Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
miserabel adj.
miserabel , adj. erbarmenswert, erbärmlich, aus dem franz. misérable im 17. jahrh. übernommen, sowol in edlerer bedeutung, wie unglücklich, zu bedauern: eine wittwe ist eine miserable person, und wann sie auch schon eines königes witwe wäre. Schuppius 666 ; wie mit verächtlichem beisinne, wie elend, jämmerlich: dasz sie mit keinem ohnmächtigen menschen, der noch weit miserabler beschaffen als ein castrat, nichts weiter zu schaffen haben wolte. cavalier im irrg. 112; o du armer miserabeler Matz Barthel! Kotzebue dram. sp. 2, 156 ; in den mundarten weit verbreitet, bair. miserabel und miserablig…