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rümpfen

mnd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

rümpfen

rümpfen

rümpfen Vb. ‘eine Partie des Gesichts mißbilligend in Falten legen, kraus ziehen’, besonders in der Wendung die Nase (über jmdn.) rümpfen ‘sich über jmdn. erhaben fühlen, verächtlich auf jmdn. herabblicken’ (15. Jh.), spätmhd. rümphen ‘kraus, runzlig machen oder werden, in Falten legen’. Das schwache Verb steht im Ablaut zu einem im Nhd. untergegangenen starken Verb ahd. (h)rimphan (9. Jh.), mhd. rimphen ‘in Falten zusammenziehen, krümmen, runzeln, einschrumpfen, verdorren’, mnd. mnl. rimpen (wozu die Weiterbildung mnl. nl. rimpelen ‘runzeln’), aengl. *(h)rimpan (in gerumpen), westgerm. *(h)rempan ‘schrumpfen, verschrumpeln’ und den Substantiven mnd. mnl. rimpe, rimpel, nl. rimpel, engl. rumple, (mundartlich) rimple ‘Runzel, Falte’. Außergerm. vergleichen sich griech. krámbos (κράμβος) ‘eingeschrumpft, trocken, dürr, nüchtern’, krámbē (κράμβη) ‘Kohl’, (unsicher) lit. kremblỹs ‘Pfifferling’ (weil ‘runzlig, faltig’), kslaw. krǫpъ ‘klein, gering’, poln. krępy ‘untersetzt, klein und stämmig, kurz und dick’. Sie gehören insgesamt zu ie. *(s)kremb(h)-, der nasalierten Nebenform von ie. *(s)kerb(h)-, *(s)kreb(h)- ‘drehen, krümmen, sich zusammenkrümmen, schrumpfen’, einer Erweiterung der Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen, kreisend bewegen’ und ‘einschrumpfen, runzeln’ (dazu auch Harfe, schräg, schrumpfen, s. d.). Vgl. Schüwer in: Jb. d. Vereins f. nd. Sprachforsch. 104 (1981/82) 82 ff., der als Verwandte auch die unter Rahmen und Rumpf (s. d.) angegebenen Formen hier anschließen will.
1503 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rümpfen

    Mittelniederdeutsches Wb.

    rümpfen s. rimpen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rümpfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Rümpfen , verb. reg. act. welches eigentlich, theils krümmen, theils Runzeln machen bedeutet, aber nur noch von dem Krüm…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rümpfen

    Goethe-Wörterbuch

    rümpfen Lesung des Wortes unsicher 53,424 (eine Partie des Gesichts) mißbilligend in Falten legen, kraus ziehen; meist ‘…

  4. modern
    Dialekt
    rümpfenschw.

    Pfälzisches Wb.

    rümpfen schw. : wie schd., in der RA.: die Nas rimfe, als Ausdruck der Geringschätzung oder Verachtung [vereinzelt VPf, …

  5. Sprichwörter
    Rümpfen

    Wander (Sprichwörter)

    Rümpfen 1. Die kan ihrs rümpfens auch nit lassen. – Eyering, III, 47. 2. Sich rümpffen vnd krümpffen wie ein Wurm. – Die…

  6. Spezial
    rümpfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    rümp|fen vb.tr. infizé (-za), rogucé (rogücia). ▬ die Nase rümpfen infizé le nes.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruempfen

3 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

ruempfen als Zweitglied (1 von 1)

strümpfen

DWB

strümpfen , verb. ( s. auch strüpfen). 1 1) in einen strumpf ( truncus ) verwandeln, verstümmeln: andere, die ... nicht fortkommen mochten, …

Ableitungen von ruempfen (2 von 2)

berümpfen

DWB

berümpfen , suspendere naso: alles berümpfen; berümpft soll und musz werden jeglicher knecht, kleines oder groszes rufs und namens, vom haub…

verrümpfen

DWB

verrümpfen , verb. faltig machen. seltnes wort zu rümpfen 8, 1494, wo nachgewiesen, dasz beim einfachen zeitwort ein älteres starkes zeitwor…