Eintrag · Dt. Etym. Rechtswb. (Köbler)
Meineid M.
Meineid, M. ›vorsätzliches falsches Schwören des Täters vor Gericht oder einer anderen zur Abnahme von Eiden zuständigen Stelle‹, mhd. meineit, M., ›Meineid‹, ahd. meineid (830), M., ›Mein- eid, Falscheid‹, as. mÜnÜth, M., ›Meineid‹, germ. *mainaia, *mainaiaz, M., ›Mein- eid‹, zum subst. Neutrum von germ. *mai- na, *mainaz, Adj., ›falsch, gemein, mein, unrein‹, germ. *aia, *aiaz, M., ›Eid‹, zu idg. *mei- (2), V., Adj., Sb., ›wechseln, tauschen, täuschen, gemeinsam, Leistung‹ meineidig, Adj., ›falsch schwörend‹, mhd. meineidec, Adj., ›falsch schwörend‹, s. Meineid, ig mei nen meinen, V., ›im Sinne haben, fühlen, glauben, meinen‹ mhd. meinen, V., ›sinnen, denken, nachdenken, bedenken‹, ahd. meinen (790), V., ›meinen, bedeuten, be- zwecken, bezeichnen, im Sinne haben, mitteilen, sprechen‹, as. mÜnian, V., ›mei- nen‹, westgerm. *mainjan, V., ›gesinnt sein, meinen, erwähnen‹, zu idg. *meino-, ›Absicht, Meinung‹?, zu idg. *mei- (2), V., Adj., Sb., ›wechseln, tauschen, täuschen, gemeinsam, Leistung‹?