Musik auch in der (die alte Form ars musica aufscheinen lassenden) Schreibung ‘Music’ sowie ‘Musick’; rund 760 Belege, überwiegend in Pkt 2 1
die Tonkunst; sg a
in allg Verwendung; mehrf ‘Liebhaber, Freund(in) der M.’ uä; auch im Bild Ich wiederhole: das Innere in Stimmung zu setzen, ohne die gemeinen äußern Mittel zu brauchen ist der
M. großes und edles Vorrecht GWBB29,54,9 Schöpke 16.2.18 K Ich kenne
M. mehr durch Nachdenken als durch Genuß und also nur im Allgemeinen GWBB19,19,16 Zelter 19.6.05 Die Gegenwart unseres [
PhC]Kaysers erhöhte und erweiterte nun die Liebe zur
M. [
des Kreises um Goethe in Rom] GWB32,145,20 ItR [
eine der drei Traumgöttinnen:] Setzt euch zu Alerten und hört zu, wenn ihr Liebhaber von der
M. seid GWB26,89,21 DuW 2 Der neueParis Wir haben heute eine neue Operette [
FHvEinsiedels ‘Wassergeister’]. Die Geister der Musick werden wenigstens in der Ferne erscheinen GWBB6,387,2 Knebel 11.11.84 B49,102,1 Zelter 4.10.31 N7,77,15 Probl uErwiderg 29,44,1 DuW 17 B16,274,22 Zelter 29.8.03 N5
2,243,30 Fl Plp
uö insbes neben (u im Verhältnis zu) anderen Künsten u Wiss; einmal als allegor Plastik Da wir wissen dass die gnädge Frau eine Freundin der Musick und der Dichtkunst sind werden Sie erlauben dass wir Ihnen eine Abschrifft von der neusten Hymne im Klopstockischen Geschmack..besorgen GWBB3,229,2 ChStein [1. Hälfte Jun 78] Dr. Werneburg: über Mathematik,
M., Naturphilosophie und deren Bezug auf die Mathematik GWBT3,401,8 v 22.11.08 Gewiß ist in Rom alles zu studiren..Obgleich die Künste würcklich schwach getrieben werden, am schwächsten die Musick GWBB8,142,14 ChStein 18.1.[87] [
betr Planung des ‘Groß-Cophta’] Sie sollen am Mechanischen sehen daß ich in Italien etwas gelernt habe und daß ich nun beßer verstehe, die Poesie der Musick zu subordiniren GWBB8,245,15 Kayser 14.8.87 diese..Figuren [
in einem Brunnenmodell] stellen die Künste vor..hier ist das Sinnbild woran man die Philosophie erkennt..die andere Figur stellt die bildenden Künste vor..die dritte ist die
M., welche sich gern zu jenen Künsten und Wissenschaften gesellt GWB44,72,11 Cell III 6 N3,138,14 FlH III B43,49,20 Zelter 6.9.27 T7,61,7 v 23.6.19 AALs3,82,18 Regeln fSchausp [G/Grüner]
uö b
als Lehrfach, insbes als Teil eines gesellschaftlich-pädagogischen Gesamtkonzepts; wiederholt ‘in der M.’; einmal im Bild Es ist mir..wieder so merkwürdig geworden, daß in der
M. man über Nothwendigkeit des Unterrichts, sowohl im höheren Kunst- als im letzten technischen Sinne, viel klarer ist als in den bildenden Künsten GWBB19,361,21 Meyer 30.6.07 Mimische Talente..zu unserer Zeit haben sie eine viel leichtere und bequemere Entwickelung: die
M. hält ihre Schüler zusammen, sie dürfen aus Ton und Maaß nicht weichen GWBB43,49,27 Zelter 6.9.27 [
