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rūken

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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6 in 4 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

rūken V.

Bd. 4, Sp. 1020
rūken V. [allg.] 1.1. durch den Geruchssinn, mit der Nase einen Geruch, eine Ausdünstung wahrnehmen. Hä kann scharp rūken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Kannst diu dat riuken? (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Ruikes diu äuk dien Qualm? (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). De Ruie ruiket de Spuar (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). Dä dat nich ruhken kann, dä hiätt den Snobben (Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus). — Ra.: Dat häww ’ik ruaoken habe ich geahnt (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Dä Kauken hïet känne Bueter roaken ist nicht mit Butter zubereitet (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Ik kann em nich rūken kann ihn nicht leiden (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Se könnt sick nicht ruken können sich nicht vertragen (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@HoltwickHw). Von wuiden riuken wählerisch, hochnäsig sein (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Sprichw.: Wai ’t et äiste ruiket, diäm et hingen röüt kruipet (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr || mehrf.). — 1.2. den Geruch von etwas wahrzunehmen suchen, indem man die Luft prüfend durch die Nase einzieht. Hei rücket an diä Blaume (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). — Ra.: Do kaßte māl aan röuken das ist zur Strafe für dich (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr); do kanns ’e an rüuken das kannst du dir merken; wenn man jmdm. gehörig die Meinung gesagt hat (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Dao ruck up! zu jmdm., der durch eine treffende Antwort abgefertigt wurde (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || mehrf.). — Sagw.: Doa ruk dran, saggte dat Wicht, un schlaug so’nen butten Jungen an de Schnute, dat et kliättere (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 2. einen bestimmten Geruch verbreiten. Fiske fangt bolle an te ruuken (stinken) (WmWb). Schröjjet hür wat? Et rücket seo (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@SchwelentrupSw). Et rück all (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). De Räose ruiket fin (Kr. OlpeOlp Kv). De Keoken rücket geot (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü). Hä rüket nett guot stinkt (Kr. HalleHal Vh). Dat ruiket muddich (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). Ūt’e Mūle, ūt’m Hals rūken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Et rükt no Riewekauken (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@StiepelSp). Et ganze Hūs rauk no Kaulmaus (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: No Geld riuken sehr teuer, zu teuer sein (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Hai ruüket no de Schüppe sieht aus, als müsste er bald sterben (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || (ähnl.) mehrf.). — Wortspiel: Watt ruiket, stinket dätt auk? — Jaoo. — Dann stinket deyne Nase auk (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — Sagw.: Alls, wat gued rück, kümp van mi, segg de Aptheker (Kr. SteinfurtStf WWB-Source:237:ReckReck). ⟨Präs.: 3. Pers. Sg.: ›rǖket‹ [die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor MSauerl Kr. MeschedeMes Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Olp], rükket [Kr. MindenMin Lippe Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx Sos], rükt [Kr. TecklenburgTek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. LüdinghausenLhs Wie], rük [WMünsterl Kr. SteinfurtStf Kr. MünsterMün Bek], rukt [Min], ruk [Kr. SteinfurtStf Tek]. Prät.: 1./3. Pers. Sg.: ›rō²k‹ [Kr. MindenMin Kr. AhausAhs Kr. HalleHal Kr. DetmoldDet Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Kr. HöxterHöx die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. SoestSos Kr. IserlohnIsl Kr. MeschedeMes Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], rok [Kr. AhausAhs Tek], ›roªk‹ (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh), rok (= ›roªk‹) [WMünsterl Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel sowie Det]; Part.: -›roªken‹ [Kr. MindenMin WMünsterl Kr. TecklenburgTek Kr. HalleHal Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx die krfr. Stadt HagenHag Kr. IserlohnIsl Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Olp]⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,407: riechen; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 10,335: rǖken, rūken; HnVwb 2,857: riechen.
4929 Zeichen · 196 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ruken

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +2 Parallelbelege

    ruken, st. v. 1. riechen, Geruch verbreiten. 2. riechen, Geruch empfinden.

