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rasten

ahd. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
29 in 25 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
79
Verweise raus
66

Eintrag · Rheinisches Wb.

rasten

Bd. 7, Sp. 122
rasten, rästen das Wort fehlt Nahe, Saar, Trier bis Bernk, Wittl, Bitb, SPrüm, SDaun, Siegld, dafür sich setzen, sich steipen, en Peif onmachen u. ruhen [einige Belege nach dem Nhd.: -ašd- Kreuzn-Boos Stdt, Wend-Aulenb, Ottw-Schiffw Wiebelsk, Saarl-Picard, Merz-Keuching Bergen (-šd-), Saarbg-Körrig; -Esd- Wittl-Binsf; -ęsd- Bitb-NStedem; -ǫ- OGeckler], doch besitzt das Geb. das Part. gərašt, –st ‘rüstig’ (s. Bed. 1 b); das Wort beginnt lrhn. n. einschl. folgender Linie Simm-Franken Göden (ę-), Koch-Ellenz Gamlen Laub, Kobl (ganz), May, Daun-Üxh OBetting Feusd Lissing, Prüm-Mürlenb Auw Roth Schlausenb Binschd Elcherath Irrhsn Waxw u. rrhn. n. einschl. Westerw; lautl. geht der WRand, z. T. auch der OR. eine besondere Richtung: -sd- May-Baar, Aden-Arembg Antw Herschb Hönning Kirmutschd Liers Rodder Stdt, u. weiterhin noch Ahrw-Dümpelf Hoffeld NHeckenb, Daun-Esch Feusd Leudersd OBetting Üxh Wiesbaum; -ā- Lissing; -- Prüm-Auw Roth Schlausenb Schönf Steffeln; -- Prüm-Binschd Bleialf Buchet Elcherath Ihren Irrhsn Jucken Waxw Welchenhsn (-ǫusd-), Malm-Bracht [Wallersh- ā-; Lützkampen Reuth -ę-; Flering -ęi-]; -- Malm (Part. jərst), Monsch [Woffelsb -ę-; Zweifall -ęi-]; -y- Schleid-Blankenh Ramschd Schmidth (sonst -E-, –ęi-), Eup; Selfk -ast-, –ā- Geilk-Beggend Brüxgen Gangelt Kreuzr Stahe, Heinsb-Breberen Hillensbg Langbr Millen Millich Wehr; -ǫ- Geilk-Birgden, Heinsb-Bocket Saeffelen; sonst hat das rhfrk, omosfrk Geb. -ęsd- [Neuw-Heimb Weis Isenbg Linkenb -a-]; Siegld -a-; Rip -ęst- [uSieg, LRip -ęzst-, -Est-, –Eə-, –ęi-; Jül-Bourh -a-; Dür-Ginnick --; Sieg-Bergh ręistərə]; das Berg, Ruhr -ęst- [Gummb-Berkenr -E-; Lennep, Barm, Mettm, Ess vielfach ręsən]; SNfrk (mit Ausnahme der Selfk; s. d.) -Est-, –Eə-; Kemp-Tönisbg, Kref-Linn, Mörs, Geld, Klev, Rees -st-, –ø- [Mörs auch --; Vinn -y-; Geld-Herong -ęi-; Rees-Krudenbg rsən]; rrhn. n. Ruhr hat Dinsl-Gahlen noch -ęst-, Stdt ręsən; sonst -st- [Dinsl-Gatrop, Rees-Brünen rsən] schw. (bei Umlaut ohne Rückumlaut): 1.a. von lebenden Wesen α. sich r., sich nach der Arbeit, einer Anstrengung oder zwischen der Arbeit ein wenig ausruhen; ech räs mech en bess-che (wat, ene Schlag, en Minut usf.) Rip, Allg.; nodem mer zwei Stunne gelaf wore, hämmer mol geräst Koch, Allg.; beste (müde), dann räse dek ens! Gummb, Allg.; süd geräust! setzen Sie sich Eup; geräs ausgeruht; he lige mer g. bequem; do (in dem Stühlchen) sitz dat Kend su schün g. dren Bo, Köln; ne geräste Mann ausgeruht Allg.; g. Land brengt stödige Hawer ohne Dönger Gummb, Grevbr-Kapellen, Jül; Abl.: die Rästerei, dat Geräs(t). RA.: No gedonn Werk (Arbeit) es guət r. Mettm, Allg. Jong Volk vermät amüsiert) sich, al Löck (Leute) r. sich Schleid-Hellenth. Et es ken Vüəlche (Vögelchen) esu vergesse, et räs sech jet op si Esse Sieg-ODollend. De räs wie Möllersch Esel mit der Last auf dem Rücken ebd. We möd es, de räs sich op em Meshof Dür. Der lött (lässt) üəwer