Aufseher der pädagogischen Provinz zu Wilhelm:] indem wir die Kinder üben, Töne..mit Zeichen auf die Tafel schreiben zu lernen..ferner den Text darunter zu fügen, so üben sie zugleich Hand, Ohr und Auge.. ..Deßhalb haben wir..die
M. zum Element unserer Erziehung gewählt, denn von ihr laufen gleichgebahnte Wege nach allen Seiten GWB24,236,7 Wj II 1 26,184,5 DuW 4 B47,264,14 August 30.9.30 K
uö c
als Gegenstand der Forschung; öfter in musiktheoretischer Erörterung (insbes mit CFZelter) [
mBez auf ChWKästner] Familien, wo er Unterricht gab, außerdem er..seine Freistunden dem Studium der theoretischen
M. widmete GWB36,351,15 Trauerloge 1821 Seine [
JHMeyers]..Kunstgeschichte..ist..vom Anfang bis zu Ende entworfen..Entschließe dich doch zu einer Geschichte der
M. in gleichem Sinne! GWBB25,331,28 Zelter [17.5.15] [
betr ‘Über Kunst u Altertum in den Rhein- u Maingegenden’] meine Ableitung der neuen Kunst aus der alten..Dein Paralellism mit der Music ist sehr willkommen GWBB27,141,7 Zelter 9.8.16 Nun hat sich Zelter bey mir eingefunden, da denn das Particulare der
M. und die daran sich knüpfenden Universalia zur Sprache kommen GWBB41,90,4 CarlAug 12.7.26 K Deine musikalischen Relationen haben mir..gedient; insofern es möglich ist durch den Begriff die
M. zu erfassen, so hast du es mir geleistet GWBB39,27,26 Zelter 3.12.24 N1,302,6 FlD 750 T3,211,11 v 19.5.07 N11,293,6 Tonlehre Schema [1810] T3,106,17 v 16.7.04 N7,84,6 Probl uErwiderg [EMeyer]
uö im Bild Die Heiligkeit der Kirchenmusiken, das Heitere und Neckische der Volksmelodien, sind die beiden Angeln, um die sich die wahre
M. herumdreht. Auf diesen beiden Puncten beweist sie jederzeit eine unausbleibliche Wirkung: Andacht oder Tanz GWB48,193,5 MuR(489)
speziell in (physiol) Gegenüberstellung von Farben- u Tonlehre, auch in Hinblick auf Goethes eigene Forschungsabsichten hat er [
der Ton gegenüber der Farbe] eine unglaubliche Biegsamkeit und Verhältnißmöglichkeit, die mir über alle Begriffe geht..ob ich gleich die Hoffnung nicht aufgebe, aus der conventionellen eingeführten
M. das physisch Einfache noch herauszufinden GWBN11,174,14 PhysikalWirkungen Der Regenbogen kann keineswegs dem Grundbaß in der
M. verglichen werden..er ist so wenig der Generalbaß der Farben, als ein Duraccord der Generalbaß der
M. ist GWB45,306,10u14 Diderot,Malerei Farbe Wenn man das Wort Ton, oder vielmehr Tonart, auch noch künftig von der
M. borgen und bei der Farbengebung brauchen will; so wird es in einem bessern Sinne als bisher geschehen können GWBN1,348,6 FlD 889 [
mBez auf JLHoffmann] Er muß freilich..sich zuletzt daran stoßen, daß die Mahlerei eine simultane Harmonie, die
M. eine successive fordere. Er findet natürlich die Intervalle der Farben nicht so bestimm- und meßbar, wie die der Töne GWBN4,261,1 FlH VI Hoffmann N4,116,22 FlH VI N3,19,22 FlH I [Riemer?]
