, Demin. š·ŋ.kə f.: 1. zu Schiebendes a. eiserner Riegel zum Schieben, durch eine Schlaufe (Schläupe) gehend, bei Holztoren, Garten-, Stalltüren, am Fensterladen (der hölzerne R. Wirbel, Wilber) Verbr. Rip, Berg, Erk, Klevld (abseits ša·l. Saarbg-Faha, Koch-Pommern), u. zwar RRip, Bo, Köln, Wermelsk šā:l; LRip von Monsch, Schleid, Ahrw (u. Neuw-Linz -ę-) an ša·l. (Rheinb, Bo, Köln, Aach-Warden auch -ā-) [diese lrip. Form ša·l., entsprechend der östl. sndfrk F., ist für das LRip auffallend; man erwartet šā:l], OBerg -ā:-, –ā- [Gummb-Lieberhsn Müllenb Rodt šǫlə; Homburgisch auch šø·l.χən]; NBerg šǫ·u.l [Lennep-Dahlerau Honsbg Linde (--) Ronsd šǫl(ə); Düss-Benr šǫ·l.; Stdt -a-]; Monsch-Lammesd Rötgen Simmerath Witzerath Zweifall, Eup (Stdt šǫ), Aach, Jül-Laurenzbg (u. ša·l.), Geilk, Heinsb, Erk-Gerderhahn Wegbg, Kemp-Hagenbr Süchteln (u. ša·l.), Geld-Wachtendonk šǫ·u. [W- Selfk šǫ·u.w; Heinsb-Havert š:; Schalbr š:w]; sonst SNfrk ša·l. [Kemp-Breyell š·l.kə]; Geld, Mörs šal, ša·l. [Geld-Herong Wachtendonk šǫ·u.; Wankum š; Straelen ši, Hinsbeck šər]; Klev šālt, -a- [Schenkenschanz --],, rrhn. MülhRuhr šǫ·u.l; Duisb, Ess, Elten šǫ·l.; Dinsl šl; Emmerich šal; Dinsl um Görsicker Spellen, Rees um Mehr -ā- [Haffen -ā- u. -ǫ-]; dohn (mach) de Sch. op de Porz (Dür); flenk de Sch. drop. — b. Schieber im Ofenrohr, zur Regelung der Heizung, Oəvesschau Kemp-Süchteln. — c. ša·l. an der Aussenseite des Schweinestalles über dem Trog angebrachter Klappdeckel (der mit einem Riegel geschlossen werden kann) Kemp-SPeter UWeiden. — d. šā:l viereckiger, flacher, grosser Nachen (fährenähnlich), zum Übersetzen von nur einem Wagen, Pferden udgl. über den Rhein, bes. bei starkem Treibeis, wenn die Ponte ausgefahren war, oder bei Orten, wo keine Ponte war, Rhein von der Ahrmündung bis Köln; dann ša·l. Neuss, Düss, Nrhn. — 2.a. z. B. im Geb. südl. von 1 a. ša·l. ein Stück Holz in dem Galgen des Vorderpfluges, auf dem der Grindel seinen Halt hat May-Kollig, Kobl-Kärlich (n.), Neuw-Dierd, Goar-Niederbg. — b. šal Durchbruch, kleines Fenster zwischen Wohnzimmer u. Küche, mit einem Holzkasten eingefasst, zum Greifen u. Abnehmen der Schüsseln mit Essen u. der Kochtöpfe Wend-Reichenb, Birkf; šāl Goar –N- Gondershsn; šālχə Morshsn; šEəlχən kleines Oberfenster Wittl-Eisenschmitt. — c. šā:lt tiefe Stelle im Fluss oder Bach Monsch-Ruhrbg; ša·l. seichte Stelle Dür-Pier. — d. šo·u., Pl. -ə, Demin. š·y.kə Rispe bei hafer u. Gerste Jül-Stetternich, Aach-Bardenbg Büsb Herzogenr Höngen Walheim, Geilk-Frelenbg Gangelt Immend, Heinsb, Erk-Wegbg; der Haver es e jen Sch.ə; Selfk (šǫ Erk-Doveren). — e. Bohnenschote Aach-Alsd Büsb Breinig.
2748 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SCHALTE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    SCHALTE SCHIELT GESCHALTEN stosse, stosse fort. Gr. 2,986. Graff 6,484. Schmeller 3,359. vgl. ich schilte. neben schalte…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    schaltef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +3 Parallelbelege

    schalte , f. krankheit bei pferden: von der schalt. brenne das pferd mit einem eisen. Albrecht rossarzn. 99 (1570) ( vgl…

  3. modern
    Dialekt
    Schalt(e)

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schalt(e) [âlt, Pl. âltə Dü. ; ʿSâlt Hf. ] f. Schale von Eiern, Nüssen. Wë nn m e r Eier ge brucht hett, soll m e r d …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schalte

25 Bildungen · 21 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von schalte 2 Komponenten

sch+alte

schalte setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schalte‑ als Erstglied (21 von 21)

schalte(n)

Idiotikon

schalte(n) Band 8, Spalte 710 schalte(n) (I) 8,710

schalte(n) II

Idiotikon

schalte(n) II Band 8, Spalte 718 schalte(n) II 8,718

schaltenlänge

DWB

schalten·laenge

schaltenlänge , f. länge des böttcherwerkholzes ( s. schalte): von jedem schuh der schaltenlänge. mauthordnung von 1765 bei Schmeller 2, 415…

Schaltenstein

RhWB

schalten·stein

Schalten-stein šā:ləštēn Bo verbr. m.: St. mit Loch in der Mitte unter dem Hoftor, in den der Riegel eingeschoben wird.

Schalterbeamter

PfWB

schalter·beamter

Schalter-beamter m. : 'Post- oder Bahnbeamter, der am Schalter 2 c bedient', Schaldeʳbeamdeʳ [ LU-Opp ]. Südhess. V 173 . —

schalterei

DWB

schalte·rei

schalterei , f. : schalterey vicariatus, substitutio, in academiis vulgo dicitur prorectoratus. Stieler 1727 .

schalterlein

DWB

schalter·lein

schalterlein , n. , demin. zu schalter: artges häuschen hab ich klein und, darin verstecket, bin ich vor der sonne schein gar bequem bedecke…

schalte als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von schalte (3 von 3)

beschalte

BMZ

beschalte stv. stosse fort. kein zwîvel sol die rede niht beschalten Frl. 332,10 u. anm.

geschalte

BMZ

geschalte stv. das verstärkte schalte. daʒ si niht mügen über mer geschalten noch geschiffen troj. s. 151. a.

verschalte

BMZ

verschalte stv. 1. stosse fort, verstosse. part. prät. verschalt Frl. 336,18. dann mehrfach in Pass. und bei Jerosch. a. mit accusativ der s…