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raufe

nhd. bis sprichw. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
14
Verweise raus
12

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

raufe f.

Bd. 14, Sp. 257
raufe, f. gerät zum raufen. 11) im stalle die futterleiter: clathrum rauf, raufe, niederd. en rope Dief. 126a; mit umlaut, den das verbum bisweilen auch zeigt: in der stallung die peren, reifen, und rechen zu den settelen und zeumen. Tucher baumeisterb. 302, 20; häw in die räufe zu schlagen. Kirchhof wendunm. (1602) 3, 232; die unumgelautete form ist die gewöhnliche: der kuehirt sal ... den alten und jungen stiehern und den reitochsen stro in die raufen tragen. Michelsen Mainzer hof in Erfurt 42; nam er (im stall) den sattel mit dem buben vom pferdt und legt jn auf die raufen. Pauli schimpf 171b; seine pferde wurden wol gestellet, und hetten barren und raufen, die schon in den gezelten gemacht waren. buch der liebe 265d; wann ein solches sieches rosz nur in einem stand gestanden, ausz einem baaren oder raufen gessen. Seuter rossarzn. (1599) 188; dasz man in Schweden maschinen im felde und auf den wiesen hat, einer groszen aufgestellten leiter oder raufe gleich, auf denen man das getreide oder das heu trocknet. Seume mein sommer 138; ich sitze in einer raufe, wo eine kuh den klee herausfriszt und schreibe. Bettine briefe 2, 19; seine pferde hatten in jeder woche gutes heu von den raufen des freiherrn gerupft. Freytag soll und haben 1, 469; ich sags bei eid, wann das war wer, das man uf gablen ritt do her, so wolt ich mir ein gablen koufen, die fresz kein hew mir ausz der roufen, so würd der habern nit so tür. Murner narrenbeschw. t 3a (cap. 83, 56); die leuchte von durchsichtigem horn, bei deren schein er des abends drosch, und häckerling schnitt, und den pferden die raufe voll heu trug. Voss 1, 179 (Luise 3, 541), mit der erklärung s. 226: raufe, eine längs über die krippe befestigte leiter, durch welche das aufgesteckte futter vom viehe gerauft wird; thu nur brav heu in die raufen, und misz den hafer nicht knapp. Geibel werke 4, 90; in bildlichen wendungen: ich bin aufseher von bücherschätzen; und möchte nicht gern der hund sein, der das heu bewacht: ob ich schon freilich auch nicht der stallknecht sein mag, der jedem hungrigen pferde das heu in die raufe trägt. Lessing 10, 125; ich verspreche, ihn auf der andern seite nie unter dem niedrigen bilde eines stallknechts, der nur heu auf die raufe tragen soll, sondern unter dem ehrwürdigen bilde meines lehrers zu betrachten. 11, 525; gedanken und blumen, die nicht durch die raufen der vier fakultäten durchfallen. J. Paul Hesp. 2, 190; da jetzt die sache ins grosze ging, und ganze länder und zeiten aus der raufe und dem futtergerüste des letternkastens zu ernähren waren. leben Fibels 140. 22) raufe, ein werkzeug, auf welchem die knospen mit dem samen vom lein abgerauft werden. Jacobsson 3, 368b; raufe, pecten, quo aliquid decerpitur Steinbach 2, 228; ach! die harte raufe hat gleich zur saat dir (flachs) die boll entrissen. Voss 3, 139. [] 33) raufe, die zeit, wenn den gänsen die federn ausgerauft werden. Adelung. vgl. raufzeit.
2954 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Raufe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Raufe , plur. die -n. 1) Ein Werkzeug zum Raufen, besonders in der Landwirthschaft, ein großer fest stehender Kamm, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Raufe

    Goethe-Wörterbuch

    Raufe Futterkrippe, ein zur Bereitstellung von Rauhfutter geeignetes (hölzernes) Gestell die Pferde..konnten nicht sämmt…

  3. modern
    Dialekt
    Raufem.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Rauf-bold , Raufe- m. : 'rauflustiger, flegelhafter Mensch', Raufbold [ KU-Schmittw/O LU-Limbghf BZ-Dernb ], Raaf- [ LU-…

  4. Sprichwörter
    Raufe

    Wander (Sprichwörter)

    Raufe Raufe (s. Röpse). 1. An der Raufe nagen. Noth, Mangel an den nothwendigsten Bedürfnissen leiden; am Hungertuche na…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raufe

26 Bildungen · 5 Erstglied · 20 Zweitglied · 1 Ableitungen

raufe‑ als Erstglied (5 von 5)

