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Ranft

ahd. bis sprichw. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
18 in 18 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
56
Verweise raus
46

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Ranft

Bd. 3, Sp. 929
Der Ranft, des -es, plur. die Ränfte, Dimin. das Ränftchen, Oberd. das Ränftlein, zusammen gezogen Ränftle, der Rand eines Dinges, und in weiterer Bedeutung, das Äußerste eines Dinges; ein nur im Oberdeutschen übliches Wort, wo es oft von einem jeden Rande gebraucht wird. Der Ranft an einer Pastete, an einem Glase u. s. f. Besonders gebraucht man es von der Rinde des Brotes, und im engsten und gewöhnlichsten Verstande, von einem größten Theils aus Rinde bestehenden Stücke Brot, dergleichen z. B. dasjenige ist, welches zuerst von einem ganzen Brote abgeschnitten wird, und welches in Baiern auch der Scherze, in Niederdeutschland aber der Knust genannt wird. In diesem engsten Verstande ist es auch im Hochdeutschen wenigstens in Obersachsen, gangbar. Eben daselbst ist es auch in der Landwirthschaft üblich, wo der Acker einen Ranft bekommt, wenn er durch anhaltendes Regenwetter oben eine feste Rinde bekommt. Anm. Ranft, Rand und Rinde sind Eines Geschlechtes, ob sie gleich durch den Gebrauch auf verschiedene Art eingeschränkt sind. In den Monseeischen Glossen wird Ramfi vel Prort durch Labra erkläret; wo für Prort vielleicht Bord oder Port zu lesen ist.
1167 Zeichen · 15 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ranft(-)

    Althochdeutsches Wörterbuch

    ranft ( - ) s. ramft.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    RANFTstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    RANFT stm. wohl zu rimpfen, s. Wackern. glossar 430. brotrinde. si gap im einen ramft Helbl. 1,971. ranft crusta voc. o.…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ranft

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Ranft , des -es, plur. die Ränfte, Dimin. das Ränftchen, Oberd. das Ränftlein, zusammen gezogen Ränftle, der Rand ei…

  4. modern
    Dialekt
    Ranft

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Ranft , Ramft , Rämft(e) [Ràìft m. Olti. Fisl. Liebsd. Roppenzw. ; Raift m. Steinbr. ; Raiftə f. Hi. ; Rf f. M. ; Râpf…

  5. Sprichwörter
    Ranft

    Wander (Sprichwörter)

    Ranft Einem den Ranft mit Honig bestreichen. »Dass es bey den Einfältigen der Honig sey, damit man den Kindern den Ranff…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ranft

18 Bildungen · 9 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

ranft‑ als Erstglied (9 von 9)

Ranftkuchen

SHW

Ranft-kuchen Band 4, Spalte 1209-1210

Ranftstück

SHW

Ranft-stück Band 4, Spalte 1209-1210

ranften

RhWB

ranften schw.: 1. ręnəfə einen Rand herstellen, den R. umbiegen Neuw-Datzeroth . — 2. gəran(ə)ft voll bis zum Rande angefüllt Altk-Bachenbg …

ranfteⁿ

Idiotikon

ranfteⁿ Band 6, Spalte 1053 ranfteⁿ 6,1053

ranftig

DWB

ranftig , ränftig , adj. ranft habend, mit ranft versehen: ränftige speisz, die man den kinden gibt, als simmelring, murren, mutschellen, cr…

ranftvoll

PfWB

ranft·voll

 ranft-voll Adj. : ' bis an den Rand gefüllt '. 's Dippe is ranftvoll [Gal-Sap ( Krämer Gal 171)].

ranft als Zweitglied (9 von 9)

Anke(n)ranft

Idiotikon

Anke(n)ranft Band 6, Spalte 1052 Anke(n)ranft 6,1052

Buebe(n)ranft

Idiotikon

Buebe(n)ranft Band 6, Spalte 1053 Buebe(n)ranft 6,1053

Chǟsranft

Idiotikon

Chǟsranft Band 6, Spalte 1052 Chǟsranft 6,1052

nagenranft

DWB

nagen·ranft

nagenranft , m. imperativische bildung nage den ranft, nage die brotrinde. 1 1) der hunger, der hungerleider: wo nagenranft uberhand gewint,…

Pastēte(n)ranft

Idiotikon

Pastēte(n)ranft Band 6, Spalte 1053 Pastēte(n)ranft 6,1053

Wǟjeⁿranft

Idiotikon

Wǟjeⁿranft Band 6, Spalte 1053 Wǟjeⁿranft 6,1053