sek hoppen (rückwärts gehen) un fahren, äwwer nich op sek r. lässt sich alles gefallen, aber sich nicht ständig quälen Gummb-Berghsn. De dieht sech am lefsden de ganzen Dag r. der Faulpelz Neuw-Asb, Allg. Dörch Fullege (faulenzen) en R. hövvele (höppere) sech de Köuste (Kosten) Nichtstun bringt keinen Gewinn Eup. Wat rast, dat mast Heinsb. Wu den Hellige roscht (rastet), do roscht (rostet) en net Merz-Bergen. Ene goə Mann, der et R. op hat brat Geilk-Übch. Wen et Ärbeien opgebroch hät, hät et R. nit verboən (verboten) Mörs; de dat A. gemächt hät, hät och et R. gemäckt Kref-Osterath. Sech de Knöək r. ausruhen Kref, Allg. Geräste Knuəken sind so guət we bar Geld in der Kiste Wippf-Stadt. Ek mott ewes kike, of de Perd noch geröst stönn! gesagt, wenn man austreten will Klev. — b. Part. α. γərst ruhig; dorower sit mar ganz g.; sej hatt gen g.ə Stond mehr gehat; de kann niet g. sette; ongeröst unruhig (et onröst Lewe Klev-Rheinhsn) Kref, Mörs, Geld, Klev, Rees. — β. gərast bis zur št-st-L., n. davon -st rüstig, kräftig, beherzt, zugreifend, mannhaft, lebhaft, schnell, bes. von alten Leuten; der es vor sei Alder emol noch gut g.; der Mann is ewei siwwenzig Johr alt un is noch so g., as wann er rirscht (erst) fufzig alt wär; e g.ər Mann Nahe, Saar, Hochw, Hunsr, Mos, Bitb-Dudeld, Prüm-Mürlenb 1860 (-št), Daun-Mückeln Strohn, May-Kollig Trimbs Wassenach (-št); -ręšt May-Langenf Volkesf; -ręs Aden-Dankerath; -ašt Aden-Nürbg, Altk-Hilgenr; -rast Weitef; γəras Dinsl-Spellen; er hat sech wedder gerast nach langer Krankheit wieder auf die Beine gemacht Rheinb-Schönau. — γ. ongers frech, flegelhaft, nichtsnutzig; enen ongeroətene Bo(r)sch Mörs-Neuk; ongeröst unruhig, ungehalten Heinsb-Karken. — 2. vom Ackerland: dat es gerästen Boden ausgeruht, für Körnerfrucht geeignet Gummb, Rip.
4830 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    rastênsw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    rastên , rastôn sw. v. , mhd. nhd. rasten; mnd. mnl. rasten. — Graff II,549 s. v. rastjan. rast-: 1. sg. on Pw 54,7; 3. …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rastenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    rasten , resten stn. das ausruhen, der aufenthalt. kleine der wirt trûren mac umb scheiden an dem morgen... eʒ dûhte ein…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rastensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    rasten , sw. V. nhd. rasten, ruhen, erholen, schlafen, niederlassen, bleiben, zur Ruhe bringen, begraben sein (V.), beis…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rasten

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Rasten , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches mit ruhen gleichbedeutend ist, aber so wie das Hauptwort im…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rasten

    Goethe-Wörterbuch

    rasten auch subst Inf (während einer Wanderung, einer Reise, bei einer Tätigkeit uä) eine Erholungspause einlegen, (sich…

  6. modern
    Dialekt
    rasten

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    raste n [ràtə Hlkr. ; Part. kràtə] ausruhen. — S. Swz. 2, 260. Bayer. 2, 160.