uö 2
nach den Gesetzen der Tonlehre gestaltetes Klanggebilde, -werk; sg a
als unspezifisches (aktuelles) tonkünstlerisches Phänomen; einmal mit Bezugsverschiebung; vereinzelt ‘das Bedürfnis der M.’ u ‘der M. genießen’, einmal ‘etw in M. nachahmen’ [
Natalie zu Wilhelm:] Er [
der Oheim] konnte nicht ohne
M. ..leben, und hatte dabei die Eigenheit, daß er die Sänger nicht sehen wollte. Er pflegte zu sagen:..die wahre
M. ist allein für's Ohr GWB23,202,7u14 Lj VIII 5 [
betr archäologische Funde bei Köstritz1)] Klanginstrumente.. .. Genau betrachtet scheinen sie..zu den Ringen, Triangeln..Cymbeln und Schellen zu gehören, womit ungebildetere Völker ein Scharivari statt
M. bey ihren Feyerlichkeiten hervorbrachten GWB48,238,3 Zwei dtAltertümer Plp 1809 Kayser ist recht gut hier, er hört und sieht viel Musick und Menschen GWBB5,89,14 Lavater 18.3.[81] 40,269,19 Üb:Voß,Ged [G/Voß dJ] 49
1,145,9 Philostrat,Nachtr B29,53,23 Schöpke 16.2.18 K B37,191,12 Zelter 24.8.23 21,234,7 Lj III 1
uö personifiziert, im (vergleichenden) Bild u metaphor; einmal bei synästhet Vorstellung; vereinzelt in oxymorischer Fügung ‘erstarrte M.’ u ‘stumme M.’ (bezogen auf Architektur) Sobald die
M. den ersten kräftigen Schritt thut um nach außen zu wirken, so regt sie den uns angebornen Rhythmus gewaltig auf, Schritt und Tanz, Gesang..nach und nach verläuft sie sich in's Transoxanische (vulgo Janitscharmusik) oder in's Jodeln, in's Liebelocken der Vögel.. GWBB42,376,12 Zelter 21.6.27 Wie die Musick nichts ist ohne menschliche Stimme, so wäre mein Leben nichts ohne deine Liebe GWBB7,277,19 ChStein [1.5.83 Korr Fränkel
21,463] [
anläßlich eines Besuchs in Ilmenau] Auf einem einsamen Bretterhäuschen..recognoscirte ich die Inschrift vom 7. September 1783 des Liedes das du auf den Fittigen der
M. ..in alle Welt getragen hast: „Über allen Gipfeln ist Ruh pp.” GWBB49,55,9 Zelter 4.[9.]31 [
Adelbert mBez auf Adelheid:] Die! ich habe viel von ihrer Schönheit gehört. [
Franz:] Gehört. Das ist eben als wenn ihr sagtet ich habe die Musick gesehen GWB39,49,4 Götz
1 I Ein edler Philosoph [
FWJSchelling] sprach von der Baukunst als einer erstarrten
M. GWB48,212,18 MuR(1133) B37,212,9 JJ u MWillemer 9.9.23 32,97,20 ItR 3,27 TrilogLeid Aussöhnung 7 15
1,94 Faust II 6682
uö ‘M. machen’, einmal ‘M. zum besten geben’; auch iS einer rezeptiven Beschäftigung; je einmal mBez auf Sprache bzw Gebrauchsgegenstände Ich will..nur etwas
M., zur Probe, machen; denn mich verlangt gar sehr den neuen Tenoristen, so wie die neue Composition vom Reuterlied zu hören GWBB16,190,2 Schiller 28.2.03 Um 11 Uhr Gesellschaft erwartet:..Eberweins gaben
M. zum Besten GWBT8,20,6 v 18.2.21 [
mBez auf JJWHeinses Roman ‘Hildegard von Hohenthal’] Gerne hört man dir zu, wenn du mit Worten
M. machst,|Mischtest du nur nicht sogleich hundische Liebe darein GWB5
1,282 XenNachl 89(372) [Schiller] [
beim Brauen von Fausts Verjüngungstrank] Die Hexe mit seltsamen Gebärden, zieht einen Kreis..indessen fangen die Gläser an zu klingen, die Kessel zu tönen, und machen
M. GWB14,123 Faust I Regiebem vor 2532 30,223,8 ItR B34,128,21 Nagler 17.2.21 25
1,160,26 Wj III 6
uö b
als Vertreterin eines speziellen musikalischen Genres: iSv Haus-, Tisch-, Unterhaltungs-, Tanzmusik ua; wiederholt ‘mit M.’; auch im Bild [
Wilhelm zu den Schauspielern:] die Tonkünstler..Sollten wir nicht eben so genau und eben so geistreich zu Werke gehen, da wir eine Kunst treiben, die noch viel zarter, als jede Art von
