Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schach n.
Schach n.
Schach n. Das alte, ursprünglich indische Brettspiel wird aus Persien durch die Araber (im 11. Jh.) nach Europa gebracht. Mhd. schāch ‘König im Schachspiel, Schachbrett, -spiel, schachbietender Zug’, mnd. schāk, mnl. scaec, nl. schaak geht über afrz. eschas, esche(c)s Plur. auf pers. arab. šāh ‘König’ zurück. Dies ist die Bezeichnung für die Hauptfigur des Spiels, bei deren Gefährdung der angreifende Spieler pers. arab. šāh, mhd. schāch, nhd. Schach, afrz. eschec, frz. échec ‘(Obacht auf) den König’ zu rufen hat. Darauf beruht der Name für das ganze Spiel. Dazu die Wendungen mhd. schāch bieten, nhd. Schach bieten ‘die Königsfigur angreifen’, übertragen ‘Einhalt gebieten’, im, in Schach halten ‘bändigen’ (19. Jh.). Gleicher Herkunft ist Schah m., die Bezeichnung für den persischen König und späteren Kaiser des Iran (19. Jh.). – Schachbrett n. ‘Brett mit den 64 aufgezeichneten, abwechselnd hell und dunkel gefärbten, quadratischen Feldern für das Schachspiel’ (16. Jh.), älter ahd. scāhzabel (Hs. 12. Jh.), mhd. schāchzabel (zabel aus lat. tabula ‘Brett, Tafel’), so bis ins 16. Jh. geläufig. schachmatt Adj. ‘handlungsunfähig im Schachspiel (von der spielentscheidenden Figur des Königs her gesehen), besiegt’, übertragen ‘völlig erschöpft, müde, am Ende’, mhd. schāch unde mat (um 1200), nach afrz. eschec, chac et mat, aus pers. arab. šāh māt ‘der König ist gestorben’; s. dazu 2matt. Schachspiel n. (16. Jh.), vielleicht verkürzt aus gleichbed. mhd. schāchzabelspil.