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Nber

mhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
10 in 9 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
51
Verweise raus
13

Eintrag · Westfälisches Wb.

Nber m.

Bd. 4, Sp. 297
Naber m. [verbr.] Nachbar. En gueten Nauber (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HambürenHb). En ǟisken (unangenehmer) Nōber (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). Näöchsten Naober (hat bestimmte Pflichten und Rechte) (WmWb): Den näöchsten Naober bout den Acker gegenseitige Hilfeleistung (WmWb). Nōebers eober’n Wech Nachbarn, die gegenüber wohnen (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü). Use Naohber si’n Rüen (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@SelmSm). De Nower mott diän Sark halen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@AltenfeldAf). Bi’n Nower wärt kränset vo de Hochtuit (Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo). — Phras.Vbdg.: Nōber am Tūn einer der 7 Notnachbarn, die jeder Dorfbewohner hatte; der nächste Nachbar am Zaun (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). — Ra.: He heww ne ganzen Tropp Nobers Ungeziefer (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RamsdorfRd). — Sprichw.: Well sik met de Naober gudd versteht, den kann geröst öwwer de Hegge kieken kann sich mehr erlauben (WmWb). Wenn Näabers sik nich künt vedregen, lig up bäide Hüser kain Segen (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb). Wänn mann den Noaber oller nöögesten helpn kann, mott ’m nich uppe Klocken kiik’n (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@IsenstedtIs). Wutt diu met den Nohwer öber den Nohwer kürn, denn bekuik dui euerst sülben (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Häbbe Leuwte teo duinen Nohwers, öbber ruit den Tiun nich in habe ein gutes Verhältnis zum Nachbarn, doch wahre die Grenzen (Abstand halten, keine Blöße geben) (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || (ähnl.) mehrf.). ’n geon Nowa es beda oss ’n fuian Fruünd ein guter Nachbar ist besser als ein entfernt wohnender Freund oder Verwandter (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || (ähnl.) mehrf.). Kaup Naobers Rind, fri Naobers Kind, dann weste, watt de findst (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || (ähnl.) mehrf.). Nowers Ruüns un Kaddens buitet sik nich, Nowers Luüdens un Jungens froegget sik nich (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Noabers Kinder sind immer de schlimmesten (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). Oppem Pād nōm Nōwer draff kain Gras wassen Nachbarschaft soll man pflegen, stete Nachbarschaftshilfe ist lebenswichtig (KkWb). ⟨-b- u. -w-⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 6,8: Nach-bar; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 9,29: Nāver; HnVwb 2,410: Nachbar. Zus.:→ Brand~, Dō²den~, Fōr~, Fǖr~, Grund~, Hō¹ner~, Klē²de~, Klein~, Land~, Nō²d~, Sålt~, Schinken~, Sūr-dē²gs~, Wāk~, Wand~.
1931 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    nâber

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    nâber s. nâchbûre;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    naberM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    naber , M. Vw.: s. nāber (2)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    naberm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    näbiger , naber , neber , m. der bohrer; in der schriftsprache nicht mehr gebräuchlich. I I. Formen und herkunft. In ahd…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Naber

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Naber , Samuel Adrian , Philolog, geb. 16. Juli 1826 im Haag, studierte 1845–50 in Leiden, war seit 1851 Gymnasialrektor…

  5. modern
    Dialekt
    Naber

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Naber = Nachbar (s. d.);

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit naber

52 Bildungen · 46 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

naber‑ als Erstglied (30 von 46)

naber(t)

Idiotikon

naber(t) Band 4, Spalte 807 naber(t) -ä- 4,807

nâber°bôk

MNWB

naber·bok

nâber ° bôk , n. , Verzeichnis von Mitgliedern einer organisierten Straßengemeinschaft (Coesfeld) . —

nberen

WWB

nabe·ren

naberen V. [verstr.] Nachbarschaft pflegen, Besuche bei den Nachbarn machen. Nōabern gōan ( Dor Wl ). Dai alen Lühe nowertent geren ( Olp Rü…

Nberfrūe

WWB

Naber-frūe f. Nachbarin; Frau des Nachbarn ( WmWb ).

Nberkind

WWB

naber·kind

Naber-kind n. [verstr.] Nachbarskind. — Sprichw.: Well de frēt (heiratet) ’n Naoberkind, de wēt, wat he find’t ( Ahs Le || (ähnl.) mehrf.). …

Nberkoffi

WWB

Naber-koffi m. [ Bch Sos Arn] Kaffeetrinken mit Nachbarn (nach Hausneubau oder Hochzeit).

Nberkurste

WWB

naber·kurste

Naber-kurste f. das bisweilen am gemeinsamen→ Bakkes II anklebende Stück vom Brot des Nachbarn ( Enr Hd).

Nberlǖde

WWB

naber·luede

Naber-lǖde Pl. [verstr.] Nachbarsleute. — Sprichw.: Naoberslü Rüens bit’t sick nich in der Nachbarschaft wird nicht gefreit ( Stf Ka).

nabern I

RhWB

nabern I = nachbaren (s. d.).

naber als Zweitglied (6 von 6)

knaber

KöblerMhd

*knaber , M. Vw.: s. *knabære?

dorpnâber

MNWB

dorp·naber

° dorpnâber, m. , Hofnachbar (Rüg. LandR. 89). nâberbôk, ~vörste, ~hêre, ~lach, ~lant, ~pērt, ~plicht, ~stat

mēdenâber

MNWB

mede·naber

° mēdenâber , mēdnâbûr , m. , Mitnachbar (Belege nur aus Lübeck).