Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Meineid
Meineid, m.
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ni fúrsuueri thih, uuanta thú giltis gote thina meineidaum 830 Tatian 30, 1
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ôc is an them êo gescriban ... that miðe mênêdos mancunnies gehuuilic, ... huuand that is sundie te mikil [im alten Bunde heißt es auch, ... daß Meineid meiden solle der Mensch, ... denn die Sünde ist groß]1. Hälfte 9. Jh. Heliand⁹ V. 1504
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swer ein mein eit swært mit wizzen, wirt er des vber zivget mit siben mannen, man sol im ab die hant slahen, da mit er meins hat geswornum 1275 Schwsp.(L.) LR. Art. 367 I Faksimile
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kein man ... sal bose silber noch bose pfenninge in den czuber legen zu geschozze, he reite iz denne nach sinem werde. tut he iz uber daz, he hat argelist unde sweret meineideum 1300 FreibergStR. IV § 19 Textarchiv: FreibergStR. IV
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thu ne skalt thines godis noma nawet idle vntfa; thermithi send ti urbeden alle menetha [du sollst den Namen deines Gottes nicht unnützlich führen; deswegen sind dir alle Meineide verboten]um 1300 RüstringerR. 24 Textarchiv: RüstringerR. 24
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von meineiden, vnd was si ein meineid. wenne das der mensche swert dú ding dú erlogen sint ..., so wirt der mensche meineide, wan dú vnwarheit dú in dem eide ist dú beroͮbet den eid sines endes, wan dar vmb so swert man sunderlich, das man mit swerrende solichem swerrende versicherre, das das ding si war ane allen zwiuel das man da swert [weiterhin zur Kasuistik]1. Hälfte 14. Jh. BdTugenden I 239
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waͤr auch, dasz der bürger einer wissentlich meýneyd schwöre, und er desz übersagt würde, der soll nach vnser gnaden und nach geistlichen recht büszen1358 MZoll. III 332 Faksimile
- um 1360 GoldBulle 116
- 1371/82 Martin v.Amberg Z. 575
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wer den andern vmb mainaid ladot vff gaistlich gericht, bringt er das nit vss mit gaistlichem gericht als recht ist, der muoss das bessren, als ob er jn vnder ougen mainaid hett gehaissen1396 MemmingenStR. 276 Faksimile
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welch burger ... ainen andern burger ... uff gaistlich gericht trybet ... umb mainayd, der sol das richten dem amman mit 3 pfd.1399 FeldkirchStR. 142
- 1413 BernStR. III 488 Faksimile
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meyneide hoͤrent fúr geistlich gerichte, wo er zů klage kompt1417 SchlettstStR. 119 Faksimile
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men sal dat seker weten, dat men sal dorren sweren, want in wat eeden niet en sint wairheit, redelicheit ind rechticheit, dat is een meeneedt, want hi sweert, des hii niet en weet1430 KleveÄltStRHs. 82
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umb das niemant lustige sie meineide ze tůnde, ... so hant unser herren raͤte ... geordent ..., welhe person hinfuͥr vor rate, gerichte, vor den unzuͥchtern, vor den ladenherren oder koufhusherren ... meineidig funden wirt ..., das da die selben personen ewiclich verworfen, unnuͥtze menschen heissen und sin [und weitere Strafen erleiden] soͤllen1441? BaselRQ. I 1 S. 135 Faksimile
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es sollent ouch die kneht sweren ... kein myete ... zu nemen ... und wer sich darjnne anders hielte, der sol darumb und umb den meyneit gestrofet werden15. Jh. StraßbZftO. 13 Faksimile
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[Auslegung des Gebotes: du salt gotes namen nicht unnutzlich in dynen munt nhemen:] du salt nicht meyneyde schweren, du salt auch nymant dringen zcw meyneyden1503/04 PurgoldtRb. VI 88
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wan das heysset nicht eyn eydt, es heist eyn meyneydt, wan man schweret widder den gemeynen nutz, dye eintrechtikeit, gesetze, gewonheit, gehorsam, ader freyheit eyner stat ader des rates ader gerichtes1503/04 PurgoldtRb. VI 89
