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Raufe

nhd. bis sprichw. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
9 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
18
Verweise raus
17

Eintrag · Campe (1807–1813)

Raufe Die

Bd. 3, Sp. 762b
Die Raufe, Mz. — n. 1) Die Handlung, da man raufet; ohne Mehrzahl. Besonders, ein Raufen an den Haaren. Raufe bekommen, an den Haaren gerauft werden; gewöhnlicher, Husche bekommen. S. der Husch. 2) Ein Werkzeug zum Raufen; besonders in der Landwirthschaft, ein großer feststehender Kamm, die Knoten oder Samenkapseln vom Lein daran abzuraufen; die Raufel, Riffel, Reffel, im N. D. Repe, Repel, Reppel. 3) I den Ställen, eine über der Krippe längs an der Wand auf solche Art befestigte Leiter, daß auf und hinter derselben Heu, Stroh und anderes Rauhfutter gesteckt werden kann, damit das Vieh dasselbe mit dem Maule zwischen den Sprossen raufen oder ziehen könne. Auch werden wol in den Schafställen die unten in einem spitzen Winkel der Länge lang nah über der Erde befestigten Leitern, zwischen welche Rauhfutter für die Schafe gesteckt wird, Raufen genannt. 4) Die Zeit des Raufens, die Zeit da die Gänse gerauft werden.
928 Zeichen · 13 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Raufe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Raufe , plur. die -n. 1) Ein Werkzeug zum Raufen, besonders in der Landwirthschaft, ein großer fest stehender Kamm, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Raufe

    Goethe-Wörterbuch

    Raufe Futterkrippe, ein zur Bereitstellung von Rauhfutter geeignetes (hölzernes) Gestell die Pferde..konnten nicht sämmt…

  3. modern
    Dialekt
    Raufem.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Rauf-bold , Raufe- m. : 'rauflustiger, flegelhafter Mensch', Raufbold [ KU-Schmittw/O LU-Limbghf BZ-Dernb ], Raaf- [ LU-…

  4. Sprichwörter
    Raufe

    Wander (Sprichwörter)

    Raufe Raufe (s. Röpse). 1. An der Raufe nagen. Noth, Mangel an den nothwendigsten Bedürfnissen leiden; am Hungertuche na…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raufe

11 Bildungen · 5 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

raufe‑ als Erstglied (5 von 5)

Rauf(e)bold

GWB

raufe·bold

Rauf(e)bold 1 aggressiver, zu tätlicher Auseinandersetzung neigender Mensch Ein gewaltiger Raufbold unter den Studenten..wurde..zusammengepr…

raufeisen

DWB

raufe·isen

raufeisen , n. eiserne klinge womit der hutmacher die harten und groben haare eines felles ausrauft. Brosenius technologie (1806) 1, 127 . v…

raufen

FWB

1. ›jn. anrempeln, herumschubsen; an jm. zerren‹; auch: ›rangeln, (gegenüber jm.) handgreiflich werden, sich mit jm. schlagen‹; häufig subst…

rauferei

DWB

raufe·rei

rauferei , f. schlägerei; bairisch Schm. 2, 65 Fromm.; tirol. rafferei Schöpf 527 ; als wort der schriftsprache erst von Campe verzeichnet, …

rauferschwert

DWB

raufer·schwert

rauferschwert , n. raufdegen: ihn fällt kein rauferschwert, kein seitenweh und gicht, das träge podagra, die schwindsucht thut es nicht. Hag…

raufe als Zweitglied (5 von 5)

dachtraufe

DWB

dacht·raufe

dachtraufe , f. das vom dach herabtröpfelnde wasser, compluvium. das genus schwankt wie die form traufe und trauf. ahd. dachtrauf, tachtroph…

Futteraufe

Adelung

futte·raufe

Die Futteraufe , plur. die -n, in der Landwirthschaft, eine Raufe auf dem Hofe, woraus das Vieh im Winter das Stroh frißt.

heuraufe

DWB

heu·raufe

heuraufe , f. raufe für heu über der krippe der thiere. Frisch 1, 448 a .

schraufe

DWB

schra·ufe

schraufe , f. , alte nebenform zu schraube ( s. dort ): dem schlosser .. fur 4 schlosz und eczliche pant mit schraufen. Tucher haushaltb. 81…

Ableitungen von raufe (1 von 1)

geraufe

DWB

geraufe , geräufe , n. rauferei, subst. verb. zu raufen, räufen th. 8, 258. 1 1) in der älteren sprache gereufe: ist daʒ ieman leuffet gewap…