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Plätsche

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Plätsche

Bd. 6, Sp. 944
Plätsche -ętš, Pl. -tšə(n) f.: 1. sachl. a. klatschender Schlag mit der Hand; ohne Pl. Schläge auf den blossen Körper; der hot sein Pl. kret Rhfrk; wenn de net rauhig bes, da kreis de en Pl.! auf den Hintern Bernk, Daun, Prüm, Aden. — Handschlag, von Kindern; gef mer en Pl.! Daun-Tettschd. — b. Geräte zum Schlagen. α. flaches Holz zum Bleueln der Wäsche, zum Anklopfen des Mistes (Mistepl.), zum Feststampfen des Lehms einer neu angelegten Tenne, Pritsche der Maskierten zu Fastnacht, Fliegenklappe (Mickenpl.) Rhfrk, Mosfrk [-a- Saarl-Bisten, Trier-Newel Schweich, Bitb-NStedem Schankw SThomas, Bernk-Lieser, Goar-NHeimb, Kobl-Kaltenengers, Altk-WilL; -ātšə Altk-Eupel Fischbacherhütte Nauroth NHövels Schutzb Wissen u. anschliessend Waldbr-Dreschhsn Hespert u. -atšə Gummb-Harschd Hesselb Dümmlinghsn; -ęšt Merz-Haustdt]. RA.: Er hotz wo Micke mit äner Pl. gehau hat bei einer Arbeit einen zweifachen Erfolg erzielt. — Die Bed. ‘Fastnachtspritsche’ allein im Rip in Ahrw, Schleid, Bo, Köln, Jül, Erk; -E- Fliegenklappe Rheinb-Flamersh; Mistplätsche -ętš Birkf, Goar, Zell, Koch, Kobl; -a- Kreuzn, Simm, hier u. da in Goar u. Zell u. Koch, May, Neuw; -- Goar-OSpay, Kobl-Kaltenengers Metternich Mülh Winningen, May-Rieden; -ę- Aden, Ahrw (in beiden Kr. auch --), Schleid (Hüngersd -a-), Rheinb, Eusk, Bo, Köln (Hücheln -a-), Bergh, Dür-Eschweiler über Feld Stockh, Jül-Bourh (-ā:-), Aach-Walh, Geilk-Ütterath, Erk-Wegbg, MGladb-Steinforth, Grevbr-Jüchen; -- Sieg-Mühleip; -ętšə Gummb, Wippf-Frielingsd; -as Rees-Bienen. — β. flaches Stück Holz, etwa ½ m lang, das die Kinder beim Schlagballsp. gebrauchen; der Ball wird mit der Pl. in die Höhe geschlagen Ahrw, Sieg (sollə mer jet Pl.! Aufforderung zum Spiel), Köln, Aach-Walh; für das Schlagholzsp. Saarbr-Altenwald, Bernk-Bruchw; -ętšəs Zell-Raversbeuren; Pl. un Ross spille Köln-Stdt. — γ. dicker, runder oder viereckiger Holzklotz an einem Stiel zum Zerkleinern der Erdschollen u. zum Planieren, im Garten Rheinb-Flamersh, Grevbr, Jül-Bourh (-ā:-). — δ. flaches, rundes Brett mit Stiel (Lineal), womit auf die Handfläche u. Fingerspitzen der Kinder geschlagen wurde (veralt.) Prüm, Malm, Rheinb, Sieg (Schollpl.), Köln, Aach (Stdt -ā-), Heinsb; daraus noch heute die Bed. ‘Lineal’ in Rheinb-Buschhv, Köln-Grembg, Heinsb-Porselen. — ε. flaches Brett mit Handhabe, zum Klopfen der Schwemmsteine Neuw. — ζ. Roggensense mit nur einem Griff für die rechte Hand, u. mit einer Auffangvorrichtung aus Draht, Blech, Stäbchen oder Tuch, die dazu dient, die Halme in der Richtung des Schnittes niederzuwerfen Birkf, Ottw-Hirzw, Simm-Laufersw Roth, Bernk (Hunsr), Zell, Wittl-Cröv, Neuw-Asb, Gummb-Alsb. — η. Ruderplatte Merz-Saarhölzb, Emmerich (bl-). — θ. Schaufel des Mühlrades Bernk-Rhaunen. — ι. Rührlöffel Heinsb, Erk. — κ. Bremsklotz am Wagen Daun-Üdersd. — λ. Flachsschwinge Kemp, Geld. — μ. Brett, zum Glätten des Wandverputzes Neuw-Gladb, Altk-Hinhsn (-a-), Heinsb-Obspringen. — ν. Spültuch, auch Schottelpl. Sieg-Ruppichteroth. — j. glatter Riester am Pflug Heinsb-Bocket. — c. die Öffnung am Ausgussrohr des Kaffeekruges Prüm-Densborn. — d. Rechenkopf Neuw-Dierd. — e. alte Türklinke Geilk-Immend. — f. flaches, von einem Baumstamme mit der Häpe abgehauenes Stück Rinde, vielleicht auch noch etwas Holz dazu Neuw-Dattenbg; -E:tšən Pl. Borke auf Ausschlag Sieg-Eudenb. — g. verächtl. α. Zunge Daun-Beinhsn. — β. das ausplaudernde lose Mundwerk; der kann sein Pl. nit halen Verbr. wie pl. 2 c. Kätt der Lätsch, wat gelt deng Pl.? Honnert dausend Daler. Die kann ech net bezahlen! Neckspr. auf Katharina Prüm-Ihren. — h. Ferkelkraut, hypochoeris radicata Merz-Nunk. — i. Plätsche Pl. α. Magen beim Vieh MüEif. — β. Bürgersteig Zell-Trarb. — 2. persönl. a. Kardeplätsch Kartenschlägerin Saarbr-Sulzb. — b. -ę-, –E-, –a- α. Klatschbase Verbr wie pl. 2 c. — c. -ā- dickes Weib Ahrw-Böling. — d. -ętšə, al Pl. verächtl. alte Kuh Gummb-Dieringhsn.
4019 Zeichen · 110 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    plätschef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    plätsche , pletsche , f. was platsch Schmidt westerw. idiot. 141 . Kehrein volksspr. in Nassau 1, 308 ; schles. platsche…