M. ist..? GWB22,22,7 Lj IV 2 Jeden Abend fand sich ein engerer Kreis bei mir zusammen, unterrichtete Personen beiderlei Geschlechts..auch vorzügliche, Geist und Herz erquickende
M. ward von Zeit zu Zeit vernommen GWB36,219,9 TuJ 1822 Acht Tage vorher probirten wir [
Cellini u Jacob vCesena] täglich zwei Stunden..und bliesen bei Tafel die geübten Motetten, so daß der Papst sagte, er habe keine angenehmere
M. gehört GWB43,61,8 Cell I 4 Wasserlustfahrt..Man fuhr auf dem großen Strome mit
M. dahin; die Gesellschaft hatte sich..in den untern Räumen versammelt, um sich an Geistes- und Glücksspielen zu ergötzen GWB20,330,18 Wv II 10 [
betr finanzielle Förderung von Bad Berka] Wenn man mir zweyhundert Thaler in die Hände giebt, so soll in vierzehn Tagen alles wenigstens schicklich seyn, dergestalt daß es jedem wohlschmecket, der guten Appetit hat, und daß der die
M. gut findet, der gerne tanzt GWBB24,281,12 Meyer [19.5.]14 21,183,2 Lj II 8 24,122,26 Wj I 7 13
2,274,7 Götz
3 Regiebem Plp
uö für Kirchen- sowie Militärmusik, einmal für Instrumentalmusik; öfter ‘kriegerische/militärische M.’; vereinzelt im vergleichenden Bild war die militärische Verlosung geschehen. Die Jenenser..haben..sich ausgebeten Abends den Vorgesetzten [
Kommandant, Land- u Stadtrat] ein Ständchen zu bringen, welches denn auch mit kriegrischer Music geschehen GWBB22,126,10 CarlAug 6.7.11 in der Kirche St. Carlo..Es ward ein Requiem gesungen zu zwei Sopranen, das Seltsamste was man hören kann..Auch dabei war weder Orgel noch andere
M. GWB32,291,18 ItR Ihr werdet sehen daß die Liebe sich|So gut in's Zelt als in die Häuser schleicht,|Und, wie am Flötenton, sich an der rauhen,|Eintönigen
M. des Kriegsgetümmels freut GWB13
1,163 Prol 15.10.93 Goldoni,Krieg Vs 21 25
1,159,28 Wj III 6 48,192,14 MuR(487) T8,231,19 v 25.8.22
uö für Opern-, Operetten-, Singspiel-, Theater-, Konzertmusik oä; öfter in Regiebem; auch ‘unter M. (u Gesang/Tanz)’ sowie ‘von M. begleitet werden’ uä; einmal im Bild [
mBez auf die komische Oper ‘Il marito disperato..’ von DCimarosa, dt Text von FHvEinsiedel] nach Italiänischer Manier..: wie es möglich wird daß das alberne, ja das absurde sich mit der höchsten ästhetischen Herrlichkeit der
M. so glücklich verbindet GWBB13,49,11 Schiller 31.1.98 Erwin und Elmire kommt mit diesem Brief..Doch kann eine Operette, wenn sie gut ist, niemals im Lesen genug thun; es muß die
M. erst dazu kommen, um den ganzen Begriff auszudrücken, den der Dichter sich vorstellte GWB32,209,9 ItR [
Schöne Seele:] die eitle
M. der Concerte [
iUz lat geistlichen Gesängen], in denen man allenfalls zur Bewunderung eines Talents, selten aber, auch nur zu einem vorübergehenden Vergnügen, hingerissen wird GWB22,341,16 Lj VI Geschildert werden..Tragödie:..Lustspiel:..Posse:..Eine höhere Region schließt sich auf. Nun greift die
M. ein. Eröffnet dem Außerordentlichen die Pforte und ruft die sämmtlichen Naturerscheinungen zu Hülfe. Donner und Blitz; Erdschlünde öffnen sich GWB13
2,201,1 ProlBln 1821 Schema 12,155 ScherzLR Regiebem vor 798 12,330 JeryBätely Regiebem Plp 32,144,17 ItR 15
1,227 Faust II Regiebem vor 9679 40,108,24 ÜbProserp
uö c
als sinnliche Manifestation eines transzendenten, überirdischen Phänomens bzw als dieses Phänomen selbst; auch in der dichotomischen Paarung ‘sinnlich/übersinnlich’ sowie ‘irdisch/himmlisch’; einmal in Bildbeschreibung das Wirkende..trefflicher..als das Gewirkte. Denn nicht die Unmusik macht den Musiker, sondern die