  7. Sprichwörter
    Rasten

    Wander (Sprichwörter)

    Rasten 1. Auf Rasten folgt Fasten. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. 2. Rast' ich, so rost' ich, sagt der Schlü…

  8. Spezial
    rasten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ras|ten vb.intr. palsé (-sa), fá na palsa.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rasten

17 Bildungen · 4 Erstglied · 10 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von rasten 2 Komponenten

ras+ten

rasten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rasten‑ als Erstglied (4 von 4)

Rastenberg

Meyers

rasten·berg

Rastenberg , Stadt und Badeort im weimar. Verwaltungsbezirk Weimar II (Apolda), am Südfuß der Finne, an der Lossa und der Eisenbahn Weimar-R…

Rastenbeutel

PfWB

rasten·beutel

Rasten-beutel m. : ' böse Frau ', Raschdebeil [ KU-Hachb ]; Syn. s. Hausteufel 2. Südhess. IV 1241 Rasterteufel.

Rastenburg

Meyers

rasten·burg

Rastenburg , Kreisstadt im preuß. Regbez. Königsberg, an der Guber, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Königsberg-Prostken und der Kleinbahnlin…

rastende

KöblerMhd

rast·ende

rastende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. „rastend“ Q.: Tauler (vor 1350), Seuse (FB rastende) E.: s. rasten W.: nhd. rastend, Adj., rastend, DW- R…

rasten als Zweitglied (10 von 10)

betterasten?

KöblerMhd

*betterasten? , V. nhd. „rasten im Bett“ Hw.: s. betterasten (2) E.: s. bette, rasten W.: nhd. DW-

ausrasten

DWB

aus·rasten

ausrasten , conquiescere, ausruhen: drei bis vier tage allda auszurasten. Ettners hebamme 297 ; im schatten da ein wenig auszurasten. Wielan…

berasten

MNWB

bera·sten

berasten , swv. , ruhen. b. lâten im Besitz nicht stören.

betterasten

MWB

better·asten

betterasten stN. hertez ~ : ‘Ruhen auf einem harten Nachtlager’ mit wachen und mit vasten, / mit hertem bette rasten HeslApk 1936 MWB 1 724,…

gerasten

Lexer

gera·sten

ge-rasten , ge-resten swv. BMZ rasten, ruhen Nib. (1562,4). Greg. 724. Ms. Elis. (238). j.Tit. 6183. Ga. 1. 130,133.

Verasten

Campe

ver·asten

Verasten , v. ntr . mit sein , sich in Äste vertheilen, Äste bekommen. D. Verasten .

ūfbrasten

KöblerMhd

ūfbrasten , sw. V. nhd. aufkrachen Q.: LexerN (14. Jh.?) E.: s. ūf, brasten (1) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 381 (ûf brasten)

ūsrasten

Idiotikon

ūsrasten Band 6, Spalte 1502 ūsrasten 6,1502

Ableitungen von rasten (3 von 3)

berasten

MNWB

berasten , swv. , ruhen. b. lâten im Besitz nicht stören.

gerasten

Lexer

ge-rasten , ge-resten swv. BMZ rasten, ruhen Nib. (1562,4). Greg. 724. Ms. Elis. (238). j.Tit. 6183. Ga. 1. 130,133.

verrasten

Lexer

ver-rasten swv. daʒ ich alsô verraste und verlige in meiner jugent Christ. S. 302.