- 1. Hälfte 16. Jh. RügenLR.(Gadebusch) 329
- 1563 Kurpfalz/Sehling,EvKO. XIV 299 Faksimile
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unter die christliche disciplin gehoren eigentlich die groben offenbaren sunde und laster als offentliche gotteslesterung, verachtung seines worts und ampts, mord, ehebruch, hurerei, zeuberei, saufen, fressen, diebstahl, meineid, ... wucher1570 Preußen/Sehling,EvKO. IV 189 Faksimile
- 1615 BernStR. VII 2 S. 738 Faksimile
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die umbstaͤnd, so den meineyd groͤsser machen, seynd ungefaͤhrlich diese: ... wann der meineyd zum oͤfftern und wohlbedaͤchtlich beschehen ... wann der thaͤter uͤber vorhergangene erinnerung des meineyds und der darauff beruhenden straff gleichwohl faͤlschlich geschworenNÖLGO. 1656(CAustr.) 91 § 3 Faksimile
- 1712 BrschwLO. II 101 Faksimile
- 1712 CCMarch. IV 1 Sp. 971 Faksimile
- 1736 Hartmann,WürtGes. II 539
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der eyd, wodurch man gott zum zeugen der wahrheit, und raͤchern des meineyds anruft, wird in promissorium & assertorium getheilt1753 CJBavJud. XIII § 1 Faksimile (Abschnittsbeginn)
- 1762 Wiesand 1026 Faksimile
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wann bey dem kaiserlichen r.c.g. [Reichskammergericht] menonisten recht nehmen oder suchen, derselben angelobung bey mannenwahrheit als ein eid anzunehmen auch bey sich ergebendem falle als ein meineid zu bestrafen1768 Feuerbach,PeinlR.⁴ 374 Faksimile
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unter den [!] meyneyd (perjurium) verstehet man im rechtlichen verstande, wenn man vorsaͤtzlich diejenigen verbindlichkeiten verletzet, welche man mittelst coͤrperlichen eydes bestaͤrket hatte, und dadurch zugleich zum schaden und nachtheil anderer handelt1783 Quistorp,GrundsPeinlR. 234 [ebd.ff.] Faksimile
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vom meineid. er besteht in einer vor dem richter als wahrheit eidlich ausgesagten luͤge. wer luͤgt, daß er ein versprechen erfuͤllen wolle, welches er zu erfuͤllen verbunden ist und dennoch nicht erfuͤllt, bricht den gelobungs- ..., wer luͤgt, daß etwas sey, wie es nicht ist, den versicherungs-eid1798 Grolman,KrimRWiss. 191 Faksimile
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hat er [atheist] z.e. einen falschen eyd geschworen, so trifft ihn die strafe des meineydes1798 RepRecht II 250 Faksimile
- 1801 Schlegel,HannovKR. I 270
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schwoͤret jemand aus unwissenheit oder unbedachtsamkeit falsch, so ist dergleichen leichtsinnigkeit zwar strafbar, allein fuͤr keinen meineyd zu halten. eben so wenig kann man einen erzwungenen eyd, der nachher nicht erfuͤllt worden, fuͤr einen meineyd halten1802 RepRecht X 196 [vgl. ebd. 196-203] Faksimile
- 1808 Feuerbach,PeinlR.⁴ 373 Faksimile
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wellicher burger ... angeworfen wurde eins meyneides und des nit uberseit wurde mit siben unversprochen sinen genossen, so bessert der anwerfer unser gnade1347 SchlettstStR. 43 Faksimile
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ein ietlichen meineyden sol man, als recht ist, des meineydes bewisen mit siben erbren zúgenMitte 15. Jh. BremgartenStR. 20 Faksimile
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daß ein jeder zeug nach ... erinnerung seins gethanen eidts, vndt warnung fuͤr dem meyneidt, gefragt werde1534 MainzUGO.(Saur) 8v
- 1567 Schwerin/Sehling,EvKO. V 321 Faksimile
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soll der theil, welchen das eid ... zuerkant würd, zuvor ... berichtet werden, ... was meineid und wissentlich falsch schweren für eine grosse gefährliche [sunde] sei1586 Mansfeld/Sehling,EvKO. V 202 Faksimile
- BadLR. 1622 I 20, 1 Faksimile
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soll der mannrichter ... die zeugen ... auf vorhergehende starke verwarnung des meineides ... befragen1650 EstRitterLR. 174 Faksimile
