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R¹we

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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3
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23

Eintrag · Westfälisches Wb.

R¹we f.

Bd. 4, Sp. 984
Ro¹we f. [verbr.] 1. Sammelbezeichnung für verschiedene Gemüse- oder Futterpflanzen mit einer dickfleischigen Pfahlwurzel: Futterrübe, Runkelrübe sowie Stoppelrübe, weiße Rübe, Herbstrübe (Brassica rapa subsp. rapa). Roüb’m trecken (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Reuwe luken (ziehen) (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Sai schallte (schälte) de Knollen ase de Rāib’m (sehr dick) (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). — Phras.Vbdg. Rōe Reuwe rote Beete (Beta vulgaris subsp. vulgaris) (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). Wilde Roöben Wiesenkohl, kohlartige Kratzdistel (Cirsium oleraceum) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Giäle Röiben Rübe (Brassica rapa) (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü || mehrf.). — Ra.: Hei is sau kuim as ’ne Röiwe elend wie eine Rübe (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@BeckumBk). Hai lett Rāib’m gūt Maus seïn wenn jmdm. alles gleichgültig ist (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Diu kamm me Roeiwen in de Oahren säggen (säen) wenn jmd. sich nicht regelmäßig wäscht (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Wann se sik ne Raiwe inn’e Fuet stïekt, dann kann se mett’e Blā de ganze Strōate fēagen sie hat einen affektierten Gang (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wenn se ne Raiwe in’n Ächsten stiäcket, dann schlieppet et Läof üöwer de Är von einer sehr kleinen Person (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). He is mi düör de Röwen gaohn ist mir entwischt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Vör de Reuwe gaon sterben (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Datt iß iähme in de Roeiwen gohn ist ihm misslungen, schief gegangen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr || mehrf.). Hei geiht in de Räüwen wenn jemand bald stirbt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Uppe Roöben gon zugrunde gehen, sterben, verfallen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Gonk up’e Reuwe! scher dich fort (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@ReelkirchenRk). Dai werd opp de Raiwen slachtet sein Besitz wird verkauft (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). Maak dat nich up de Rööwen! verklüngel das nicht (WmWb). He häff ’t up de Rööwen bracht hat es verloren, verjubelt (WmWb || mehrf.). — Sprichw.: De Rāiwen willt imme Āse nit tāiwen Rüben werden schnell verdaut (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@MadfeldMf). Raiwen no Lechmiss un Dǟiens no deätich Jōa het känn Gesmack mä (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wiägen äiner Raiwe stäiht kain Pott lieg (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || (ähnl.) mehrf.). ’n Luid, dat oba 25 Joah eß, eß nich maia waiat (wert) oaß ’n Roöbn noa Wuihnachten (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). — 2.1. Mohrrübe (Daucus carota) (Frbg.). — 2.2. Raps [Unn]. — 3.1. Kopf. Ek drah di dä Reiwe af (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HerneHe). — Ra.: Na, de Raiwe gäiht debi nit af so schlimm wird es schon nicht werden (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HerdeckeHd). — 3.2. sehr dicke oder große Nase (Frbg.). Dä hiät ne düchtige Raiwe metkriegen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Wat hett he för’ne dicke Röwe in’t Gesicht (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek At). — 4. Oberteil des Schwanzes beim Pferd (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). — 5. Taschenuhr. Gǟit dine Raiwe richtich? (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,548: Rübe; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 10,245: Rove; HnVwb 2,916: Rübe. Zus.:→ Bölke~, Brake~, Feld~, Heªrwest~, Klump~, Kō¹~, Mei~, Moªr~, Pad~, Poªte~, Rīsen~, Roggen~, Runkel~, Sad~, Spīken~, Steªke~, Stengel~, Steªrt~, Stoppel~, Striᵉpe~, Strup~, Ssukker~, Suᵉmer~, Sump~, Swants~, Tūn~, Wāter~.
2727 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    roweF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    rowe , F. Vw.: s. rouwe (1)

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rowe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Rowe (Roh), Nicolas, geb. 1673 in Bedfordshire, Jurist u. wighist. Staatsmann, lyrischer u. dramatischer Dichter, noch j…

  3. modern
    Dialekt
    R¹wef.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Ro¹we f. [verbr.] 1. Sammelbezeichnung für verschiedene Gemüse- oder Futterpflanzen mit einer dickfleischigen Pfahlwurze…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rowe

86 Bildungen · 67 Erstglied · 18 Zweitglied · 1 Ableitungen

rowe‑ als Erstglied (30 von 67)

rôwedder

MNWB

° rôwedder , n. ( Gen. Sg. -s ) : unangenehme Witterung, „ Rowedder i. vnwedder efte vnstede wedder aura etroclita instabilis aura intemperi…

R¹weken

WWB

rowe·ken

Ro¹weken n. [ Isl Mes Alt] 1. Dimin. von→ Ro¹we . — 2. Pl.: Stielmus ( Mes Oh).

Rowëll

ElsWB

Rowëll , Romëll [Ròwal, Rywal Betschd. ; Romal K. Z. Lobs. ] f. Hebespiegel am Wagenrad, Verschlussstück, das vor das Rad auf die Achse gesc…

rowelīk

KöblerMnd

rowelīk , Adj. Vw.: s. rouwelīk

R¹wenappel

WWB

rowen·appel

Ro¹wen-appel m. Dauerapfel, der in der Wintereinlagerung der Rüben aufbewahrt wurde ( WmWb ).

R¹wenbuᵉtere

WWB

Ro¹wen-buᵉtere f. [verstr.] (gelbliche) Butter aus Milch von Kühen, die Rüben gefressen haben.

R¹wenfīme

WWB

Ro¹wen-fīme f. [ Min Lem] Rübenmiete auf dem Feld (Frbg.).

R¹wenkō²l

WWB

rowen·kol

Ro¹wen-kō²l m. [Lippe] Stielmus (Frbg.): junge, lange, weiße Rüben samt abgerippten Blattstielen kurz zerschnitten und mit Salz eingemacht, …

R¹wenkop

WWB

rowen·kop

Ro¹wen-kop m. [verstr.] Kuppe der Rübe, an der das Blätterwerk sich befindet: Kopf am Kohl (Frbg.), Laubbüschel der Rübe (Frbg.) ( Unn Hi).

R¹wenkrūd

WWB

rowen·krud

Ro¹wen-krūd n. [verstr.] 1. Rübensaft aus Zuckerrüben, Zuckerrunkeln, gekocht, gepresst ( Hal Bh ); Sirup ( WmWb ). — 2. Hederich (Raphanus …

R¹wenkūle

WWB

rowen·kule

Ro¹wen-kūle f. [verbr.] 1. Kuhle zur Wintereinlagerung der Rüben ( WmWb ). — 2. Rübenmiete auf dem Feld (Frbg.).

rowe als Zweitglied (18 von 18)

êrhûsvrowe

MNWB

êrhûsvrowe , f. , vormalige, erste Frau.

unrowe

KöblerMnd

unrowe , F. Vw.: s. unrouwe (1)

vordrowe

KöblerMnd

vord·rowe

vordrowe , F. Vw.: s. vȫrdrouwe L.: Lü 498b (vordrowe)

vȫrvrowe

KöblerMnd

vȫrvrowe , F. Vw.: s. vȫrvrouwe

Ableitungen von rowe (1 von 1)

unrowe

KöblerMnd

unrowe , F. Vw.: s. unrouwe (1)