Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Ränke
Ränke
Ranke f. fadenförmiger, sich um Stützen windender Pflanzenteil. Ahd. (h)ranca glossiert lat. vītis alba, d. i. hier wohl die (mit Ranken ausgestattete) ‘Zaunrübe’; danach frühnhd. mnl. rank(e) in mittelrhein. und niederrhein. Quellen, also in Weinbaugebieten (Ende 15. Jh.), mnd. ranke, wīnranke; im 16. Jh. ist Ranke im gesamten dt. Sprachgebiet verbreitet. Herkunft unbekannt, ebenso die Bedeutung, die die Germanen mit dem Wort verbanden, ehe sie von den Römern den Weinbau kennenlernten. Man vermutet Verwandtschaft mit tirol. Rangk ‘Latte’, Rangge ‘Holzstange’, kärntner. Rangge ‘Stange’. – ranken Vb. ‘Ranken treiben’, meist reflexiv ‘(sich) emporwinden’ (18. Jh.).