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soll ... der schuldner, nach vorgehender scharffen verwarnung vor der schwehren straffe des meineydes, wozu auch einer oder mehr geistliche zu gebrauchen, vermittelst eydes zu erhalten, und daß er sein gesammtes vermoͤgen richtig offenbaret ... schweren1682 LeipzigKaufR. 55 Faksimile
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wann in criminalsachen zeugen sein, muͤssen die zeugen etzliche wochen vorher ... auch ehe sie schweren vnd ihren eidt thuen fuͤr meineidt gewarnet werden1692 NStaatsbMag. I 909 Faksimile
- 1709 CCMarch. II 1 Sp. 450 Faksimile
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[darf] der richter, [um] schweren mein-eyd zu vermeyden, diesen [als Zeugen vernommenen Tatverdächtigen] mit keinem eyde belegen1717 BrandenbKrimO. III § 15 Faksimile
- 1721 Ludovici,LehnsProzeß³ 210 Faksimile
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derer herren predigere hoch-ehrwuͤrden ersuchet, sonntags vor dem losungschwören ... von dem meineid und leichtsinnigen schwoͤren zu gedenken1744 Lahner,Samml. 314 Faksimile
- 1764 BrschwWolfenbPromt. III 137
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ehe die bauern aber den huldigungseid abschwoͤren, muͤssen sie zuvor ... an die vermeidung des meineides erinnert werden1780 Gabcke,DorfBauernR. 131 Faksimile
- 1799 RepRecht IV 76 Faksimile
- 1801 RepRecht VII 133 Faksimile
- 1815 Gönner,EntwGesB. II 505 Faksimile
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findet sich der meineid [in manchen gerichtlichen Formularen der gewoͤhnlichen verwarnung vor dem meineide] characterisirt als unrecht gegen den richter, der zu einem ungerechten urtheil verleitet werde1827 StaatsbMag. VII 258 Faksimile
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ond se ðe manað swerige, ⁊ hit him on open wurþe, ðæt he næfre eft aðwyrþe ne sy [und wer Meineid schwört, und (wenn) das über ihn offenbar wird: daß der nimmer wieder eideswürdig sei]925/35 Liebermann,AgsG. 164
- 10. Jh.? (Hs. 1464) WesterlauwersR. I 188f. Textarchiv: WesterlauwersR. I 188 Textarchiv: WesterlauwersR. I 190
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swaer einen meinneit swert, wirt der des bewaert selbe dritte ..., der hat die hant verlorn mit rehte, unde sol man im die uf dem stocke abeslahen, ez ensi danne als verre ob er den clager gestille unde dem vogte gebezzer1276 AugsbStR. Art. 53 Textarchiv: AugsbStR. Art. 53
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van men edhen so war dat is witlic dat en man heft men edhe sworen ... de ne schal nicht hebben so gvͦt recht alse en ander gvͦt vnbesproken manEnde 13. Jh. LübMndStR. Art. 164
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were meyneidt dut, befundet man das, oder wurde er das verjhende, er ist vns entfallen iij ℔ ₰, vnd sol auch in die schuppe gesazt werden eyns marckdags1321 Saarbrücken/GrW. II 6 Faksimile
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in keyserwichbilde swert eyner meineid, ... deme sal man dy czungen hinden czu deme nacken uszczin. in sechsissem wichbilde, wert eyner meyneydig, denselben vorwist man hundert ior unde eynen tagknach 1358 Rb.n.Dist. V 27 Dist. 1f. Faksimile
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welch man dez maynaydez vͤber wunden wirt der bleybet erloz und rechtloz1378 SilleinStRB. 122
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syn wir eyndrechtich worden, so wey mit eyme meyneyde bevunden wirt, dat man den pynigen ... sal1386 SiegburgWQ. 2 Faksimile
- 14. Jh. CoutAnvers I 54 Faksimile
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umb was hand sachen einer einen meyneyd swerte und des überzewgt würde, als recht ist, ist das urteil und strafrechte, das im die zwen vordern finger an der rechten hand, die er ym sweren aufgerackt hat, zwischen dem vordern und mitteln geliede sollen abgehawen werden1464 BayreuthStB.² 79 Faksimile
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dyo pene dis meeneedis wirth gheliket bij der pene den manslachte1480/81 JurFris. II 152 Faksimile
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so vordern meyneid vnd trostungbruͥch die straff des lebens1488 ArgauLsch. I 544 Faksimile