M., und die übersinnliche
M. bringt die
M. in sinnlichem Ton hervor GWB48,198,9u10 MuR(639) Bild der heiligen Cäcilie [
von Raffael]..: die Heilige..läßt die in der Hand habende kleine Orgel sinken, so daß die Pfeifen herausrutschen, wodurch angedeutet wird, daß sie die irdische
M. fahren läßt, wie sie denn auch nach der himmlischen hinaufschaut GWBB33,107,8 Zelter 9.7.20
uö(selten) d
speziell im Zshg der Vertonung (insbes Goethes eigener) dramatischer u lyrischer Werke; wiederholt ‘etw in M. setzen’; auch personifiziert u im (vergleichenden) Bild; vereinzelt ‘etw mit M. begleiten’ iSv etw vertonen u/od musikalisch untermalen Das Büchlein von Judas Makkabäus [
Text des gleichnamigen Oratoriums von GFHändel] nimmt sich gut aus; die alte Fabel:..ist ein sehr günstiges Thema, der
M. besonders zusagend GWBB49,205,14 Zelter 14.1.32 Capellmeister [
JF]Reichardt..er war der erste, der mit Ernst und Stetigkeit meine lyrischen Arbeiten durch
M. in's Allgemeine förderte GWB35,47,7 TuJ 1795 eine merkwürdige Sammlung Psalmen..sie sind in italiänische Verse gebracht und von einem venetianischen Nobile, Benedetto Marcello..in
M. gesetzt GWB32,287,16 ItR will die
M. sich an Lehrgedichte oder beschreibende und dergleichen wenden, so wird sie kalt GWB48,193,9 MuR(489) Deine Compositionen fühle ich sogleich mit meinen Liedern identisch, die
M. nimmt nur, wie ein einströmendes Gas, den Luftballon mit in die Höhe GWBB33,27,3 Zelter 3./11.5.20 25
2,96 Wj II 5 Var B29,299,5 Gf Brühl 1.10.18 40,112,19 ÜbProserp 36,180,10 TuJ 1820 32,211,18 ItR
uö e
für das Musizieren, das Ausüben musikalischer Praxis; wiederholt ‘M. und Gesang’; vereinzelt bei Selbstzitation (‘Faust’ I 558); auch personifiziert sowie einmal bildhaft ‘sich in die M. werfen’ Die Anlagen zur
M. sind in Böhmen bekanntlich äußerst verbreitet; diese Gabe wächs't gleichsam freiwillig aus dem Volk hervor GWB42
1,49,2 Üb:Monatschr Böhmen [Varnhagen/G] Indeß die Baronin ihrer Tochter alle Freiheit ließ, mit
M. und Gesang, mit Zeichnen und Sticken ihre Tage angenehm zu verbringen GWB24,343,28 Wj II 5 [
betr Einstellung eines Gesangslehrers für das Weimarer Theater] gebe ich..zu bedenken..ob in drey Monaten..hinreichendes Gute zu bewirken wäre..: denn von der
M., besonders vom Singen kann man sagen, die Kunst ist lang GWBB19,150,12 Kirms 27.6.06 Beilage Wenn es möglich ist, komme ich balde zu dir [
nach Jena]..Ich..zöge in ein Zimmer neben dem Concertsaale..Ich hätte acht Tage vor mir, bis die Musick mich wieder vertriebe GWBB7,18,8 Knebel [27.2.85] [
mBez auf den Frankfurter Schulvorsteher LHPfeil] warf er sich bei Gelegenheit, da er seinen Schülern Musikmeister halten mußte, selbst in die
M., und betrieb das Clavierspielen mit solchem Eifer, daß er..sehr bald recht fertig und brav spielte GWB26,190,9 DuW 4 T13,113,28 v 24.7.31 26,186,23 DuW 4 50,310 Pand Regiebem nach 291
uö f
kategorisiert: für die musikalische Produktion einer Nation, einer Epoche uä, auch eines bestimmten Komponisten; mehrf ‘jds M.’, gelegentlich ‘alte M.’, einmal ‘moderne M.’ Religiöse, patriotische..leidenschaftliche Lieder tönten von allen Seiten, und unsere ernste charakteristische
M. fand Gelegenheit zu tausendfältiger Anwendung ihrer unerschöpflichen Mittel GWB41