  2. modern
    Dialekt
    ruken

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    ruken -ū- = riechen (s. d.);

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruken

31 Bildungen · 1 Erstglied · 29 Zweitglied · 1 Ableitungen

ruken‑ als Erstglied (1 von 1)

rûkende

MNWB

ruk·ende

° rûkende , adj. : Geruch habend, riechend, „ Rukende wolrukende odoriferus” (Voc. Strals. ed. Damme).

ruken als Zweitglied (29 von 29)

afbruken

MeckWB

Wossidia afbruken 1. abnutzen: 'n afgebruktes Metz Schö; 'n ollen afgebrukten Messingkätel Wi Wismar@Kirchdorf Kirchd ; dei Läpel sünd afbru…

anbruken

MeckWB

Wossidia anbruken anfangen zu verbrauchen, z. B. Kleidungsstücke: de Schauh Schö Schönberg@Klein Bünsdorf KBünsd ; Vieh, in der Händlersprac…

anrūken

WWB

an-rūken V. [verstr.] 1. an jmdm., etwas riechen. Gründlek aanriuken ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Ramsbeck Ra ). — 2. durch den Geruch an…

bekrūken

WWB

bek·ruken

be-krūken V. [ Kr. Meschede Mes Olp] bereuen; die Folgen für etwas, was jmd. verschuldet hat, tragen. Datt sall hai noch bekruken ( Kr. Olpe…

berūken

WWB

be-rūken V. [verstr.] 1. an jmdm., etwas riechen. — 2. vorsichtig prüfend kennenzulernen versuchen. Säi heppt sick iärst richtig beraoken ( …

ferbrūken

WWB

fer·bruken

fer-brūken sw. V. ⟨ fe(r)- ; Part.Prät. febrūket ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor die krfr. Städte Dortmund, Castrop…

gebruken

LW

geb·ruken

ge-bruken, sw. v. Gebrauch von etwas machen, geniessen, refl. m. Gen. üben, ausüben.

hiᵉnerūken

WWB

hiene·ruken

hiᵉne-rūken V. riechen an etwas. — Ra.: Daor häff he ook all henrocken das hat er auch schon ausprobiert ( WmWb ).

meystrûken

MNWB

mey·struken

° meystrûken , pl. , Maibüsche (Wittenb. NT. 1524 Marc. 11, 8; s. B.-C. Nr. 787 u. Sp. 1878).

nabrūken

WWB

nab·ruken

na-brūken sw. V. naubruken sich einer Nachkur unterziehen ( Kr. Osnabrück Osn WWB-Source:145:Klön Klön ).

ȫvelbrûken

MNWB

° ȫvelbrûken , swv. : mißbrauchen, (nur substantiv.:) Mißbrauch, „abusio” (Dief. 22); — s. auch 1 ȫvel 1.

Piᵉrdekrūken

WWB

pierd·e·kruken

Piᵉrde-krūken n. Stöhnen von Pferden; im Sprichw.: Piärekriuken un Wejwerquesten sall me nit erenst niähmen ( Kr. Arnsberg Arn Hg).

roken, ruken

LW

roken·ruken

roken, ruken, sw. v. bedacht, besorgt sein um etwas, sorgen für, sich kümmern um etwas, achten, mit Gen. od. Acc.; mit Inf. wollen, worauf b…

strûken

MNWB

° strûken „ dörch recht ik weder naket struke ” (Nd. Jb. 30, 145 als Wiedergabe von nudus revertur [Luc. 4, 4], Konjektur).

upbrūken

WWB

up-brūken sw. V. ⟨ up- ; Part.Prät. upbriuket ( Kr. Detmold Det Kr. Detmold@Istrup Is = PlatenauWb) ⟩ aufbrauchen, verbrauchen ( Kr. Osnabrü…

utbruken

MeckWB

Wossidia utbruken 1. trans. a. durch Verbrauch des Inhalts leeren: de Dik wir leerig, von de Teigeli utbrukt Gild. Dörp. 566; wi hadden uns …

verbruken

MeckWB

verb·ruken

Wossidia verbruken 1. zu bruken I verbrauchen: wi hebben all' uns' Kahlen verbruukt Ro Rostock@Warnemünde Warn . 2. zu bruken II a. eine Kra…

vermißbruken

MeckWB

ver·missbruken

Wossidia vermißbruken mißbrauchen; missingsch: 'das ist es gerade, daß der Titel Schulmeister als ein Ökelname vermißbraucht wird' Reut. 6, …

vorbrûken

MNWB

vor·bruken

* vorbrûken , swv. , verbrauchen, (Geld) ausgeben (Hamb. KR. 1589).

wegbruken

MeckWB

weg·bruken

Wossidia wegbruken durch magische Handlung beseitigen: Wratten warden mit ne swart Snick wegbruukt Sta Stargard@Hornshagen Hornsh ; de Knirr…

übertruken

KöblerMhd

übertruken , sw. V. Vw.: s. überdrücken

Ableitungen von ruken (1 von 1)

berūken

WWB

be-rūken V. [verstr.] 1. an jmdm., etwas riechen. — 2. vorsichtig prüfend kennenzulernen versuchen. Säi heppt sick iärst richtig beraoken ( …