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Matsch

nhd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
21 in 13 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Matsch

Bd. 3, Sp. 109
Matsch, ein in gewissen Spielen übliches Wort, welches eigentlich einen gänzlichen mit einem gewissen Grade der Schande verbundenen Verlust des Spieles bedeutet, und si wohl als ein Nebenwort, als auch als ein Hauptwort üblich ist. Matsch werden, das Spiel verlieren, und zugleich eine fest gesetzte geringe Anzahl Augen, Stiche oder Marken haben. Im Billiard wird man matsch, wenn man nach geendigtem Spiele nur bis auf 5 zählt. Der Matsch, dieser Zustand oder Umstand des Verspielenden. Ein einfacher Matsch ist im Billiard, wenn der Verlierende nur bis auf 5 zählet, ein dreyfacher oder Triple-Matsch, wenn er nur bis auf 2 kommt, und ein vierfacher oder Quadruple-Matsch, wenn er gar nichts zählt. In andern Spielen ist der Matsch auf andere Art eingeschränkt. Daher das Activum, jemanden matschen, ihn matsch machen. Anm. Im Ital. lautet dieses Wort Marcio und das Zeitwort marciare, daher auch einige Deutsche es Matsch und matschen sprechen und schreiben. Aber die Italiäner sagen in eben diesem Verstande auch mazzare. Das Deutsche scheinet indessen nicht aus dem Italiänischen entlehnet zu seyn, sondern von matt, so fern solches noch in dem Schachspiele üblich ist, abzustammen, und mit demselben zu dem Geschlechte des Wortes metzeln zu gehören. S. diese Wörter.
1274 Zeichen · 14 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Matsch

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Matsch , ein in gewissen Spielen übliches Wort, welches eigentlich einen gänzlichen mit einem gewissen Grade der Schande…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Matsch

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Matsch (ursprünglich martsch , v. ital. marcio ), faul, verdorben, besonders von einem Spieler gebraucht, der das Spiel …

  3. modern
    Dialekt
    matsch

    Elsässisches Wb. · +11 Parallelbelege

    matsch [màt Ruf. ] Ausdr. beim Kartenspiel: m. wër d e n verlieren. — Schweiz. 4, 597. Bayer. 1, 1699. Hess. 263.

  4. Sprichwörter
    Matsch

    Wander (Sprichwörter)

    Matsch Matsch 1 , der Wölfe Heimat. 1 ) Ein Dorf in dem tiroler Kreise Imst, wo es in strengen Wintern so viel Wölfe gab…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit matsch

82 Bildungen · 76 Erstglied · 0 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von matsch 2 Komponenten

mat+sch

matsch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

matsch‑ als Erstglied (30 von 76)

Matschel

SHW

Matsch-el Band 4, Spalte 565-566

matscheln

SHW

matsch-eln Band 4, Spalte 565-566

Matscha N

Idiotikon

Matscha N. Band 4, Spalte 355 Matscha N. 4,355

Mātschaft

Adelung

matsch·aft

Die Mātschaft , plur. inus. ein nur in den Niederdeutschen Mundarten übliches Collectivum, die Kameradschaft, mehrere zu einer gemeinschaftl…

Matschann

RhWB

matsch·ann

Matsch-ann Köln-Stdt n.: verächtl. (u. so alle folg. Zs.) 1. eine Person, die gerne im Wasser planscht, sich mit Getränken u. Speisen beschü…

Matschbeutel

RhWB

matsch·beutel

Matsch-beutel -bøgəl Sieg m.: ein Kind, das in den Speisen matscht, statt voran zu essen.

Matschel

PfWB

mat·schel

Matschel , Mätschel m. : = Matsch 2, Matschel [ RO-Lettw FR-N'lein ], Mätschel [Neustdt]. Südhess. IV 566 ; Rhein. V 944 and. Bed.

matschelig

PfWB

matschelig Adj. : 1. 'weich, breiig', bes. von nasser, verschmutzter Straße, matschelich [RO-Dielkch KL-Gimsb u. Umg. SOPf ( Heeger Nachl.) …

matscheln

LothWB

matsch·eln

matscheln [màtšəln Bo. ] intr. v. ( lautmalend) kneten, im Schmutz wühlen. — vgl. hess. 263 u. hd. matschen Gr. Wtb. 6, 1755 . s. d. vorige.

Matschelwetter

PfWB

matschel·wetter

Matschel-wetter n. : ' Schneeregen ', Matschelwerreʳ [ KL-Fischb ]; vgl. Matschwetter . Südhess. IV 566 .

matschen

DWB

mat·schen

matschen , verb. nebenform zu manschen sp. 1606, in Nieder- und Mitteldeutschland bis nach dem süden hin laufend: niederd. matschen in solch…

matschen I

RhWB

mat·scheni

matschen I -ā- = Äpfel an einer Stelle weich klopfen s. mautschen bei Mautsche II.

matschen II

RhWB

matschen II -a- Goar-Sauerbrunnen schw.: beim Kartensp. alle Stiche machen; einen m., einen hineinlegen beim Kartensp. S. matzen.

matschen III

RhWB

matschen III das Wort ist allg. lrhn. bis Kemp-SHubert , Geld-Sevelen , Kref-Oppum Ürding , Mörs , rrhn. bis Düss-Benr , Mettm-Velbert , Len…

matscher

DWB

mat·scher

matscher , m. der gern wühlende und sudelnde, nebenform zu manscher sp. 1606; auf einen getränkverfälscher bezogen: dieser brauer, dieser we…

matscheⁿ

Idiotikon

matscheⁿ Band 4, Spalte 597 matscheⁿ -ä- 4,597

matschfaul

RhWB

matsch·faul

matsch-faul (s. S.)  Saarbg , Trier , Schleid-Udenbreth , Sieg-Ägid ; -tšə- Gummb Adj.: breiig f., patschfaul.

Ableitungen von matsch (6 von 6)

bematschen

RhWB

be-matschen: etwas, einen, sich b., beschmutzen, bes. mit Wasser Rip.

Gematsch

RhWB

Ge-matsch -a- Verbr. wie Matsch, matschen; -ę- MüEif , Bo-Vollmershv Sg. t. n.: 1. das ungehörige Matschen, in allen Bed. — 2. feuchtes, sch…

Gematsche

PfWB

Ge-matsche n. : ' zu Brei Gedrücktes, Verkochtes ', vgl. Matsch . Dar es (Das ist) e Gematsch (gəmḁdš) [ KU-Kaulb ]. Südhess. II 1236 ; Rhei…

vermatschen

RhWB

ver-matschen: 1. etwas v. a. Wasser v., viel Wasser beim Putzen, Waschen verbrauchen Allg. — b. zu Brei machen; vermatsch nit alles zu laude…

zermatschen

DWB

zermatschen , -e-, verb., zerquetschen, zu brei zerdrücken ( s. matschen th. 6, 1755), in mdaa. weit verbreitet: ( österr. ) Klein 2, 245 ; …