1,114,24 DtSprache Aus den brillanten Zeiten des Herzog Karls wo [
Niccolò] Jomelli die Oper dirigirte hat sich der Eindruck und die Liebe zur Italiänischen
M. bey ältern Personen hier [
in Stuttgart] noch lebhaft erhalten GWBGT2
1,170,14 v 4.9.97 [
mBez auf die Vertonung der ‘Ungleichen Hausgenossen’] Ich hätte mir..das Italiänische so zugeeignet, daß ich fürs Lyrische Theater hätte arbeiten können..Der gute [
PhCh]Kayser dauert mich nur, daß er seine Musick an diese barbarische Sprache verschwendet GWBB7,171,17 ChStein 26.1.86 Er [
PhChKayser] ist ein großer Verehrer der alten
M. GWB32,287,10 ItR [
mBez auf JHaydn] Vorwurf..: seine
M. ermangele der Leidenschaft. Hierauf..Folgendes:..Unser Haydn ist ein Sohn unsrer Zone und wirkt ohne Hitze, was er wirkt.. ..seine Kunst..daß sie modern sei, ist..nicht bestritten worden, was auch schwer gelingen möchte, da alle moderne
M. auf ihm ruht GWB41
2,384,5u7 Haydn,Schöpfg [Zelter/G] 41
2,383,17 Haydn,Schöpfg [Zelter/G] 16,467,19 Doppelaufz 1810 Bem Randbem 45,168,16u19 RamNeffeAnm 32,48,11 ItR
uö g
iS einer musikalischen Darbietung, Veranstaltung; auch ‘einer (..) M. beiwohnen’, ‘zur M. erscheinen’ uä, wiederholt ‘öffentliche M.’, ‘gesellschaftliche M.’; einmal pl; gelegentlich übergehend zu 4 Mittag Felix Mendelssohn..Spielte derselbe..auf dem Flügel, die
M. wurde bey der Theegesellschaft fortgeführt GWBT12,245,20 v 21.5.30 Erzeigte mir wohl unsre liebe Prinzeß..die Gnade einer kleinen Musick beyzuwohnen? GWBB16,190,20 Imhoff 3.3.03 Zog die Herrschaft in's Schloß..Music der Bürger..Music der Gewercken GWBT3,76,2u4 v 1.u2.8.03 Die häuslichen musikalischen Unterhaltungen..Diese..Privatübungen wurden im Spätherbst..wieder aufgenommen, indessen Theater und öffentliche
M. durch den antretenden Capellmeister Müller belebt und geregelt wurden GWB36,49,27 TuJ 1809 Das Gastmahl der Weisen, ein dramatisch Iyrischer Scherz..war, wohl nicht für's Theater doch für gesellschaftliche
M. bestimmt GWB36,89,18 TuJ 1814 32,277,27 ItR B21,152,2 ChStein 30.12.09 B26,123,14 Zelter 29.10.15 T5,223,19 v 15.4.16
uö 3
ein bestimmtes Musikstück, Tonwerk; mehrf pl; gelegentlich ‘Stück(e) M.’; vereinzelt im vergleichenden Bild [
Beschreibung des Frankfurter ‘Pfeifergerichts’] Auf einmal meldet eine wunderliche
M. gleichsam die Ankunft voriger Jahrhunderte. Es sind drei Pfeifer, deren einer eine alte Schalmei, der andere einen Baß, der dritte einen Pommer oder Hoboe bläs't GWB26,34,13 DuW 1 Eberwein mit demselben verschiedene M-en am Clavier durchgegangen GWBGT4
1,86,22 v 2.11.09 [
Venedig] ich war wieder ai Mendicanti, wo die Frauenzimmer die Musicken aufführen, sie haben wieder ganz herrlich gesungen GWBT1,284,18 v 8.10.86 Nun wollte ich Sie um ein Paar kleine Stücke
M. bitten..um einen sanften, andächtigen, herzerhebenden vierstimmigen Gesang, mit lateinischem Text, der ohngefähr acht Minuten dauert GWBB17,170,17 Zelter 30.7.04 [
Karl über die Einbildungskraft:] sie soll, wenn sie Kunstwerke hervorbringt, nur wie eine
M. auf uns selbst spielen, uns in uns selbst bewegen.. GWB18,224,2 Unterhaltungen B11,285,3 CGKörner 8.12.96 T5,85,6 v 23.11.13 34
1,121,26 KuARheinMain 32,145,24 ItR
uö 4
in metonym Verwendung a
für Noten(blätter), Partitur(en), Musikalie(n), gelegentlich auch für musikalische Einrichtung, Instrumente u dgl; sg [
in Marianes Wohnung]
