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strümpfen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 4 Wb.
Sprachstufen
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4

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

strümpfen verb.

Bd. 20, Sp. 123
strümpfen, verb. (s. auch strüpfen). 11) in einen strumpf (truncus) verwandeln, verstümmeln: andere, die ... nicht fortkommen mochten, wurden auch gestrümpfft und ihnen die fsse weg geschnitten, dasz sie verdorben Bütner epit. hist. (1596) 169a; vgl. dieser wein ... stärcket ... die erharten eingestrumpfften nerven und adern Fr. Helbach oenographia (1604) 141, vermengung mit 1strupfen, s. d.; in übertragenem sinne: verkleinern, schmähen (vgl. auch stümpfen): doch wo dir ein verruchter mann thut allen dampf und jammer an ... ja auch ohn ursach auf dich strmpfft und dich an deinen ehren schimpfft Brodtkorb teutsche wahrheit (1700) 138, bei Ringwaldt heiszt es dagegen an der gleichen stelle: oder dich sonst ohn alle schuld an deinen ehren schelten wolt lauter wahrheit (1598) 125. seit ende des 17. jahrh. sehr selten: verbum strümpfen in usum non est ... in propria significatione autem strümpfen est diminuere, pennas incidere, deminutionem facere Stieler 2226; sonst nur noch specialisiert: einen acker strümpfen = in die quere theilen, besonders in Thüringen geläufig, vgl. Krünitz 176, 152; Heinsius 4, 894a u. ö. 22) mit strümpfen versehen, bekleiden: gestrümpfet tibialibus tectus aut ornatus Stieler 2226; gestrümpft und geschuhet Heinsius 4, 894b; in der studentensprache wie auf dem strumpf sein im sinne von 'sich wohl befinden' Kluge studentensprache (1895) 128b, s. auch strumpf B 6 a und th. 4, 1, 2, 4259. 33) gehört auch strömpfen 'fischen' hierher? nur einmal aus dem 16. jahrh. nachzuweisen: zu wissen ... dasz ein solcher zeyt niemandt in den (sc. gewässern) saumen auch nit strompffen soll bei einer peen. ..; und wo es sich begebe, das fisch darinnen ... stundten, mögen die vom handtwerck, wann und welch zeit alse in ihrem zinsz, strompffen (1532) Frankfurt. amts- u. zunfturk. (1914) 1, 197 Bücher-Schmidt; vgl. hierzu: ... item do noch obenan vor dem strümppfegiessen (vgl. mhd. gieze fluszarm, bach), also er in vellet niden vor dem alten hoffe ... Straszburg. urk. (1449) in zs. f. d. gesch. d. Oberrheins 4, 85.
2078 Zeichen · 66 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strümpfen

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Strümpfen , verb. regul. act. in einen Strumpf, in der ersten weitesten Bedeutung verwandeln, d. i. durch die Quere thei…

  2. modern
    Dialekt
    struempfen

    Elsässisches Wb.

    struempfe n [tryəmpfə Türkh. Ingersh. ] (Obst) stehlen. s. strampfe n .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit struempfen

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Ableitungen von struempfen (1 von 1)

bestrümpfen

DWB

bestrümpfen , tibialibus induere, mit strümpfen bekleiden: bestrümpft und beschuht.