Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
nôtdurft stf.
1. nothwendiges bedürfnis, noth. hunger unde nôtdurft du vertrîbe litan. 1426. der daʒ alleʒ vollebrâhte nâch sînen genâdôn unde nâch unsir allir nôtdurftin leseb. 191,11. 299,8. daʒ er alleʒ daʒ fliehe daʒ âne die nôtdurft sî warn. 1535. er mahte ûʒ der nôtdurft ein tugent Clos. chron. 47.
2. nothwendiger lebensbedarf. daʒ wir unse nôtdurft gewinnin litan. 356. von rîche ze rîche sîne nôtdürfte suochen Trist. 10023. er nam zweinzic marke ze ir nôtdurft u. zir lîpnar Trist. 16645. 3. in gerichtlichem sinne: was zur vertheidigung einer rechtssache erforderlich ist. s. Haltaus.