M., Rollen und Schuhe, Wäsche und italiänische Blumen..Schminktöpfchen und Bänder..keines verschmähte die Nachbarschaft des andern.. GWB21,88,17 Lj I 15 Die mir zugedachte
M. zu Egmont..ich..gedenke sie auf unserm Theater zu Begleitung des gedachten Stückes..geben zu können GWBB22,116,10 Beethoven [25.6.11] K was von
M. transportabel ist, bringt [
PhCh]Kayser mit [
aus Rom] GWB32,296,19 ItR Wenn Sie die
M. von Macbeth noch bey sich haben, so bringen Sie doch solche Nachmittag mit..Ich wünsche, daß die Wirkung der gestrigen Musik diesen Morgen noch nachklingen möge GWBB15,54,16 Schiller 10.4.00 daß wir die Christnacht..die Kirchen besuchten, wo Functionen gehalten werden. Eine besonders ist sehr besucht, deren Orgel und
M. überhaupt so eingerichtet ist, daß zu einer Pastoralmusik nichts an Klängen abgeht.. GWB30,246,20 ItR B22,54,16 Gentz [28.2.11] K 14,303 Faust I Plp
uö b
für Musik betreffende Angelegenheiten Eberwein..über
M., besonders die Zelterschen Anstalten GWBGT4
1,86,24 v 2.11.09 T3,275,12 v 14.9.07
uö(selten) c
für die ausführenden Musiker, das Orchester, einmal für eine Militärkapelle; meist auf dem Theater [
Aufführung von Wilhelms Trauerspiel ‘Belsazar’] Die
M. war angekommen und gab mit unerträglichem Stimmen und Klimpern den Zuschauern die nächste Hoffnung, daß sich der Schauplatz bald eröffnen werde GWB51,271,23 ThS III 14 die Künste.. ..in Stuttgard..Das Ballet verhält sich..ohngefähr wie die
M., Figuranten dauern lange, wie Instrumentalisten, und sind nicht schwer zu ersetzen GWBB12,293,22 CarlAug 11.9.97 Beilage daß das zweyte zärtere [
Chor], mit dem ersten heroischen glücklich wechsele, und daß beyde sich in eins verschmelzen; wozu die
M. alle Mittel in Händen hat GWB16,503,22 Epimen Progr [
Auszug der Franzosen] die Jäger zu Pferd..sie waren ganz still bis gegen uns herangezogen, als ihre
M. den Marseiller Marsch anstimmte GWB33,308,27 BelagergMainz 46,307,10 Hackert B4,11,14 ChStein 14.2.[79]
uö in Regieanweisungen; öfter ‘die M. macht eine Pause/schweigt/fängt an/fällt ein’ uä [
Claudine:] Könnt' ich — (Sie stockt. Die
M. macht eine Pause..das Chor fällt ein.) GWB38,112,6 Claud
1 [
Elmire:] (an seinem [
Erwins] Hals). Du bist'
s. (Die
M. wage es, die Gefühle dieser Pausen auszudrücken.) GWB38,104,12 ErwElm
1 [
betr eine Geburtstagskantate für Zelter] wäre zu wünschen, daß die
M. sich nirgends zu lange aufhalte..so daß die Exhibition vorüberrauschend zu Ende wäre, ehe sich jemand besinnen könnte; und so würde..nicht mehr Zeit als billig erfordert werden GWB5
2,253 Zelters 70.Geburtstag Bem ein Zeichen. Die
M. schweigt, bis der ganze Zug..bey der Herrschaft vorbey ist. Dann fängt die
M. wieder
an..Dann schweigt die
M. GWB53,377,9u11u16 Maskenz RomantPoesie Bem Wie er [
Egmont] auf die Wache los und auf die Hinterthür zu geht, fällt der Vorhang: die
M. fällt ein und schließt mit einer Siegessymphonie das Stück GWB8,305,21 Egm V 13
1,148 NachspIffland,Hagestolzen Regiebem nach 257 [Peucer/G] 38,102,13 ErwElm
1 Regiebem 38,109,1 Claud
1 uö → Abend- Berg- Feld- Gelegenheits- Gesangs- Gründonnerstags- Höllen- Instrumental- Janitscharen- Kapell- Karfreitags- Karwochen- Katzen- Kirchen- Konzert- Kriegs- *Liebes- Militär- Nacht- National- Oden- Pastoral- Tafel- Tanz- Theater- Trauer- Un- Vampir- Vokal- Zwischen- Syn zu 1
GWB
Tonkunst zu 1b
GWB
Tonlehre zu 3
Komposition Musikstück Tonstück 1) sa s v Klanginstrument u BA20,510f Katherina MittendorfK.
M.