  2. modern
    Dialekt
    plätschef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schnaken-platsche , plätsche f. : 'Mückenpatsche, Fliegenklappe; ein handgroßes Stück Leder am Ende einer dünnen Gerte',…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit plaetsche

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von plaetsche

plaetsch + -e

plaetsche leitet sich vom Lemma plaetsch ab mit Suffix -e.

Zerlegung von plaetsche 2 Komponenten

plat+sche

plaetsche setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

plaetsche‑ als Erstglied (6 von 6)

plätscheln

PfWB

plat·scheln

plätscheln schw. : ' tätscheln '. Ich plätschel der die Backe [ KU-W'mohr ]; vgl. pätscheln 1. Rhein. VI 946 .

Plätscherin

PfWB

plaetsch·erin

 Plätscherin f. : ' schwatzhafte Frau ', Plätscherin [ Klein Prov. 57]; vgl. Platschbase . Syn. s. Quatschmaul . Südhess. I 910 ; Rhein. VI…

plätschern

DWB

plat·schern

plätschern , verb. früher auch ohne umlaut platscheren ( s. unten ). Weinhold schles. wb. 71 a ; iterativ zu platschen, den schall platsch w…

Plätscherspiel

Campe

plaetscher·spiel

○ Das Plätscherspiel , — es, Mz . u. dasjenige Spiel der Kinder, da sie plätschern. S. Plätschern I ) 2). Welcherlei Schiefern (Schiefer) kl…

Plätschert

LothWB

plat·schert

Plätschert [plètšərt Bo. Sgd. Lix. u. s.; plètšrèn Av. ] m. starker, aber nicht anhaltender Regen, Platzregen. — els. 2, 173 Platscher. s. p…