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so einer ... einen meyneidt gesworn ... darümb ym syn lyp oder güt nit zuuerwenden gebotten ..., der mag alle die wyl er in solichem steet, [sein Gut] nit vbergeben1498 WormsRef. IV 2, 3 § 2 Volltext (und Faksimile)
- 15. Jh. Schwsp.(Kurzform II/Eckh.) Art. 310 (Kb)
- 15. Jh. StaverenStR. Art. 52 Faksimile
- 2. Hälfte 15. Jh. BernStR. I 191
- 1508 Lünig,CJMilit. 4 Faksimile
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welck ein man de ein apenbar meen eedt schweret, he mach nemandt beclagen up dem dinge1514 ApenradeStR. 26 Faksimile
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meineidig, die irs meineids mit recht überwunden sind, moͤgen nit kuntschafft geben1520 FreiburgStR. I 9, 2 Volltext (und Faksimile)
- 1520 FreiburgStR. I 13, 6 u. IV 3, 4 Volltext (und Faksimile)
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welcher ein offnen meineyd schwert, dem sollent sine finger damit er geschworn hat, abgehouwen, vnd darnach ewighlich von diser statt F. verwisen werden1520 FreiburgStR. V 15 Volltext (und Faksimile)
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wellicher vor ... gerichte einen gelerten meyneidt schweret: so derselb eid zeitlich gut antrifft, das jnn dess, der allso fallschlich geschworn hat, nutz komen, der ist zuforderst schulldig, wa er das vermag, sollich felschlich abgeschworn gut dem verletzten wider zu keren, soll auch darzu verleumpt vnnd aller eeren enntsetzt sein; vnnd nach dem jm heilligen reich ein gemeiner geprauch ist, sollichenn fallschschwerern die zwen finger, damit sy geschworn haben, abzuhawen1532 CCC. Art. 107 Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1533
- 1566/67 ZimmernChr. I 201
- 1572 NordstrandLR.(nd.) 257 Faksimile
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wie voer dat gericht eenen geleerden meijneedt sweerdt [folgt Strafaufzählung]3. Viertel 16. Jh. KampenStROntw. 476 Faksimile
- 1587 Kurpfalz/Sehling,EvKO. XIV 538 Faksimile
- 2. Hälfte 16. Jh. MagdebSchSpr.(Friese) 105 Faksimile
- 1603/05 HambGO. IV Art. 5 Faksimile
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soll demnach derjenige ..., wegen des wissentlich begangenen meineides ehrlos erkannt, auch ... an seinem leibe, als mit abhauung der beiden ersten finger an der rechten hand, oder anderer ... strafe belegt werden1650 EstRitterLR. 340 Faksimile
- 1669 GesSammlMecklSchwerin I 62 Faksimile
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begangener meineyd ... wird nicht nur mit der pœnâ infamiæ, sondern benebens nach richterlicher willkuͤhr mit geld, gefaͤngniß, landes-verweisung, und nach gestalt des hieraus erwachsenden schadens, an leib und leben, und zwar wann durch veranlassung eines solchen falschen eyds jemand unschuldiger weis ... hingerichtet worden, allzeit mit der nehmlichen todes-straff belegt. die straff der finger-abhauung hingegen ist hiermit gaͤnzlich abgeschafft1751 CJBavCrim. I 9 § 3 Faksimile
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die straffe eines vorsetzlichen meineydes ist erstlich: und insgemein das schwerd, und kann solche todesstraffe nach schwere der umstaͤnden mit ausreissung der zung, oder abhauung der schwoͤrfinger ... verschaͤrffet werden [folgt Aufzählung weiterer Strafen]1769 CCTher. 59 §§ 1ff.
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die haͤrtere strafe der geistlichkeit fuͤr den gegeben fall der schwängerung einer frau gruͤndet sich auf den meineid1785 Birnstiel,Kindermord 163
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alle handelsbuͤcher der kaufleute ... verlieren ihre beweiskraft, wenn sie ... einen meineid geschwohren1785 Fischer,KamPolR. III 190 Faksimile
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wuͤrde es sich aber begeben, daß dergleichen [meineidigen] personen entweder durch einen ungluͤcksfall, oder aber auch meineydes halber, die zween finger bereits verlohren haͤtten, so werden ihnen nicht außerdem zween andere finger abgehauen, sondern es wird sodann die poena ordinaria in eine andere strafe, als z.b. den staupenschlag verwandelt1798 RepRecht I 65 Faksimile