Rauf(e)bold

GWB

raufe·bold

Rauf(e)bold 1 aggressiver, zu tätlicher Auseinandersetzung neigender Mensch Ein gewaltiger Raufbold unter den Studenten..wurde..zusammengepr…

raufeisen

DWB

raufe·isen

raufeisen , n. eiserne klinge womit der hutmacher die harten und groben haare eines felles ausrauft. Brosenius technologie (1806) 1, 127 . v…

raufen,

FWB

1. ›jn. anrempeln, herumschubsen; an jm. zerren‹; auch: ›rangeln, (gegenüber jm.) handgreiflich werden, sich mit jm. schlagen‹; häufig subst…

rauferei

DWB

raufe·rei

rauferei , f. schlägerei; bairisch Schm. 2, 65 Fromm.; tirol. rafferei Schöpf 527 ; als wort der schriftsprache erst von Campe verzeichnet, …

rauferschwert

DWB

raufer·schwert

rauferschwert , n. raufdegen: ihn fällt kein rauferschwert, kein seitenweh und gicht, das träge podagra, die schwindsucht thut es nicht. Hag…

raufe als Zweitglied (20 von 20)

dachtraufe

DWB

dacht·raufe

dachtraufe , f. das vom dach herabtröpfelnde wasser, compluvium. das genus schwankt wie die form traufe und trauf. ahd. dachtrauf, tachtroph…

fleischschraufe

DWB

fleisch·schraufe

fleischschraufe , f. weisz aber nit, ob ich mir die gurgel abschneidn soll oder mich an meins vattern sein grosze fleischschraufn aufhenken.…

Futteraufe

Adelung

futte·raufe

Die Futteraufe , plur. die -n, in der Landwirthschaft, eine Raufe auf dem Hofe, woraus das Vieh im Winter das Stroh frißt.

futterraufe

DWB

futter·raufe

futterraufe , f. eine raufe zum aufstecken des futters, wie heu, stroh, klee u. s. w., für das vieh das dieses aus ihr herauszieht und frisz…

geraufe

DWB

gera·ufe

geraufe , geräufe , n. rauferei, subst. verb. zu raufen, räufen th. 8, 258. 1 1) in der älteren sprache gereufe: ist daʒ ieman leuffet gewap…

heuraufe

DWB

heu·raufe

heuraufe , f. raufe für heu über der krippe der thiere. Frisch 1, 448 a .

pferderaufe

DWB

pferd·e·raufe

pferderaufe , f. : die soldaten lagerten um das haus herum auf stühlen, tischen, pferderaufen. Freytag ges. werke 4, 384 .

Regentraufe

GWB

regent·raufe

Regentraufe anhaltendes Niedertröpfeln von Regen-, Wassertropfen; mBez auf die Redensart von der ständigen Wiederholung einer Handlung die M…

schraufe

DWB

schra·ufe

schraufe , f. , alte nebenform zu schraube ( s. dort ): dem schlosser .. fur 4 schlosz und eczliche pant mit schraufen. Tucher haushaltb. 81…

schwefeltraufe

DWB

schwefel·traufe

schwefeltraufe , f. , ' eine spielerei, indem man halb schwefel, halb schlacken durch ein loch, wie ein strohhalm dick, in ein mit wasser an…

straufé

LDWB1

stra·ufe

straufé [strau·fę́] vb.tr. (straufëia) strafen, bestrafen, ahnden, eine Geldstrafe auferlegen. ▬ straufé cun sanziuns mit Sanktionen belegen…

waldtraufe

DWB

wald·traufe

waldtraufe , f. durch laubholz gebildeter waldrand: rechts den abhang hinauf breiten tannen und eichen ihre laubigen äste aus; vor diesen bä…

wandraufe

DWB

wand·raufe

wandraufe , f. , eine hart an der wand, z. b. eines schafstalls, stehende futterraufe Weber ökon. lex., suppl. 81 a . Kraft landwirthschafts…

wassertraufe

DWB

wasser·traufe

wassertraufe , f. , früher auch -trauf, m. traufwasser: ( wie er ) das dachwerh gancz über dieselb irer bed schidmauer gelegt und den wasser…

winkeltraufe

DWB

winkel·traufe

winkeltraufe , f. , ' eine bleyerne rinne, welche längs durch den winkel herabgehet, den zwey hauptgebäude zusammen machen ' Jacobsson techn…

Ableitungen von raufe (1 von 1)

geraufe

DWB

geraufe , geräufe , n. rauferei, subst. verb. zu raufen, räufen th. 8, 258. 1 1) in der älteren sprache gereufe: ist daʒ ieman leuffet gewap…