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Rümpfen

mnd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Rümpfen

Bd. 3, Sp. 1211
Rümpfen, verb. reg. act. welches eigentlich, theils krümmen, theils Runzeln machen bedeutet, aber nur noch von dem Krümmen des Mundes und den Runzeln der Nase gebraucht wird, so fern beyde ein Zeichen des verächtlichen oder spottenden Hohnes sind. Das Maul über etwas rümpfen, zum Zeichen der Verachtung, des Hohnes. Die Nase rümpfen. Daher das Rümpfen. Anm. Bey den Schwäbischen Dichtern rumpfen. Im Oberdeutschen scheint es noch in weiterer Bedeutung üblich zu seyn. Pictorius und Dasypodius rümpfen auch die Stirn, wofür wir das verwandte runzeln gebrauchen. Bey dem Kaisersberg ist sich rümpfen, sich krümmen und winden, und bey andern Oberdeutschen Schriftstellern kommt auch das Neutrum sich rumpfen vor, wofür wir mit dem vorgesetzten Zischlaute schrumpfen sagen. Das pf deutet auf ein Intensivum, so daß dieses Wort wieder zu dem vorhin gedachten rahmen, ruhmen, sich in die Länge und Krümme bewegen, gehöret, und mit krümmen, dem krimpfen der Schneider, schrumpfen u. s. f. nahe verwandt ist. Im Nieders. und Holländ. ist Rimpel und im Engl. Rumple eine Runzel, Falte.
1078 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rümpfen

    Mittelniederdeutsches Wb.

    rümpfen s. rimpen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rümpfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Rümpfen , verb. reg. act. welches eigentlich, theils krümmen, theils Runzeln machen bedeutet, aber nur noch von dem Krüm…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rümpfen

    Goethe-Wörterbuch

    rümpfen Lesung des Wortes unsicher 53,424 (eine Partie des Gesichts) mißbilligend in Falten legen, kraus ziehen; meist ‘…

  4. modern
    Dialekt
    rümpfenschw.

    Pfälzisches Wb.

    rümpfen schw. : wie schd., in der RA.: die Nas rimfe, als Ausdruck der Geringschätzung oder Verachtung [vereinzelt VPf, …

  5. Sprichwörter
    Rümpfen

    Wander (Sprichwörter)

    Rümpfen 1. Die kan ihrs rümpfens auch nit lassen. – Eyering, III, 47. 2. Sich rümpffen vnd krümpffen wie ein Wurm. – Die…

  6. Spezial
    rümpfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    rümp|fen vb.tr. infizé (-za), rogucé (rogücia). ▬ die Nase rümpfen infizé le nes.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruempfen

3 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

ruempfen als Zweitglied (1 von 1)

strümpfen

DWB

strümpfen , verb. ( s. auch strüpfen). 1 1) in einen strumpf ( truncus ) verwandeln, verstümmeln: andere, die ... nicht fortkommen mochten, …

Ableitungen von ruempfen (2 von 2)

berümpfen

DWB

berümpfen , suspendere naso: alles berümpfen; berümpft soll und musz werden jeglicher knecht, kleines oder groszes rufs und namens, vom haub…

verrümpfen

DWB

verrümpfen , verb. faltig machen. seltnes wort zu rümpfen 8, 1494, wo nachgewiesen, dasz beim einfachen zeitwort ein älteres starkes zeitwor…